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André Stagge: Ich habe rausgefunden, dass diese Strategie mit einer 89 % Trefferquote funktioniert hat.

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Wenn du die Strategie anwendest, in 9 von 10 Jahren hast du damit Geld verdient. Eine langfristige Strategie, die tatsächlich nur eine einzelne Transaktion im Jahr braucht – also sehr wenig Aufwand - aber trotzdem eben deutlich bessere Ergebnisse erzielt. 

Thorsten Wittmann:  Mit Aktien an der Börse Geld verdienen - mit der folgenden Strategie, ich nenne sie mal die „Faulen-Strategie“ für Aktien, weil die wirklich simpel ist. Da muss man fast gar nichts mehr machen. Diese Strategie hat sehr hohe Trefferquote, um an der Börse Geld zu verdienen. Wir haben heute wieder als Gast einen Mann, der über 2 Milliarden Euro verwaltet hat. Das heißt über 2.000 Millionen. Also eine richtige Stange Geld. Und er hat über 10 Jahre als Fondsmanager gearbeitet, ist sehr erfolgreich, hat auch mehrere Preise gewonnen. Und ich freue mich, dass du heute wieder in unserer Community bist - André Stagge. Lieber André, wie gehts dir?

AS: Vielen Dank Thorsten. Ich freue mich sehr da wieder dabei zu sein. Und heute über eine Strategie was ganz Konkretes auch präsentieren zu dürfen.

TW: Wie kann man mit Aktien Geld verdienen? Du warst über 10 Jahre als Fondsmanager tätig. Und inzwischen unterrichtest du, wie man mit Aktien an der Börse planbar Geld verdienen kann. Und es sind über 24 Strategien, die du weitergibst. Und wir sehen uns heute eine an, die man ansonsten bei dir nur erhält, wenn man in einem deiner Programme dabei ist. Deswegen jetzt auch mal vorweg die Frage: Warum auch diese Strategie und mal allgemein, warum funktionieren diese Strategien? Was steckt dahinter, warum sind die nicht Zufall?

1. Warum funktioniert es?

AS: Ich bin auch Hochschuldozent. Wenn ich es jetzt sehr wissenschaftlich machen wollen würde, würde ich sagen, es sind Kapitalmarkt-Anomalien. Zu gut Deutsch, es gibt einfach bestimmte Mechanismen des „großen Geldes“, der Fondsindustrie, der Banken, der Pensionskassen, die einfach mit diesen extremen Beträgen gerade auch jetzt, während dieser ganzen Stimulus Zeit, in den Markt drängen müssen. Wenn man eben diese Spuren vom „großen Geld“ lesen kann, dann weiß man wie man eine Alpha verdient. Eine Überrendite zu einer Benchmark zum Beispiel eben zum DAX oder zum S&P und zum Sparbuch natürlich sowieso. Das Problem ist nur, die meisten haben nie gelernt, diese Fährten zu lesen. Und wissen nicht, was das „große Geld“ macht. Und das ist die Idee von meinen Strategien - 24 an der Zahl im kurzfristigen Bereich. Oder was wir heute vorhaben, eine langfristige Strategie, die tatsächlich nur eine einzelne Transaktion im Jahr braucht. Also sehr wenig Aufwand, aber trotzdem eben deutlich bessere Ergebnisse erzielt.

TW: Genau, Aktienstrategie für Faule habe ich es schon genannt. Wie wir mit möglichst wenig Aufwand Geld verdienen wollen mit Aktien. Bevor wir es jetzt dann durchgehen, 1-2 Fragen, weil du hast als Fondsmanager gearbeitet, du hättest es nicht umsetzen können. Das sind auch so Unterschiede. Das heißt, viele Strategien, die du weitergibst, die konntest du gar nicht anwenden als Fondsmanager, oder?

AS: Das stimmt. 24 Strategien sind natürlich eine ganze Menge. Da sind auch nicht nur Aktienstrategien dabei, sondern Rentenstrategien. Wir sprechen über Kryptowährungsstrategien. Wir sprechen über entsprechende Währungsstrategien, auch über Rohstoffstrategien. Die konnte ich im Fonds sowieso nicht umsetzen, weil kein Fonds BTC oder Gold oder wahrscheinlich auch Euro, Dollar oder Norwegen-Kronen kann. Das kann man nicht so leicht handeln. Gerade wenn es eben ein deutscher Fonds ist. Und wenn diese Strategie sagt, zum Beispiel jetzt nicht in Aktien investieren, was ja auch eine ganz spannende Information ist, ich muss ja nicht immer am Aktienmarkt partizipieren, sondern nur dann, wenn er nach oben geht. Dann kann ich da als Fondsmanager nichts machen. Ich kann mich ein bisschen absichern, vielleicht mit 5 oder 10 %. Aber wenn der Markt insgesamt runter geht, bin ich trotzdem voll dabei, weil das Gesetz mir das vorschreibt. Und das ist für einen Privatanleger natürlich schwer zu verstehen. Denn es gab immer wieder Zeiten, wo Aktienmärkte auch als Ganzes um 50-60-70 % gefallen sind. Da ist es natürlich doof, wenn du am Hoch investierst, dann 2-3 Jahre später erstmal 70 – 80 % deines Geldes verloren hast. Obwohl so eine Strategie ganz klar sagen würde: „Ne, jetzt bitte nicht investieren, sondern jetzt das Geld vielleicht in sichere Anlagen packen.“

TW: Ja, wunderbar. Dann lass uns gleich starten. Worum handelt es sich bei dieser Strategie?

2. Hintergründe und Details

AS: Ja, das ist eine wirkliche Perle. Und die gebe ich normalerweise auch gar nicht raus. Aber wenn der Thorsten mich einlädt, dann werde ich natürlich auch ein bisschen großzügig sein und darüber reden. Das ist eine der ältesten und längsten Börsenstrategien, die es gibt. Die habe ich zurückgerechnet. Weil sowas mag ich auch mal gerne, ein bisschen mit Mathematik einfach mal die Zahlen zusammengepackt, bis zum Jahre 1943, also fast 80 Jahre hier Historie. Und ich habe rausgefunden, dass diese Strategie mit einer 89 % Trefferquote funktioniert hat. Also wenn du die Strategie anwendest, in 9 von 10 Jahren hast du damit Geld verdient. Nun ist die Frage, welchen Markt schauen wir uns an. Einzel-Aktien für so eine faule Strategie, wenn du nur einmal im Jahr was machen möchtest oder musst, finde ich nicht so gut. Weil Einzel-Aktien sind natürlich ein größeres Risiko. Aber auch eine größere Chance.

Deswegen schauen wir uns einen Aktienmarkt an. Und nicht irgendeinen Aktienmarkt. Und schon gar nicht aus Europa oder Deutschland. Weil diese Märkte nicht ganz so gut wegen Politik, Regulierung und wegen verschiedenen Punkten geeignet sind. Sondern wir schauen uns den besten Aktienmarkt der Welt an. Das ist der amerikanische Aktienmarkt, meiner Meinung nach. Konkret ist es der S&P 500, also die größten 500 Aktien nach der Marktkapitalisierung.

Wir können gerne das Bild hier an dieser Stelle mal einblenden. Dann sehen die Zuschauer auch diesen Backtest, den ich gemacht habe. Und du siehst hier in blau diesen wunderbaren Graphen mit einer ganz einfachen Idee, die ich gleich beschreiben werde. Die Idee ist, wie gesagt, sehr einfach, aber trotzdem eben sehr funktional. Und du siehst auch, wie die Performance war. Du hättest aus 10.000­ € aktuell über 35.000 € gemacht. Das in den letzten 17 Jahren. Hier ist die Trefferquote mit 82 % immer noch sehr gut. Und du würdest eben hier ausschließlich in den amerikanischen Aktienmarkt in den S&P 500 investieren.

Und wie kommt jetzt diese Performance von über 269 % zustande, was musst du tun? Wie gesagt, nur einmal im Jahr aktiv werden. Und die Idee dabei ist, dass du dir einfach nur am Jahresanfang, und das ist wirklich so einfach, wie es klingt, am Jahresanfang, die ersten 5 Handelstage an der Börse anschaust. Nicht mehr und nicht weniger! Du schaust dir die ersten 5 Handelstage an. Wenn die in Amerika in der Summe im Plus sind, also 4 Tage mit einem Prozent im Minus und der fünfte Handelstag mit 6 % im Plus.

Dann hätten wir insgesamt eine positive Wertentwicklung. Und dann wäre die einfache und banale Aussage von diesem fünften Handelstag im Schlusskurs an - bis zum Jahresende. Behältst du den S&P 500, bist also das ganze Jahr in Aktien investiert. Wenn es im nächsten Jahr genauso ist, die ersten 5 Tage wieder positiv sind, bist du das ganze Jahr investiert. Das nächste Jahr genauso. Der einzige Unterschied - und ihr könnt es euch schon denken - wenn die ersten 5 Handelstage im Minus sind. In der Summe, die ersten 5 Handelstage, wenn die im Minus sind - dann ist der Rat aus dieser Strategie, nicht zu investieren. Das ganze Jahr nichts zu machen. Und das habt ihr eben im Chart auch gesehen. Wenn eben der Graph hier so seitwärts läuft, wie zum Beispiel im Jahr 2007 und 2008. Damals hatten wir ja die sogenannte Lehman-Brothers-Pleite. Da sind die Märkte deutlich gefallen. Dann waren eben die ersten 5 Handelstage im Minus. Man hat also gesagt, hey, das Jahr ist zu gefährlich und hier darf ich jetzt entsprechend nicht investieren.

Und der Effekt, den du hast, ist jetzt nicht, dass du 1.000 % mehr Rendite als der S&P machst. Sondern der wichtige Effekt ist, dass du dir in Jahren, die eben schlecht am Aktienmarkt sind, einfach das Risiko sparst. Wie eben in der Krise 2001 und 2002. Wie eben auch 2007 und 2008, da bist du nicht investiert und kannst dein Geld eben schützen. Das heißt, mit dieser einfachen Strategie hast du ungefähr die Marktrendite. Also das was der S&P langfristig auch macht. Aber nur das halbe Risiko, weil es eben die Jahre gibt, wo du gar nicht investiert bist. Und dann gibt es sicherlich auch genug andere Möglichkeiten, das Geld zu investieren.

Aber mit dieser einfachen Idee, kannst du mit sehr wenig Aufwand, einmal nur gucken nach den ersten 5 Handelstagen, wo der Markt steht - im Plus oder im Minus. Dein Geld eben deutlich vor Verlusten schützen, das zumindest haben die letzten 80 Jahre an der Börse gezeigt. Und das ist zumindest eine dieser einfachen Ansätze. Wenn du magst, sag ich dir auch, warum das funktioniert. Das ist relativ einfach. Und das hängt genau mit dem „großen Geld“ zusammen.

Wenn eben diese Investmentpläne, wie sie von großen Fondsgesellschaften, von entsprechenden Banken, von den entsprechenden Southern Rails Funds, also hier von Fonds von Staaten umgesetzt werden, ist es meistens so, dass sie zum Jahresanfang investieren. Und wenn sie eben prozyklisch im Plus sind, mehr investieren. Das war bei mir in der Fondsgesellschaft auch so. Immer, wenn der Markt im Plus war, durfte ich mehr investieren, ich hatte mehr Risikobudget. Konnte damit also eine Marktbewegung weiter steigen lassen. Und das heißt, an der Börse auch so schön die Hausse nährt die Hausse.

Also wenn die Kurse steigen, steigen sie eher weiter. Und weil der Jahresanfang und das Jahresende dieser wichtige Punkt eben sind, wo der Bonus von Fondsmanagern zum Beispiel auch entsprechend gesetzt wird. Und wo dann natürlich auch die Anleger immer auf das neue Jahr und die neue Rendite gucken, ist eben dieser Jahresstart viel wichtiger, als jetzt die Bewegung vom 13. Juni bis zum 20. Juni oder so. Sondern der Jahresstart ist hier entscheidend. Und gibt dir eben ein ganz klares Signal, wie das große Geld denkt, handelt und anlegt. Wenn das große Geld eben kauft - das hat man dieses Jahr auch sehr schön gesehen - sind die Märkte eher positiv für das ganze Jahr. Und wenn das Jahr schon schlecht beginnt, was vielleicht eben auch ein klares Signal sein kann, dann würde ich eben eher vorsichtiger sein mit der Anlage.

 TW: Hochinteressant. Also ich habe auch gerade überlegt. Es gibt meinerseits gar nicht großartig viele Fragen, weil es nicht kompliziert ist. Die einzige Frage, die mir noch dazu einfällt: Wie setze ich es dann konkret um? Das heißt, ich brauche dann ein Depot dazu. Und dann nehme ich einen ETF, also der einen Index nachbildet, oder wie setze ich es am besten dann um in der Praxis?

3. Umsetzung

AS: Viel leichter geht es nicht, das stimmt. Du brauchst ein Online-Depot mit möglichst geringen Kosten, dann bitte immer einen passiven ETF, also einen Exchange Traded Fund. Dann gerne einen, der in US-Dollar handelt, einfach weil du von den Währungseffekten als Euro-Investor hier auch noch sehr gut profitieren kannst. Und dann gilt eben diese klassische Regel bei der Auswahl von ETFs: Kaufe bitte immer große ETFs, kaufe am besten ETFs, die physisch anlegen. Und kaufe eben bitte auch ETFs in der jeweils lokalen Währung, also hier im US Dollar, weil es der S&P 500 ist. Das suchst du dir einmal im Internet raus. Da gibt es ja genug über Google zu finden. Wenn du das machst, kannst du eben genau von dieser tollen Performance mit dem geringeren Risiko partizipieren. Du darfst nur nicht vergessen, eben dann zum Jahresanfang diese Position zu überprüfen. Und das hat auch den Charme dadurch, dass du ab und zu Transaktion machst, dass du eben zum Beispiel auch diese Steuerfreiheiten nutzt von 801 €. Und es hat eben auch den Charme, dass du nicht dieses große Risiko jedes Jahr hast und dich zumindest ein bisschen damit auseinandersetzt. Aber besser sein wirst, als jemand der ein Buy-and-Hold-Investment macht.

TW: Hochinteressant, wunderbar, danke auch für die Umsetzungstipps. Also, ist nicht kompliziert. Die ersten 5 Tage, wenn die positiv sind rein, ansonsten einfach zurücklehnen. Beziehungsweise in beiden Fällen einfach mehr oder weniger zurücklehnen. Nach 5 Tagen braucht man dann nichts mehr machen. Und dann einfach am Ende des Jahres, beziehungsweise zum neuen Jahr, wieder schauen. Hochinteressant, also tolle Aktienstrategie für Faule, für diejenigen, die keinen Finger zu viel krumm machen wollen und auch nicht sonderlich kompliziert umzusetzen. Danke für die Tipps dazu. Du unterrichtest auch 24 Strategien und sogar noch etwas mehr auch weiter. Wir werden das verlinken für diejenigen, die sich weiter dazu informieren wollen. Eine der Strategien haben wir heute kennengelernt. Vielen Dank dafür, fand ich sehr interessant. Und da sieht man auch, wie einfach es teilweise sein kann.

AS: Absolut, es muss nicht kompliziert sein, man muss es nur tun.

TW: Ja, genau. Also, wie jeden Freitag neue Tipps. Ganz wichtig: YouTube Kanal abonnieren, auch unterhalb von dem Beitrag haben wir auch einen Link. Da kannst du dich benachrichtigen lassen, was das aktuelle Thema ist, damit du auch nichts davon verpassen wirst. Auch bei dem André auf jeden Fall mit hineinschauen. Er hat da noch einige weitere interessante Sachen in petto und vielen Dank, dass du uns eine deiner Strategien weitergegeben hast. Und dann würde ich an dich noch das Schlusswort kurz übergeben.

AS: Goethe hat schon gesagt: „Es reicht nicht zu wissen, man muss es auch tun“. Das ist wirklich eine sehr einfache Strategie. Und ich merke immer wieder, dass die meisten eben daran scheitern, das durchzuhalten, weil Kapitalmärkte eben etwas Langfristiges sind. Natürlich kann es auch Jahre geben, wo es mal nicht funktioniert. Aber mit über 80 Jahren Backtest würde ich sagen und der klaren Logik sollte man das umsetzen. Dazu lade ich ein, Börsenerfolg ist relativ einfach. Du brauchst Strategien, musst sie umsetzen. Und wenn du genau das tust und vieles kannst du in meiner Ausbildung dazu lernen, dann wirst du am Markt auch deutlich das Sparbuch und natürlich auch deutlich die ETFs schlagen. Es braucht hier nur ein bisschen Energie. Und die kannst du aufwenden, um eben deine finanzielle Freiheit zu erreichen.

TW: Klasse. Herzlichen Dank. André, wir werden uns sicherlich wiedersehen und ja alles klar. Bis bald.

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