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Alles, was du über Banksicherheit wissen musst | Thorsten Wittmann

Banken und ihre Sicherheit - Wie sicher ist dein Geld dort wirklich?

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Die breite Masse hat ein Konto bei einer Bank in ihrer Nähe und vielleicht teilt der Unternehmer die Konten nochmal in geschäftlich und privat auf. Was jedoch passiert, wenn deine Bank einmal in finanzielle Schwierigkeiten kommen sollte, bedenken dabei nur die wenigsten.

Auch Banken sind im Grunde wirtschaftliche Unternehmen und es besteht eine reale Gefahr, dass sie bankrott gehen. Viele Banken beziehen sich in solchen Szenarien auf die  Einlagensicherung. 

Wie sehr du dich jedoch darauf verlassen kannst und was du hier alles bedenken musst, schauen wir uns in diesem vollumfänglichen Guide zum Thema Bankensicherheit einmal genauer an.

Was ist Bankensicherheit?

Bankensicherheit kann man unterschiedlich auslegen. Wir behandeln in diesem Artikel die Sicherheit deines Geldes auf dem Bankkonto. Ein einfaches Beispiel dafür wäre, was passiert, wenn es eine nationale Bankenkrise geben sollte? Was passiert mit deinem Geld, wenn deine Bank pleite geht?

Einlagensicherung

Häufig wird hier mit der Einlagensicherung von Banken geworben, die bis zu 100.000 € sichert. Auf die Zahl sollte man sich aber nicht zu sehr verlassen, denn grundsätzlich gilt: 

Es kann nur so viel ausgezahlt werden, wie zur Verfügung steht. 

Banken werden in solchen Krisen jedoch durch Einlagensicherungsfonds gerettet, damit Kunden möglichst auf ihre Sicherung kommen. Der Einlagensicherungsfonds ist ein Sicherheitssystem, mit dem die Gelder der Kunden geschützt werden sollen. 

In diesen Fonds zahlen nahezu alle Banken freiwillig ein. Dadurch kann die Einlagensicherung sogar über den gesetzlich geregelten 100.000 € steigen. Wie hoch das letztendlich ist, hängt von den einzelnen Instituten ab. Die Banken, die mehr einzahlen, können auch ihren Kunden eine höhere Absicherung bieten. 

Trotzdem hat auch dieser Fonds sein Ende, wenn man einmal das gesamte Privatvermögen der deutschen Haushalte mit dem Wert des Fonds vergleicht. Besonders bei einer Bankenkrise muss man hier also vorsichtig sein. 

In der Schweiz wird das nochmal deutlicher. Dort ist die Einlagensicherung ähnlich wie in Deutschland auf 100.000 CHF gesetzt, jedoch von Haus aus auf maximal 6 Mrd. CHF begrenzt. 

Das bedeutet, wenn deine Bank 60.000 Kunden hat, haben alle Anspruch auf die 100.000 CHF Einlagensicherung. Wenn deine Bank 500.000 Kunden hat, bekommt jeder lediglich 12.000 CHF zugesichert. Das ist ein enormer Unterschied. 

Kein Wunder, dass es hier vielen Bürgern an den nötigen Sicherheiten mangelt. 

Banksicherheit richtig verstehen

Um Banksicherheit richtig zu verstehen, muss man sich bewusst machen, dass es keine Bank gibt, die zu 100 % garantieren kann, dass du dein Geld nie verlieren wirst. Man hatte lange Zeit mit zwei Bilanzpositionen einen guten Indikator, wie zuverlässig eine Bank in diesem Bereich ist. Das waren die Eigenkapitalquote und die Liquidität. 

Doch da seit der Corona-Pandemie viele Gesetze und Regelungen dahingehend geändert wurden, ist das nicht mehr so einfach herauszulesen. Genau deshalb ist Allokation auch bei deinen Banken ein absolutes Muss, um unnötige Risiken zu vermeiden. 

Für ein richtiges Verständnis, wie sicher deine Bank ist, muss man erst einmal das Geschäftsmodell der Banken verstehen. Den größten Umsatz machen Banken in Deutschland mit Zinsen auf Krediten. Je nachdem, um was für eine Bank es sich handelt, gibt es auch noch andere Einnahmequellen. 

Bankenarten

Wenn man im Allgemeinen über Banken redet, ist die Rede von klassischen Geschäftsbanken, auch Retail Banken genannt. Darunter zählen Volksbanken und Sparkassen, sowie die meisten großen Privatbanken. Diese Bank gibt Kredite aus und verwaltet das Geld der Kunden. 

Neben den Geschäftsbanken gibt es auch die Investmentbanken. Sie spezialisieren sich auf lukrative Investmentmöglichkeiten und die Vermögensverwaltung für Privatpersonen und Unternehmen. Solche Banken sind zum Beispiel Goldman Sachs oder J.P. Morgan. 

Wenn sich eine Bank entscheidet, beide Geschäftsmodelle zu nutzen, nennt man sie eine Universalbank. 

Viele Investmentbanken haben sich in den letzten Jahren auf den Umstieg zu Universalbanken entschieden, da das reine Investmentgeschäft risikoreicher wurde und auch deutlich mehr staatlichen Auflagen unterliegt als früher. Zu solchen Banken zählen UniCredit und UBS. 

Kommissionsgeschäfte

Bei den Kommissionsgeschäften macht die Bank Geld durch Gebühren und Provisionen. Die Hauptquelle dafür sind Kreditkarten und Kontoerstellung, bzw. Kontoführung. Solche Gebühren entstehen normalerweise, wenn man Sonderansprüche für sein Konto haben will.

Früher gab es noch mehr Möglichkeiten, für eine Bank Gebühren zu verlangen. Strafzinsen oder auch beleghafte Buchungen wurden häufig mit solchen Gebühren kombiniert. Verbraucherschützer und Gesetzgeber haben hier aber stärkere Auflagen eingeführt, wodurch es nicht mehr so einfach ist. 

Gebühren im Bankensystem fallen generell immer weiter weg. Auch die Gebühren auf das Abheben von Geld bei Fremdanbietern wird immer seltener, da sich die Banken fortschreitend zusammenschließen, um solche Kosten zu vermeiden. Diese kooperieren dann und gestatten kostenfreies Geldabheben bei Partnerbanken. 

Eben weil so viele Gebühren wegfallen, wird die momentane Rechtslage von Ökonomen als kritisch angesehen, da eine große Einnahmequelle für Banken wegfällt. Ökonomen sehen den Bankensektor als zentralen Punkt für die nationale Wirtschaftlichkeit und wollen daher einen größeren Spielraum für Banken. 

Provisionen bekommt die Bank hauptsächlich durch den Verkauf von Verträgen wie Riesterverträge und Investmentfonds. Auch durch den Währungsumtausch nimmt sich die Bank einen prozentualen Anteil vom gewechselten Geld. 

Kredite

Kredite sind ein essenzieller Bestandteil der Bankgeschäfte. Durch die aktuelle Inflation und wirtschaftliche Lage könnte es genau hier zu großen Ausfällen und Einbußen kommen, die die Banken sehr belasten wird. Deshalb ist es umso wichtiger, Kredite zu verstehen.

Letztendlich hat nahezu jeder schon mal selbst einen Kredit aufgenommen bzw. kennt jemanden, der einen aufgenommen hat. Trotzdem gibt es viele Begriffe und Abläufe bei der Kreditvergabe, die den meisten Menschen nicht bewusst ist. Darum klären wir jetzt ein paar Grundbegriffe.  

Kreditraten

Bei der Kreditrate handelt es sich um den im Vorhinein ausgemachten Teil vom Kredit, den man zurückzahlt. Darin sind der Zins und die Tilgung enthalten. Die Höhe und Häufigkeit werden im Vorhinein mit der Bank festgelegt. Die Kreditraten fallen so häufig an, bis die volle Summe - inklusive des Zinses - abgezahlt wurde. 

Kreditsicherung und Kreditsicherheit

Unter diesen beiden Begriffen versteht man die Absicherung, die eine Bank hat, falls der Kreditnehmer nicht zahlungsfähig sein sollte. Die Bank will damit also ihr Risiko minimieren, einen Kreditausfall und damit einen Verlust hinnehmen zu müssen. 

Es gibt verschiedene Arten von Kreditsicherheiten. Es handelt sich aber immer um Wertgegenstände, Rechte oder Bonitäten. Das bedeutet, falls der Schuldner nicht mehr in der Lage ist, seinen Kredit abzuzahlen, wird eine Pfändung vorgenommen.

Sicherungsübereignung

Die Sicherungsübereignung ist ebenfalls zur Absicherung der Bank da. Hier geht das Eigentum der Kreditsicherheit an die Bank, aber der Schuldner bleibt trotzdem in Besitz der Sicherheit. Die Bank hat jedoch das Recht, es weiterzuverkaufen, sollte der Kreditnehmer nicht mehr zahlungsfähig sein. 

Der Gläubiger der Forderung, also der Kreditgeber, ist in dem Fall der Sicherungsnehmer. Er bleibt so lange Eigentümer über die Kreditsicherheit, bis der Kredit vollständig abgezahlt ist. Danach erhält der Kreditnehmer das Eigentum wieder zurück. 

Kreditwürdigkeit

Die Kreditwürdigkeit - auch Bonität genannt - bezeichnet die Fähigkeit einer Person, in der aktuellen und zukünftigen Lage einen Kredit abzuzahlen. Um das festzustellen, führt die Bank eine ausführliche Kreditwürdigkeitsprüfung durch. 

Nach der Prüfung erhält man einen Score. Dieser Score gibt dann an, wie wahrscheinlich es ist, dass die Person oder das Unternehmen einen Kredit auch zurückzahlen kann. Um einen guten Score geben zu können, schaut sich die Bank Faktoren wie zum Beispiel die Zahlungshistorie, persönliche Daten und die aktuelle wirtschaftliche Lage an. 

Eine hohe Kreditwürdigkeit bringt auch einige Vorteile mit sich. Beispielsweise erhält man schneller Kredite, falls es mal dringend sein sollte. Auch der Dispo wird deutlich höher gelegt, sobald die Bank weiß, dass man den Überzug sehr wahrscheinlich zurückzahlen kann. 

Kreditarten

Es gibt unzählige Kreditarten in Deutschland. Jede hat ihren eigenen Sinn und Zweck und soll möglichst alle Szenarien abdecken. Die zwei wichtigsten und häufigsten Kredite sind der Dispokredit und der Ratenkredit (auch Privat- oder Konsumentenkredit genannt).

Der Dispositionskredit ist ein sehr kurzfristiger Kredit. Hier leihst du dir nicht wie im klassischen Kredit eine festgesetzte Geldmenge, sondern du überziehst dein Konto und rutschst ins Minus. 

Solange du über 18 Jahre alt bist und regelmäßige Einnahmen auf das Konto bekommst, hast auch du in der Regel das Recht, spontan und ohne Antrag, einen Dispokredit aufzunehmen. Die Höhe variiert nach Bonität und Einkommen, ist aber in der Regel von der Bank voreingestellt und lässt sich schnell herausfinden. 

Bei Dispokrediten fallen indes sehr hohe Gebühren an. Man sollte sich daher zweimal überlegen, ob man diesen Kredit wirklich in Anspruch nehmen will.

Der Ratenkredit hingegen ist ein klassischer Kredit, wie er auch umgangssprachlich gerne gebraucht wird. Der Kredit wird in einem Zeitraum abbezahlt und ist mittel- bis langfristig gedacht. 

Ein weiterer häufig genutzter Kredit ist der Lombardkredit. Dieser richtet sich an Unternehmen und ist für die kurzfristige Verwendung gedacht. Hier werden Wertpapiere, Bankguthaben oder andere wertbeständige Gegenstände als Sicherung gegeben. Der Grund für so einen Kredit sind kurzzeitige Engpässe.

Warum Cybersecurity für Banken wichtig ist

Cybersecurity ist besonders seit Beginn der Corona-Pandemie ein sehr heißes Thema. Alles wird digitaler: Bezahlung, Überweisung, Kontoeröffnungen und selbst Kreditanfragen. 

Bei solchen drastischen Änderungen schleichen sich gleichzeitig viele fehlerhafte Anwendungen mit ein. Erst 2021 gab es einen großen Hackerangriff auf eine ganze Landesverwaltung in Kempten. 

Da fragt man sich, wie gut der Bankensektor in Deutschland aufgestellt ist und worauf es bei Cybersecurity wirklich ankommt?

Vertraulichkeit

Man muss seiner Bank zum Thema Cybersecurity zu 100 % vertrauen können. Es gibt genügend Faktoren, die das eigene Vermögen gefährden. Da braucht es nicht auch noch vermeidbare Cyberattacken, die zu großen oder gar Totalverlusten führen können. 

Daher muss man darauf achten, dass seine Bank stetig an ihren Schutzmaßnahmen arbeitet. Nicht nur zum Schutz der Bank, sondern auch zum Schutz der Kunden. Softwares zur frühzeitigen Erkennung von Cyber-Bedrohungen (Cyber Threat Intelligence) sollten daher kontinuierlich verbessert und ins System eingebaut werden. 

Integrität

Besonders in Deutschland kommt es häufig vor, dass Banken vorgeben, sie haben eine hohe Banksicherheit in Bezug auf Cybersecurity. Trotzdem hängt man häufig im Security Bereich hinterher und wird dadurch ein einfaches Ziel. 

Klare Kommunikation mit der Bank ist das A und O bei diesem Thema. Wenn man eine transparente Bank hat, merkt man schnell, ob regelmäßige Investitionen zum Schutz vor Cyber-Angriffen getätigt werden und wie sicher ein Finanzinstitut dagegen aufgestellt ist. 

Verfügbarkeit

Besonders bei kleineren Dorf- bzw. Regionalbanken ist die Cybersicherheit ein zweitrangiges Thema. Es werden häufig kurzfristige Prioritäten gesetzt, obwohl die Digitalisierung in der Bankenwelt immer weiter fortschreitet. 

Egal ob es online Überweisungen, online Einblicke in Depots und Konten oder Kontoeröffnungen und Kreditanfragen sind. Alles wird überwiegend online gemacht und besonders da ist man anfälliger für Cyberangriffe. 

Die große Vernetzung und der hohe Datenaustausch im Finanzsystem sind ebenfalls ein großes Problem, sodass der gesamte Bankensektor seine Cybersecurity und Banksicherheit auf dem neuesten Stand halten muss. Sollten hier unerwünschte Malware auf einen Server gelangen, können viele private Daten veröffentlicht und geschädigt werden. 

Cyberangriffe in Deutschland

In Deutschland steigt die Zahl der Cyberangriffe stetig. Im ersten Jahr der Corona-Pandemie ist die Zahl der Hackerangriffe um 54 % gestiegen. Häufig sind es nur kleinere Vorfälle. Dort werden Sicherheitslücken entdeckt und bevor Schaden angerichtet werden kann, werden die Malware oder auch die Hacker selbst von der IT ausgeschlossen. 

Das ist aber nicht immer der Fall. Erst vor kurzem wurde die Landkreis-Verwaltung von Anhalt-Bitterfeld mit einer sogenannten Ransomware infiziert. Das hat die gesamte Abteilung für mehrere Tage lahmgelegt. So eine Ransomware kann ganze Datensätze verschlüsseln. Um diese wieder freizugeben, wollten die Hacker ein Lösegeld in Millionenhöhe. 

In dem Beispiel hier war zwar keine Bank betroffen, jedoch ist das ein Szenario, das eins zu eins bei deiner Bank vorkommen kann. Wenn wie in dem Fall das Lösegeld nicht bezahlt wird, landen die Dokumente und Daten im Darknet. 

Solche Attacken werden von Finanzdienstleistern immer an die BaFin weitergegeben. Harald Hüther, der BaFin Sprecher, hat bestätigt, dass es auch Angriffsversuche auf Deutsche Banken gegeben hat. Genaue Zahlen nannte er aber nicht. 

Die bisher häufigsten Angriffe auf Banken sind die “Distributed Denial of Service Attack” (DDoS). Das Ziel dieser Attacke ist es, die Server von Banken zu überlasten. Hier werden tausende Fake-Anfragen an die Zentrale geschickt, womit die Server überfordert sind. 

Opfer so eines Vorfalls war bereits die Comdirect. Die Deutsche Bank war ebenfalls stundenlang nicht erreichbar, jedoch wurden keine sensiblen Daten gestohlen. 

Schutz vor Cyberangriffen

Es gibt regulatorische Anforderungen, die jede Bank erfüllen muss. Da das aber nur Mindestanforderungen sind, sollte deine Bank immer darüber hinaus weitere Vorkehrungen treffen.

Dazu gehört, ständig klare Prozesse zu haben. Dadurch werden die aktuellen Schutzmaßnahmen besser nachvollzogen und es kann an neuen Maßnahmen gearbeitet werden. Bei solchen Cybersecurity-Maßnahmen ist das Wichtigste, Angriffe und Gefahren frühzeitig zu erkennen. Das Alarmsystem muss sofort anschlagen, damit schnell gehandelt werden kann. 

Das Personal im Unternehmen ist ebenfalls essenziell. Die Mitarbeiter müssen geschult werden, um keine schädlichen Viren in das System zu bringen.

Häufig geschieht sowas durch Phishing-Mails und kann große Schäden anrichten. Auch über Social Media werden Viren in das Bankensystem gebracht. Genau da müssen Mitarbeiter kritisch und misstrauisch sein. 

Die richtigen Sicherheitssysteme und Programme sind enorm wichtig im Kampf gegen Cyberattacken. Diese müssen jedoch auch immer aktuell gehalten werden. 

Sogenannte Zero-Day Exploits sind Fehler im System, die noch nicht durch Updates behoben wurden und so von Hackern ausgenutzt werden können. Man muss daher immer eine Übersicht über alle Programme haben, die in der Bank verwendet werden. 

Als Zusatz sollte jede Bank einen Support für die Kunden anbieten, im Falle eines Hackerangriffes auf die Privatperson und nicht die gesamte Bank an sich. In solchen Fällen muss man schnell herausfinden, wie weit sich der Angreifer schon im System ausgebreitet hat und welche Daten noch sicher sind. 

Schnelle Backups und ein Zurücksetzen der geschädigten Daten müssen umgehend folgen, damit man schnellstmöglich wieder an die alten Dateien rankommt.

Sichere Infrastruktur

Eine sichere Infrastruktur ist entscheidend für eine gute Wirtschaft und somit auch für eine hohe Banksicherheit. Unternehmen sind liquider und können wirtschaftlicher arbeiten, wodurch die Zahlungsunfähigkeit sinkt und die Kreditsicherheit steigt. 

Infrastruktur deutschlandweit

Deutschland hat besonders im Schienen- und Straßenverkehrsnetz eine ausgeprägte Infrastruktur. Momentan steht Deutschland jedoch etwas still mit großen Erneuerungen, da viele Projekte blockiert sind. 

Besonders betroffen von diesen Blockaden ist das deutsche Straßennetz. Diese Engpässe in den Projekten sind regional unterschiedlich. Vermehrt merkt man die Blockaden im Nordwesten und Süden Deutschlands. Trotz alledem ist man im jetzigen Zustand - vorausgesetzt die Projekte werden zukünftig als Best Practice umgesetzt - noch gut aufgestellt. 

Digitale Infrastruktur

Bei der digitalen Infrastruktur sieht das jedoch alles ganz anders aus. Deutschland ist weltweit eines der reichsten Länder. Trotzdem landet es im internationalen Vergleich der Internetgeschwindigkeit lediglich auf Rang 44(!). Damit ist Deutschland hinter Ungarn, Serbien und Rumänien. 

Besonders der Breitbandausbau in ländlichen Gegenden ist mangelhaft. Das liegt an der niedrigen Priorisierung des Themas der Politik. Die Schweiz und Österreich sind da deutlich besser aufgestellt. 

Ein Grund dafür ist, dass es in Deutschland bis heute kein eigenständiges Ministerium für die Digitalisierung gibt. Die Ministerien haben jeweils Digitalisierung-Teilaufgaben, aber das ist in so kleinem Rahmen nicht effektiv genug. Man braucht ein übergeordnetes Abteil, das sich mit der genauen Situation in Deutschland befasst und die Umsetzung plant. 

Deutschland gilt daher logischerweise noch als digitales Entwicklungsland. Das liegt nicht an den finanziellen Mitteln, sondern lediglich an der fehlenden Planung und dem mangelnden Einsatz der Politik.

Genau wegen solcher Mängel ist der Übergang zu digitalen Geschäftsprozessen auch so schwer und die Cybersecurity in Banken leidet darunter. Das 5G Netz könnte hier in den nächsten Jahren eine große Chance darstellen. Deine Bank muss hier nur auf den Zug aufspringen und die neuen Möglichkeiten für eine bessere Cybersecurity nutzen.

Diese Möglichkeiten werden auch von den Bürgern in überwältigender Mehrheit für gut befunden. Nach Umfragen befürchten fast 90 % der Deutschen, dass nicht nur Banken, sondern auch Behörden nicht sicher genug vor Cyberangriffen geschützt sind. Das mit gutem Grund, wenn wir uns das Beispiel vom Hackerangriff in Anhalt-Bitterfeld nochmal vor Augen halten. 

72 % der Befragten sind auch der Meinung, dass die neue Regierung nicht genug für die Digitalisierung getan hat und das, obwohl es eines der Hauptziele im neuen Koalitionsvertrag ist. 

Nach der Umfrage ist es den Teilnehmern am wichtigsten, kompetentes IT-Personal auszubilden. In diesem Punkt ist sich die überwältigende Mehrheit sicher, mit mehr Investitionen einen großen Fortschritt machen zu können.

Banksicherheit in Deutschland

Die Banksicherheit in Deutschland hat andere Risiken als internationale Banken. Besonders groß ist der Unterschied, wenn man außerhalb Europas schaut. In vielen Bereichen sind wir sicherer, jedoch hat das deutsche Bankensystem seine eigenen Risiken und Schwächen. 

Internationaler Vergleich der Bankensysteme

Noch vor der Finanzkrise haben sich amerikanische und europäische Banken ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Beide Bankensektoren sind stark gewachsen. Nach 2008 hat sich der Umstand drastisch verändert. 

Nachdem zuerst die Gewinne beider Systeme eingebrochen sind, haben sie sich unterschiedlich schnell erholt. Während die US-Banken nach ein paar Jahren wieder die gleichen Gewinne wie vor der Krise erzielten, war Deutschland lediglich bei der Hälfte. 

Heutzutage sind die US-Banken den Euro-Banken weit voraus. Nicht nur die Gewinne sind deutlich höher, auch die Eigenkapitalquote ist in den Top-Ten Banken weitaus besser. 

Damit können die US-Banken natürlich deutlich mehr Geschäfte machen und sind liquider. Auch für wirtschaftlich schwere Zeiten sind sie mit einer hohen Eigenkapitalquote besser aufgestellt. 

Deutschland ist außerdem sehr abhängig von den US-Banken. Das sieht anders bei den russischen und chinesischen Banken aus. Die sind nahezu komplett abgekoppelt von den US-Banken. Das ermöglicht ihnen, konkurrenzfähiger zu werden, bringt aber auch Nachteile mit sich. 

Das Problem dabei ist, dass sich verschiedene, voneinander getrennte, Finanzblöcke in der Welt bilden. Die Kommunikation und besonders Transaktion gestalten sich hierbei nur schwer. 

So konnte Russland zu Beginn des Ukraine Krieges verbieten, ausländische Aktien in Russland zu verkaufen. Auch der Rubel wurde in internationalen Banken nicht mehr genehmigt, was zu einem riesigen Wertverlust geführt hat. 

Die Mentalität zum Thema Kredite ist in beiden Ländern ebenfalls eine ganz andere. In den USA hat die Mehrheit der Menschen eine Kreditkarte. Viele sogar unterschiedliche, von verschiedenen Banken.

In Deutschland ist das nicht der Fall. Hier haben gerade mal ein Drittel aller Menschen eine Kreditkarte. Wie oft diese dann auch für Inlandseinkäufe genutzt wird, ist wieder eine andere Frage. Deutsche setzen immer noch mehr auf Bargeld. Amerikaner haben im Schnitt nur halb so viel Bargeld in ihrem Geldbeutel wie Deutsche. 

Sicherheitsrisiken in Deutschland

Die Frage “Was ist eine Bankenkrise?” ist bereits geklärt. Doch was passiert mit meinem Geld, wenn es zu so einer Krise kommen sollte?

Die Einlagensicherung geht, wie erwähnt, bis 100.000 €. Zwar sind diese durch den Einlagensicherungsfonds relativ gut gedeckt, trotzdem sollte man mehrere Konten haben, besonders falls man mehr Geld besitzt. 

Egal ob du momentan mehr als 100.000 € hast, oder zukünftig mehr haben wirst. Dein Geld auf mehrere Konten aufzuteilen, ist in jedem Fall sinnvoll. Dadurch bist du in Krisen bestmöglich aufgestellt. 

Hier sind einige Risiken im deutschen Bankensektor, mit denen man sich befassen sollte. 

IT-Systeme der Banken

Swift

Das SWIFT System wird weltweit von mehr als 11.000 Banken als Telekommunikationsnetzwerk benutzt. Es gilt als sehr sicher und wurde bisher noch nie gehackt. 

Trotzdem leben wir in einer Zeit mit extrem schnellem technologischen Fortschritt und falls es doch einmal zu so einem Szenario kommen sollte, werden weltweite Zahlungsströme stillgelegt. Daher ist es, auch wenn es tendenziell unwahrscheinlich ist, eine gute Idee, sich darauf vorzubereiten. Mit Barreserven und Kryptowährungen geht das hervorragend. 

Neue Technologie für mehr Cybersecurity

Genau dieser eben genannte technologische Fortschritt könnte jedoch die Cybersecurity auf das nächste Level bringen. Durch Cloud-Computing und AI kann hier für mehr Sicherheit und effizientere Datenübertragung gesorgt werden. 

Solche Innovationen für eine höhere Banksicherheit sind in Zukunft unabdingbar und Investitionen in diesem Bereich sollten schnellstmöglich getätigt werden, um nicht den Anschluss zu verlieren. 

Doch nicht nur die neuen digitalen Möglichkeiten sollten genutzt werden, auch der Faktor Mensch trägt seinen Teil dazu bei. Mit dem richtigen ausgebildeten Fachpersonal wird die Bankensicherheit in Deutschland um ein Vielfaches gesteigert. 

Zugangssperren

Durch “verdächtige Transaktionen” ist es Banken auch möglich, selbstständig dein Konto einzufrieren. Das könnten möglicherweise kleine Transaktionen in Entwicklungsländern sein, wie ein Eis in Ecuador. 

Solche Missverständnisse werden i.d.R schnell behoben, trotzdem hast du in dem Zeitraum keinen Zugriff auf dein Konto. In solchen Fällen wird die Bedeutung von mehreren Konten bei unterschiedlichen Banken wieder deutlich. Lege daher deine Eier nicht alle in einen Korb und lege dir mehrere Konten an. 

Prüfung der Sicherheit

In Deutschland prüft die Bundesbank mit der Bafin 1.650 Banken auf Cybersecurity und grundsätzliche Anforderungen zum digitalen Schutz. Informationsrisiken sind in diesen Kontrollen ein häufiges Thema.

Die Rolle der Zentralbanken bei der Stabilität des Bankensektors

Die Zentralbanken haben einen entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaft. Sie können Regelungen einführen und geben mit ihrer Geldpolitik die Richtung an, in die die Wirtschaft gehen wird. 

Was ist eine Zentralbank und wofür ist sie zuständig?

Zentralbanken sind immer öffentliche Institutionen. Sie sind der verlängerte Arm vom Staat, wenn es um den Bankensektor geht. Die Hauptaufgabe einer Zentralbank ist die Geldversorgung eines Landes. 

Sie kümmern sich also um die Preisstabilität der Währung. Um das verantworten zu können, ist das größte Instrument einer Zentralbank die Festlegung der Zinssätze. Damit sollen Wirtschaft und Inflation kontrolliert werden. 

Die oberste Bank wird “Bank der Banken” genannt. Der Name kommt daher, dass von dort aus alle geschäftlichen und staatlichen Banken mit Krediten versorgt werden. In Deutschland ist die Zentralbank die Deutsche Bundesbank in Frankfurt. Die Deutsche Bundesbank unterliegt den Verordnungen der Europäischen Zentralbank (EZB).

Seit der Finanzkrise 2008, auf die im Laufe des Artikels nochmal genauer eingegangen wird, hat die Zentralbank die Befugnis bekommen, Geschäftsbanken vor einem Bankrott zu retten. Das ist eine fundamentale Änderung im Bankensystem, die aus der Not heraus entstanden ist. Sie soll die Wirtschaft in Krisenzeiten vor einem Zusammenbruch retten.

Dazu kommt, dass die Zentralbanken auch Anleihen anderer Länder kaufen dürfen. Das unterstützt die Wirtschaftlichkeit in Europa und soll die Stabilität der Länder fördern. Seit 2018 wurde das aber auf den Ersatz von Anleihen begrenzt. 

Niedrigzinspolitik

Mit dem Leitzins kann eine Zentralbank die Wirtschaftlichkeit eines Landes nachhaltig prägen. Das hat natürlich Einfluss auf den Bankensektor. Je nachdem wie hoch die Inflation ist und wie aggressiv diese durch die Zentralbanken bekämpft wird, hat das Auswirkungen auf Unternehmen und die Kaufkraft aller Menschen.

Eben weil besonders die deutschen Banken so abhängig von ihrem Zinsgeschäft sind, sind sie auch gleichermaßen abhängig von den Entscheidungen der Zentralbanken. Die Banken haben durch niedrigere Zinsen und einer hohen Inflation deutlich weniger Einnahmen und kommen so in Schwierigkeiten. 

Die Niedrigzinspolitik wurde nach der Finanzkrise 2008 eingeführt und sollte den Bankrott vieler Unternehmen verhindern. Mit der jetzigen Inflationsrate wird das jedoch nicht mehr lange der Fall sein, da die EZB und alle anderen Zentralbanken jetzt handeln müssen. Der Leitzins wurde daher bereits erhöht und weitere Steigerungen sind definitiv zu erwarten. 

Vergleich der EZB und FED

Die EZB ist im Vergleich zur FED erst ganz am Anfang ihrer Gründung. Sie wurde 1998 gegründet, um Europa friedlicher zu gestalten und ein Stück mehr zu vereinigen. Dabei war es allen Beteiligten wichtig, dass die Kapitalmärkte und das Finanzsystem durch die EZB komplett unabhängig gestaltet werden, ohne starken Einfluss einer einzigen Nation. 

Die FED hingegen gibt es bereits seit dem Jahre 1913. Sie wurde nach einer der härtesten Wirtschaftskrisen der Geschichte der USA gegründet. Die FED war jedoch zu dem Zeitpunkt nicht der erste Versuch einer nationalen Zentralbank. Der Gedanke hinter der Gründung war, dass die FED als Kreditgeber in schweren Zeiten fungieren sollte. 

Im Eurosystem gibt es momentan 18 nationale Notenbanken, die sich über viele EU Länder hinweg verteilen. Die FED setzt sich dagegen “nur” aus 12 Banken zusammen, jedoch haben diese weitere Zweigstellen. 

Die EZB besteht aus drei Bereichen: Der EZB-Rat, das Direktorium und der erweiterte Rat. Das Direktorium ist dafür verantwortlich, alltägliche Geschäfte durchzuführen. 

Dazu setzen sie die Entscheidungen des Rates durch, die bei ihren Zusammenkünften beschlossen werden. Um diese Beschlüsse umzusetzen, dirigieren sie die einzelnen nationalen Notenbanken. 

Der Rat trifft sich für solche Entscheidungen alle zwei Wochen. In diesen Treffen geht es um geldpolitische Ziele, den Leitzins und ob mehr Geld in das Eurosystem gelangen sollte. 

Ein Ziel der EZB ist es, mehr Mitglieder der EU in den Währungsverbund aufzunehmen. Der Aufgabenbereich des erweiterten Rates ist genau dafür zuständig. Sie sammeln Informationen zu den einzelnen Ländern und haben die Wirtschaftlichkeit der Mitglieder im Blick. 

Den erweiterten Aufgabenbereich wird es so lange geben, bis sich alle Mitglieder dazu entschlossen haben, dem Währungsverbund der EU beizutreten und somit das Ziel erfüllt wurde. 

Bei der FED ist das Board of Governors ganz oben in der Hierarchie. Dieses Gremium legt die Mindestreserve- und Geldpolitik fest. Zudem ist der Vorsitzende des Board of Governors der Berater des Präsidenten für alle wirtschaftlich relevanten Themen. Er hat also einen starken Einfluss auf viele politische Entscheidungen. 

Zum Board of Governor gibt es noch das Federal Open Market Committee. Sie sind für die kurzfristigen Geschäfte verantwortlich. Sie regulieren die Geldmenge im System, indem sie den Kauf und Verkauf von staatlichen Wertpapieren steuern. 

Einer der größten Unterschiede der beiden Zentralbanken ist die Einlagefazilität. Das ist der Zins, den Banken auf das Geld zahlen müssen, dass sie bei der EZB lagern. Solche Zinsen gibt es bei der FED nicht. Die Einlagefazilität nutzt die EZB als Instrument zur Steuerung der Inflation. 

Auch dass die FED nicht der gesetzlichen Informationsfreiheit unterliegt, ist ein großer Unterschied zur EZB. Das hat den einfachen Grund, dass die FED keine staatliche Behörde ist. 

Die Aufgabenbereiche der beiden Zentralbanken variieren ebenfalls an manchen Stellen. Während die nationale Preisstabilität bei beiden ein wichtiger Bereich ist, ist die FED gleichzeitig für eine Vollbeschäftigung im Land verantwortlich. Diese liegt zwischen 5,2 % und 6 %. 

Die EZB unterliegt im Vergleich zu der FED strengeren Auflagen. In Deutschland ist das Ziel einer Inflation von 2 %, um eine Deflation zu vermeiden. Solche Vorgaben gibt es bei der FED nicht. Die FED ist nicht staatlich und handelt im Sinne der Steuerzahler und der Finanzbranche. 

Beide Zentralbanken stehen öffentlich oft in der Kritik, da sie sich stark von der Politik beeinflussen lassen und instrumentalisiert werden. Aus diesem Grund hegen auch viele Bürger Misstrauen den Zentralbanken gegenüber.

Sicherheit von Mobile Banking und Zahlungen

Die Mobile Banking Funktion ist mittlerweile unverzichtbar für Banken. Nicht nur junge Leute nutzen die Funktion, auch bei der älteren Generation kommt es mehr und mehr zum Einsatz. Vom Handy aus in wenigen Minuten Rechnungen bezahlen und Freunden Geld schicken, ist eine der innovativsten Neuerungen im Bankensystem. 

Man hat immer in Sekundenschnelle seine Konten auf dem Handy, kann Daueraufträge prüfen, Kontostände anschauen und hat im Normalfall einen Ansprechpartner von der Bank per App zur Verfügung. Häufig kann man sogar bei der Suche einen bestimmten Suchbegriff eingeben und erhält sofort Hilfe für sein Problem.  

Doch wo Chancen entstehen, lauern auch immer Gefahren. Wie sicher ist denn das Mobile Banking und Bezahlen per Handy? 

Sicherheitskonzept

Für Überweisungen über das Handy setzt man bei den meisten Banken auf das TAN Verfahren. Dabei meldet man sich zuerst über seinen Account im Online Banking an und gibt die gewünschten Überweisungsdetails an. Wenn man fertig ist, erhält man eine TAN, die man als Bestätigung eingeben muss. Erst danach wird die Transaktion ausgeführt. 

Zu Beginn war das Konzept etwas holprig, da man den Vorgang nicht wie beim Computer auf 2 Geräte aufgeteilt hat (Also Zahlungsvorgang auf dem Computer, TAN-Generierung auf dem Handy). Mittlerweile benutzen jedoch die meisten Banken eine weitere App, durch die das Sicherheitsrisiko deutlich gemindert wird. 

Moderne Online Banken verwenden auch häufig selbst erstellte PINs für Transaktionen. Diese kann man persönlich anpassen und dadurch nochmal besser sein Geld schützen. Anschließend bekommt man noch eine Push-Nachricht nach jeder Überweisung und kann im Notfall bei unbekannten Transaktionen den Vorgang abbrechen. 

Phishing-Mails

Einer der größten Gefahren für deine Sicherheit im Mobile Banking sind Phishing-Mails. Das Wort “Phishing” wurde von “fischen” abgeleitet. Der Grund dafür ist, dass Betrüger in einem Meer voller Internetnutzer nach naiven Menschen “fischen” wollen, die aufgrund von Unvorsichtigkeit ihre sensiblen Daten weitergeben. 

Mit Phishing-Mails wollen also Betrüger deine Login-Daten und Kreditkartennummern bekommen, um auf Inhalte deines Vermögens zugreifen zu können. Solche Betrüger geben sich als vertrauenswürdige Personen oder Unternehmen aus. 

Daher sollten immer alle Alarmglocken klingeln, falls fremde Adressen nach Login-Inhalten fragen. Schäden, die durch Phishing-Betrüger entstehen, sind häufig schwer zu verfolgen und hinterlassen fast immer einen Schaden.  

Betrugsvorfälle

Es gab bereits mehrere ernste Hackerangriffe auf Banken, die konnten jedoch alle erfolgreich abgewehrt werden. Das Mobile Banking gilt daher -  zumindest was Cyberangriffe angeht - für relativ sicher. 

Trotzdem gibt es viele Informationsrisiken bei den Kunden selbst. Privatpersonen sind deutlich anfälliger für solche kriminellen Vorfälle, da sie die Maschen von solchen Betrügern seltener als Banken erkennen und in ihre Falle tappen. 

Um solche Fallen zu vermeiden, schauen wir uns jetzt die wichtigsten Sicherheitstipps für dein Mobile Banking an. Wenn du alle Tipps umsetzt, kommt kein Betrüger an deine Bankdaten ran und dein Online Banking ist sicher. 

Wie Onlinebanken dein Geld schützen

Online Banken unterliegen den gleichen EU-Richtlinien zur Einlagensicherung wie lokale Banken. Auch hier hast du in einer möglichen Bankenkrise Anspruch auf deine 100.000 € Sicherheit und hast im Normalfall einen 24/7 Kundensupport. 

Was Cybersecurity angeht, sind Online Banken oftmals besser aufgestellt als traditionelle Sparkassen, da sich ihr Hauptgeschäft ausschließlich online abspielt. 

Onlinebanken verifizieren auch alle Geräte einzeln, weshalb kein Hacker von einem externen Gerät auf dein Konto zugreifen kann und ungewollte Transaktionen durchführt. 

Der große Vorteil, den Online Banken anbieten, sind die Sicherheitseinstellungen, die du von überall vornehmen kannst. So kannst du immer und von überall - solltest du mal deine Karte verlieren - deine Pin sperren oder auch ein Tageslimit setzen, ohne erst zur Bank laufen zu müssen. 

Falls du auf der Suche nach einer neuen Bank bist, solltest du sie unbedingt vorher auf Crashresistenz prüfen. Das geht innerhalb von 5 Minuten und erspart dir möglicherweise viele Verluste. 

Ein Video dazu, wie du deine Bank auf Crashsicherheit prüfst, findest du auf unserem YouTube-Kanal. . 

Sicherheitstipps für mobiles Banking

Man kann sein Vermögen schützen, indem man sich regelmäßig an simple Routinemaßnahmen hält. Diese dauern nicht lang, sollten aber ohne Frage wöchentlich durchgeführt werden, um auch wirklich sein Geld schützen zu können.

Überwache regelmäßig deine Konten

Wie bereits besprochen, sind mehrere Konten unerlässlich. Banken benutzen auch unterschiedliche Systeme, deswegen solltest du dir am besten einen Ordner auf dem Handy anlegen, auf dem alle wichtigen Apps gesammelt und ordentlich sortiert sind. 

Mit den Apps hast du in übersichtlicher Form alle Transaktionen und Anmeldeversuche über deinen Account auf einen Blick. Um also optimal dein Vermögen schützen zu können, solltest du diese Daten auf allen Konten stetig überwachen und bei Unklarheiten sofort deine Bank kontaktieren. 

Ein aktuelles System haben

Um sich am besten vor Hackerangriffen und bösartigen Viren zu schützen, sollte das Betriebssystem auf neuesten Stand sein. Banken können nur so viel Sicherheit bieten, wie wir unsere Smartphones regelmäßig updaten. 

Um dich daher auch zukünftig vor Hackerangriffen zu schützen, solltest du den Login nur über Geräte tätigen, die die neuesten Betriebssysteme abspielen können. 

Viele Online Banken nehmen auch mittlerweile genau das als Voraussetzung beim Aktivieren eines Geräts. Da ist es Nebensache, ob dein Endgerät über eine Anti-Viren-Software verfügt, sondern lediglich, ob dein Betriebssystem auf dem neuesten Stand ist. Wenn das gegeben ist, ist dein Account zumindest gegen Hackerangriffe schonmal gut gewappnet.  

Klicke nicht auf Spam Emails

Grundsätzlich schaden dir Spam-Mails nicht direkt, sondern überfluten dich lediglich mit Nachrichten. Trotzdem sind Phishing-Mails oft in Spam-Mails versteckt. Deshalb solltest du dir einen guten Spamfilter bei deinem Mail-Anbieter einrichten. Das Spam-Postfach schaust du dir dann nur noch sporadisch an, falls eine Mail mal falsch abgefangen worden ist. 

Besonders bei deiner Datenweitergabe solltest du immer zweimal prüfen, wer welche Daten von dir anfordert. Halte immer Rücksprache mit einer dritten Person aus dem Unternehmen, falls angeblich ein Mitarbeiter deiner Bank sensible Daten von dir verlangt. 

Greife von einem sicheren Ort aus auf deine Konten zu

In der Öffentlichkeit auf seine Konten zuzugreifen, birgt viele Sicherheitsrisiken. Das Größte sind die öffentlichen Netzwerke. Öffentliche Netzwerke sind beispielsweise alle offen zugängliche WLAN Hotspots. Diese haben eine sehr niedrige Cybersecurity, weshalb sie besonders anfällig für Hackerangriffe sind.

Solche Hacker können alle Datenströme, die über das Netzwerk laufen, mitlesen. Eben auch solche Daten wie Passwörter und PIN-Codes. 

Wenn du doch mal dringend von einem risikoreichen Ort auf deine Konten zugreifen musst, achte darauf, dass du immer ein VPN nutzt. VPN bedeutet Virtual Private Network und ist von Dritten nicht einsehbar. Damit ist deine Online-Identität geschützt. 

Achte auch darauf, dass alle Internetseiten verschlüsselt sind. Ob eine Seite verschlüsselt ist, erkennst du an dem https am Anfang vom Link, oder an dem verriegelten Schloss kurz vor dem Link. 

Bankkonten und Websiten mit sensiblen Daten sollten immer eine https Verschlüsselung haben. Falls nicht, prüfe unbedingt, ob du auch auf der richtigen Seite bist und nicht auf einer Kopie-Seite der Betrüger. 

Überprüfe deine Konten regelmäßig

Achte in regelmäßigen Abständen darauf, ob die Sicherheit für deine Konten noch ausreichend ist. Du kannst deine Passwörter überprüfen, ob alle lang und codiert sind, sowie ältere Passwörter ändern. 

Dazu lohnt es sich, deine Banken mit der oben verlinkten Methode regelmäßig auf Crashresistenz zu prüfen. Hab immer ein Auge darauf, wie sich deine Bank entwickelt und ob sie dein Geld noch sicher schützen kann. 

Wenn du deine Konten ganz genau überprüfen willst, kann es auch sinnvoll sein, einmal im Jahr sich bei deiner Bank zu informieren, wie sich die Cyber Security der Bank entwickelt, um wirklich alle Eventualitäten auszuschließen. 

Wenn du all diese Tipps befolgst, kannst du optimal dein Geld schützen und musst keine Angst haben, ein Opfer von Cyberkriminalität zu werden. Komplett ausschließen kannst du die Gefahr nie, jedoch durch die richtigen Maßnahmen das Risiko deutlich reduzieren.

Finanzkrise in europäischen Ländern

Die Finanzkrise 2008 ist jedem ein Begriff. Es war eine der wirtschaftlich schwierigsten Zeiten in der Menschheitsgeschichte und hat viele in den Bankrott getrieben, selbst ganze Länder wie Griechenland. Schauen wir uns einmal an, was da genau vor sich ging. 

Wie die Finanzkrise ausgelöst wurde

Alles begann 2007 in den USA. Durch neue Gesetze wurde es auch der Mittelschicht und Geringverdienern ermöglicht, günstig an Kredite zu kommen, um sich Häuser und Immobilien zu finanzieren. Das heißt, es hat fast jeder einen Kredit bekommen, ohne die nötige Bonität vorweisen zu müssen. Das Szenario eines Kreditausfalls wurde kaum berücksichtigt. 

Zu dieser Zeit war der Leitzins sehr niedrig, weshalb Banken auch in der Lage waren, die Kredite zu so geringen Kosten auszugeben. Um sich jedoch vor einem Minusgeschäft im Falle einer Leitzinserhöhung zu schützen, wurden Kredite nur mit variablen Zinsen vergeben. Wegen dieser Klausel kam die Immobilienkrise ins Rollen. 

Nach einiger Zeit wurde der Leitzins erhöht und die Kredite der Kreditnehmer wurden teurer. Die ersten konnten die hohen Zinsen nicht mehr zahlen. Nachdem ein Großteil ihr Darlehen nicht abzahlen konnte, ging das Eigentum der Immobilien an die Banken über. 

Bis zu diesem Zeitpunkt kannten die Märkte nur steigende Immobilienpreise. Jetzt, wo die Banken ihre neuen Immobilien verkaufen wollten, herrschte jedoch ein deutliches Überangebot und die Preise fingen an zu fallen. Der Massenverkauf führte zur Immobilienkrise, der Beginn der Finanzkrise 2008. 

Auswirkung auf die Finanzmärkte

Wie wir alle wissen, blieb auch der Finanzmarkt nicht verschont. Das lag daran, dass im Finanzsektor diese Kredite verbrieft wurden. Das bedeutet, man kann die Rechte an dem Kredit weitergeben und handelt ihn wie normale Wertpapiere. 

Diese verbrieften Kredite wurden zusammen gebündelt und zu "Subprime-Paketen" verpackt. Mit diesen Paketen aus unterschiedlichen Krediten wurde anschließend im großen Ausmaß gehandelt. Diese Pakete waren so beliebt, weil jeder Kredit von den Bewertungsagenturen als “sicher” eingestuft wurde. 

Die Subprime-Pakete gingen dann wieder in den Bankensektor. Als die Kredite dann nicht mehr zurückgezahlt werden konnten, wurden die Papiere fast wertlos und eine große Anzahl an Hedgefonds brach zusammen. Das beste Beispiel: Lehman Brother.

Der Übergang auf Europa

Auch deutsche Banken und Fonds handelten mit amerikanischen Krediten. Die erste Bank, die der Immobilienkrise zum Opfer wurde, war die IKB. Heute ist die IKB wahrscheinlich keinem mehr ein Begriff. Damals war die Mittelstandsbank noch guter Dinge und hat ihre Finanzstabilität kurz vor der Krise als sehr sicher bezeichnet. 

Die Folge war eine Wirtschafts- und Bankenkrise. Viele Banken mussten gerettet werden, darunter die Commerzbank und die Deutsche Bank. Besonders wurde von der Regierung ein Bank Run befürchtet, da die Menschen das Vertrauen in ihre Bank verloren. 

Bankrun

Jede Bank hat, wie bereits besprochen, Einlagen. Doch diese Banken haben faktisch nie so viel Bargeld wie Einlagen. Es kann sein, dass eine Bank ein Vermögen von 100 Millionen verwaltet, aber als Bargeld lediglich eine Million Euro vorhanden ist. 

Eine Bank achtet immer darauf, genügend Bargeld für normale Abhebungen aller Kunden parat zu haben. Jedoch nicht so viel, dass jeder sein ganzes Vermögen abheben kann. Doch das ist der Fall, wenn Kunden einer Bank befürchten, sie könnten ihr Geld durch eventuelle Bankenkrisen verlieren. Eben so eine, wie es 2008 der Fall war. 

Euro Crash

Die Finanzkrise 2008 hat auch eine Währungskrise nach sich gezogen. Die Währungskrise ist eine Zusammenkunft aus Staatsschuldenkrise, Bankenkrise und einer Wirtschaftskrise. 

Der Auslöser der Staatsschuldenkrise waren ebenfalls die günstigen Kredite, die sich Staaten wie Italien, Spanien und Griechenland geholt haben. Durch den flexiblen Zinssatz geriet auch hier, wie bei den privaten Kreditnehmer, besonders Griechenland in eine schwierige Situation. 

Die Länder wurden in der Regel dazu gezwungen, die hohen Kredite zu nehmen, da der nationale Bankensektor stabilisiert werden musste. Andernfalls wären die Banken bankrott gegangen und hätten nicht mehr vom Staat aufgefangen werden können. 

Nachdem Griechenland als erstes Land sich die Kredite offiziell nicht mehr leisten konnte, musste die EU eine Regeländerung vornehmen. Dadurch wurde es ermöglicht, dass die wirtschaftlich starken Staaten wie Deutschland, Länder wie Griechenland finanziell unterstützen und sie vom nationalen Bankrott retten konnten. 

Trotzdem kamen immer mehr Staaten in die Schuldenfalle und waren wirtschaftlich stark geschwächt. Die Folge war ein sehr hohes Misstrauen bei jeder Art von Kreditvergabe. Menschen haben von Natur aus Kreditnehmer mehr durchleuchtet und kritischer betrachtet. 

Kredite wurden nur noch unter hohen Sparauflagen an Staaten gegeben, um Risiken bestmöglich zu vermeiden. Die Kontrolle dieser Sparauflage wird durch die Toika durchgeführt. Die Toika ist ein Zusammenschluss aus der Europäischen Kommission, der EZB und dem Internationalen Währungsfonds. 

Das Problem hierbei ist, dass seit der Einführung des Euros die Preise national kaum anpassen können. Früher, als es noch unterschiedliche Währungen gab, hat man das mit dem Wechselkursmechanismus ausgleichen können. Jetzt gibt es aber makroökonomische Ungleichheiten und diese kann man nicht mehr mit der Währung an das jeweilige Preisniveau anpassen. 

In solchen Szenarien werden die Länder Wettbewerbs unfähig und der Euro fängt an zu bröckeln. Daher ist ein Euro Crash in Verbindung mit einer Währungsreform langfristig nicht unwahrscheinlich. 

Euro in Gefahr! Was tun bei einem Euro Crash?

Wie sieht die bestmögliche Euro Crash Vorbereitung aus? Das ist ein Thema, mit dem sich noch nicht sehr viele Leute in Deutschland befasst haben. Daher sehen auch die wenigsten einen Euro Crash als realistisch. Doch das sagen auch nur die Leute, die sich mit dem Thema noch nicht befasst haben. 

Viele Euro-Länder sind immer noch massiv verschuldet. Deutschland hat extrem hohe Forderungen, die auf wackligen Beinen stehen. Auch die Geschichte der Finanzwelt hat schon häufig gezeigt, wie schnell eine Währungsreform aktiv werden kann. Der Euro Crash ist daher eine reale Gefahr, auf die man vorbereitet sein muss.

Deutschland ist zusammen mit Österreich Vize-Europameister in Sachen Währungsreform. Wir haben schon 7 Stück hinter uns, seit dem Jahre 1800. Damit im Hinterkopf wirkt das Szenario gar nicht mehr so unwahrscheinlich. 

Euro Crash Vorsorge

Im Falle eines Euro Crash ist eine Cashreserve essenziell wichtig. Damit ist nicht das Geld auf dem Bankkonto gemeint, sondern wirklich Bargeld an einem sicheren Ort. 

Das sollte mindestens der Lohn von drei bis sechs Monaten sein. Damit hast du genügend Zeit, dich in so einer Krise neu aufzustellen und eine Zeit lang ohne Probleme zu leben. Halte einen Teil dieser Cashreserve in einer stabilen Fremdwährung. Hohe Verluste können damit größtenteils vermieden werden. 

Eine Rücklage, die du zusätzlich bilden solltest, sind Edelmetalle. Ganz konkret Silbermünzen. Diese gelten als Inflations- und Währungscrashsicher und bieten Hilfe bei einem Währungscrash, aber auch als normales Investment für gute Renditen. 

Finanzielle Stabilität nach der Finanzkrise

Nach der Finanzkrise 2008 haben sich viele Länder, wie bereits erwähnt, stark verschuldet. Die drei Spitzenreiter sind Griechenland, Italien und Portugal. Dieses Trio hat den höchsten Schuldenberg nach der Finanzkrise aufgebaut. 

Die großen Volkswirtschaften rutschten in eine Depression ab. Die Wirtschaft war nahezu überall stark geschwächt. Um sie wieder bestmöglich anzukurbeln, haben die Staaten angefangen, die Zinsen auf ein extrem niedriges Niveau zu senken. Damit können Unternehmen günstig Kredite aufnehmen, um wieder mehr Investitionen zu tätigen. 

Dazu gab es große Konjunkturprogramme, die vom Staat als Unterstützung in den Markt gegeben wurden. Mit diesen Mitteln sollte die Wirtschaft wieder angekurbelt werden, um einen neuen Wirtschaftszyklus einzuleiten. 

Dazu kommen regelmäßig neue Gesetze und Regelungen, wie das SAG Gesetz, die dem Staat helfen soll, mehr Einnahmen zu generieren. Leider aber auch häufig auf Kosten der Bürger!

Profitieren die Banken von der Inflation oder leiden sie darunter?

Die Inflation entwertet unser Geld und mindert unsere Kaufkraft. Mit anderen Worten: Es kommt der gleiche Lohn auf unser Bankkonto, aber wir können uns weniger leisten. 

Besonders die Mittelschicht leidet stark unter den Folgen einer hohen Inflation, wie wir sie aktuell haben. Die Ersparnisse auf dem Sparkonto schmelzen dahin und viele haben nicht das nötige Einkommen, um hohe zukunftsorientierte Investitionen zu tätigen. 

Aber wie sieht das ganze bei den Banken aus? Wer sind die großen Profiteure und wer die großen Verlierer einer starken Inflation?

Für Banken gibt es Vor- und Nachteile bei einer Inflation. Zu den großen Problemen zählen definitiv die schlechtere Kreditwürdigkeit der Unternehmer und das hohe Ausfallrisiko. Das kommt daher, dass die Kredite in einer Inflation teurer werden, die Unternehmen aber eine geringere Kauf- und Investitionskraft durch die Geldentwertung haben. 

Wenn ein generell höheres Ausfallrisiko bei den Banken besteht, haben sie in vielen Bereichen einen höheren Aufwand. Die Qualität der Quellen, mit denen die Bonität von Kreditnehmern geprüft wird, muss deutlich verbessert werden und ist mit Kosten verbunden. 

Auch die höheren Preise für Kredite sind nicht gewinnbringend für die Banken, da dadurch lediglich die steigenden Forderungsausfälle kompensiert werden sollen und sich auch weniger Interessenten einen Kredit leisten können, bzw. wollen. 

Trotzdem hat der Bankensektor auch einen sehr großen Vorteil in Zeiten von hoher Inflation. Banken haben nämlich generell eine sehr niedrige Eigenkapitalquote. Sie holen sich daher ihr Geld für Minuszinsen bei Zentralbanken und können das Geld deutlich teurer in Form von Krediten und Darlehen weitergeben. 

Der Staat - Der größte Profiteur von Inflation

Ein Grundsatz bei Inflation lautet: Inflation hilft Schuldnern und schadet den Gläubigern. Wie wir bereits besprochen haben, sind seit der Finanzkrise sehr viele Staaten stark verschuldet. Mithilfe der Inflation sinken die Schulden und es wird immer einfacher für den Staat, seine Schulden zu begleichen. Jedoch auf Kosten der Bürger. 

Auch die Zentralbanken haben Druck von der Politik. Letztendlich müssen die Zentralbanken die wirtschaftlichen Ziele des Staates unterstützen. Dazu gehört nun mal auch, die Verschuldung in den Griff zu bekommen. 

Ein kurzer Überblick über die Inflationsrate und den Finanzsektor in Deutschland

Die Inflation trifft jedes Land unterschiedlich. Während manche Länder sich noch im mittleren einstelligen Bereich halten, gibt es vereinzelt Länder, die es sogar im oberen zweistelligen Bereich erwischt haben. 

Dazu kommt, dass der Finanzsektor überall unterschiedlich aufgebaut ist und daher auch unterschiedlich darauf reagieren kann. 

Der deutsche Finanzsektor

In Deutschland gibt es ungefähr 1.700 Kreditinstitute. Darunter befinden sich Privatbanken, Kapitalverwaltungen, Versicherungsunternehmen und Zahlungsdienstleister. Das Herzstück des Finanzsektors in Deutschland ist Frankfurt. Frankfurt gilt als Bankenstadt und hat eine der besten Universitäten und Schulen im Bereich Wirtschaft und Finanzen. 

In Frankfurt hat man eine Schnittstelle zu deutschen, europäischen und internationalen Institutionen. Dort herrscht die meiste Kommunikation mit anderen in- und ausländischen Banken. Daher vertritt die Bankenstadt auch nahezu den ganzen deutschen Finanzsektor im internationalen Vergleich. 

Deutschland ist im Finanz- und Bankensektor sehr fortgeschritten, jedoch ist die fehlende Digitalisierung auch hier ein Problem. 

In einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC kam heraus, dass ungefähr 70 % der Beschäftigten im Bankensektor eine künstliche Intelligenz (KI) als “riesigen Vorteil” sehen würden, jedoch sind lediglich 9 % bereit, sie in ihre Arbeitsprozessen zu integrieren. 

Das bedeutet, die Wichtigkeit von Digitalisierung ist den Menschen bewusst, es liegt aktuell nur noch an der Umsetzung. Der deutsche Bankensektor muss also schnell ins Handeln kommen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. 

Inflation in Deutschland

Die Inflation in Deutschland ist auf einem Hoch. Bei steigenden Preisen erwartet uns die höchste Inflation seit über 70 (!) Jahren. Das spürt besonders die Mittelschicht. Da ist es nur logisch, dass die Menschen nach Inflationsschutz Tipps suchen. 

Woher kommt Inflation?

Die Hauptursache ist eine erhöhte Geldmenge im Konjunkturzyklus. Das konnte man besonders in den letzten Jahren erkennen, da damit die Folgen der Pandemie bekämpft werden sollten. Dieser Vorgang wird von den Notenbanken gesteuert und geht direkt in den Markt. 

Warum dann nicht einfach aufhören, wenn man damit die Inflation stoppen kann? Das ist nicht so einfach, da es dann zu steigenden Zinsen kommen würde und eine Verknappung der nötigen Güter entsteht. Das fördert wiederum die Inflation. 

Weitere Antworten auf die Frage "Woher kommt Inflation?”, sind Rohstoffknappheit. Genau das Problem bekommen viele Länder durch die Ukraine zu spüren, aber auch durch die Lieferengpässe wegen des Corona-Lockdowns. 

Bester Inflationsschutz

Das Geld wird während einer Inflation immer weniger wert. Sachwerte sind daher eine sehr gute Investitionsmöglichkeit. Sammlerstücke, Edelmetalle, oder auch Immobilien können in solchen Zeiten sehr hohe Renditen versprechen. Natürlich gibt es aber noch jede Menge weitere Investitionsmöglichkeiten, über die wir auch regelmäßig in unserem Newsletter oder auf unserem YouTube Kanal berichten. . 

Wenn dich Inflationsschutz Tipps und Inflationsschutz Aktien interessieren, schau dir am besten unseren ultimativen Leitfaden zur Inflation an. Hier gehen wir ins Detail, wie eine Inflation entsteht und wie man sich dagegen schützen kann.

Tun die Zentralbanken genug, um die Inflation zu bekämpfen?

Die EZB ist seit geraumer Zeit mit dem Thema Inflation beschäftigt. Sie ist so hoch wie seit Dekaden nicht mehr. Daher lohnt es sich, einen Blick auf die aktuellen Maßnahmen zu werfen. 

Der Leitzins, bzw. der Hauptrefinanzierungszinssatz steigt um 0,5 %. So eine starke Erhöhung hat es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Dazu wird der Einlagensatz von -0,5 auf 0 % erhöht. Somit zahlt die Bank keine Zinsen mehr, wenn sie ihr Geld bei der Zentralbank parken. 

Dazu kommt, dass die EZB die Anleihekäufe des APP Programms schneller zurückkaufen möchte, sodass es im dritten Quartal ganz ausgelaufen ist. Damit soll die Inflation zurückgehen und auf das alte Ziel von 2 % im Jahr landen. 

Strategien zur Kontrolle der Inflation

Die Inflation kann durch den Staat und durch die EZB bekämpft werden. Staatliche Maßnahmen sind zum Beispiel die Stundung - also die Verschiebung - von Krediten, bzw. den Zinsen. Auch die Reduzierung von privaten Investitionen ist eine effektive Möglichkeit. Hier kürzt der Staat Subventionen, um die Menschen zum Sparen anzuregen. 

Zentralbanken haben deutlich mehr Instrumente zur Kontrolle der Inflation. Die gängigste Methode ist die Verringerung der Geldmenge auf dem Markt und die Senkung, bzw. Erhöhung des Leitzins. Damit wird auch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage angepasst und eine gesunde Inflation kann angestrebt werden. 

Ohne Folgen bleiben solche Vorgänge jedoch nicht. Man muss im Nachhinein immer mit Konjunkturdämpfungen rechnen. Auch eine Deflation kann die Folge sein, wenn die Maßnahmen zu streng ausfallen. 

Ansätze zur Stabilisierung des Bankensektors

Dass der Bankensektor in solchen turbulenten Zeiten geschwächt ist, kann sich jeder denken. Deshalb wird kräftig daran gearbeitet, den Bankensektor in solchen Krisenzeiten stabil zu halten. Dadurch wird die Wirtschaft, aber auch der private Haushalt unterstützt und soll eine höhere Bankensicherheit bieten. 

Die BaFin sieht die aktuellen Umstände als verkraftbar für den Bankensektor. Trotzdem wird das Wirtschaftswachstum langsamer und kann auch in der Zukunft immer noch eskalieren. Genau aus diesen Gründen sehen Ökonomen eine Stagflation für Deutschland kommen. 

Um dafür gerüstet zu sein, werden jetzt mehr Stresstests angewendet. Diese Tests sind an sich nichts Neues. Sie geben Informationen darüber, wie hoch die Bankensicherheit zu Krisenzeiten ist und was für Fehler und Risiken aufkommen könnten. 

Die Kategorien, in denen die Tests durchgeführt werden, sind Klimakrisen, verschiedene Zinsszenarien und das Risikomanagement. Der letzte Test aus 2020 wurde Corona-bedingt abgesagt. Einen ausführlichen Stresstest gab es deswegen schon mehrere Jahre nicht mehr.

Zudem kommt, dass die Kriterien für einen Stresstest gelockert wurden. Mittlerweile kann eine Bank nicht mehr durchfallen, jedoch muss sie sich bei schlechtem Abschneiden mit schärferen Auflagen abfinden. 

Um für mehr Stabilität zu sorgen, werden jetzt verschiedene Maßnahmen getestet. Darunter befinden sich bilanzielle Änderungen, wie zum Beispiel mehr Eigenkapitalanforderungen. Viele Banken sind hier nicht gut aufgestellt und haben Werte von lediglich ein paar Prozentpunkten. Das macht sie anfällig für finanzielle Engpässe. 

Auch im alltäglichen Geschäft sollen Änderungen erfolgen. Hier ist eine Obergrenze für Provisionen bei Lebensversicherungen geplant, genauso wie eine Deckelung des Neukundengeschäfts. Bei Verstößen wird es härtere Strafen in Form von Geldbußen geben. Solche wurden bereits im 5-Stelligen Bereich verhängt. 

Als Letztes wird der Kampf gegen Geldwäsche nochmal verstärkt. Geldwäsche bedeutet, dass illegal erlangtes Geld über Geschäfte in Deutschland integriert und so wieder als legal angesehen wird. Bisher gilt Deutschland als Geldwäsche-Paradies. Schätzungen zufolge werden über 100 Milliarden Euro im Jahr gewaschen. 

Deutschland ist dafür so gut geeignet, da man bis zu 10.000 Euro alles bar kaufen kann. Auch in Banken darf man bis zu dieser Grenze Bargeld einzahlen und erst wenn es mehr ist, muss die Bank prüfen, woher das Geld kommt. 

Bedeutung des Risikomanagements

Definition Risikomanagement

Was ist Risikomanagement eigentlich? Das Risikomanagement im Bankensektor umfasst grundsätzlich alle negativen Abweichungen von den geplanten Ergebnissen. 

Ein Risikomanagement Beispiel könnte daher ein Kreditausfall sein. Genau deswegen rechnen Banken in ihren Darlehen auch prozentuale Forderungsausfälle in ihre bilanzielle Bewertung mit ein. 

Solche Risiken bestehen bei nahezu allen geschäftlichen Tätigkeiten, weshalb das Risikomanagement der Banken besonders in Krisenzeiten entscheidend sein kann. 

Risikoarten

Um die richtigen Risikomanagement Methoden einsetzen zu können, muss man zuerst eine sorgfältige Analyse durchführen, was es denn überhaupt für Risikoarten und Faktoren gibt. Im Bankenbereich stechen hier natürlich besonders die Kredit-, Marktpreis-, Unternehmens- und die Liquiditätsrisiken hervor. 

Das Kreditrisiko beschreibt den möglichen Kreditausfall, bei dem ein Kreditnehmer nicht mehr in der Lage ist, den erhaltenen Kredit zurückzuzahlen. 

Das Marktpreisrisiko ist an sich ein Sammelbegriff für viele mögliche Risiken. In Bezug auf Kreditinstitute sind hier besonders die Änderung von Zinsen, Aktienkurse, oder auch Währungsrisiken gemeint. 

Beim Unternehmensrisiko sind Gewinn- und Umsatzeinbrüche gemeint. Ob es an der eigenen Leistung des Unternehmens liegt, oder an einer generell schlechten wirtschaftlichen Lage ist hierfür nicht relevant. 

Wenn man im Bankensektor von einem Liquiditätsrisiko spricht, sind kurzfristige Engpässe gemeint, durch die man nicht in der Lage ist, offene Forderungen zu bezahlen. 

Diese Arten von Risiken sind in der Regel externe Faktoren, sie kommen also von außerhalb. Das könnten Fehler des Kreditnehmers sein, oder auch Probleme in der Wirtschaft. Währungsrisiken und Zinsänderungen stellen in der Regel das höchste Risiko dar. 

Risikomanagement Methoden

Jetzt bleibt immer noch die Frage, wie man am besten mit solchen Gefahren umgeht. Oft wird mit der Value at Risk (VaR) Kennzahl gerechnet. Der VaR ist ein guter Hinweis darauf, wie weit der Erwartungswert in der Zukunft abweichen könnte, da er mit Daten aus vergangenen Geschäften rechnet. 

Die gängigsten Risikomanagement Methoden, die nun angewendet werden, um den VaR Wert zu verbessern, sind Diversifikation, Absicherung und Abwälzung. 

Diversifikation

Mit dem Risikomanagement Beispiel “Diversifikation” ist gemeint, dass die täglichen Geschäfte einer Bank auf verschiedene Stellen und Kunden verteilt werden. 

Das heißt, dass beispielsweise nicht das ganze Geld einer Bank nur an wenige Kreditnehmer ausgeteilt wird, sondern an möglichst viele. Dadurch wird das Risiko gestreut und größere Verluste bleiben aus. 

Absicherung

Bei der Absicherung achtet die Bank stärker auf Sicherheiten, besonders auf Kreditsicherheiten. Damit senkt die Bank die Höhe des Ausfalls eines Kredits, da sie diese Sicherheiten zur Not pfänden kann und der Kreditgeber keinen Totalverlust erleidet. 

Abwälzung

Es ist auch keine Seltenheit, als Ausgleich für das Risiko einen Kostenaufschlag beim Abschluss eines Kreditvertrags oder Ähnlichem mit einzuberechnen. Damit kann die Bank die erwarteten Forderungsausfälle ausgleichen. 

Die Informationen über die erwarteten Forderungsausfälle nimmt man aus vergangenen Geschäftszahlen. Das ist die vertrauenswürdigste Quelle, die eine Bank haben kann. Auch wenn man wirtschaftliche Umstände immer mit einbeziehen sollte.

Man erkennt also, dass das Risikomanagement einen hohen Stellenwert im Bankensektor hat. Mit den richtigen Risikomanagement Methoden kann sich eine Bank optimal auf Verluste vorbereiten, oder sogar komplett aus dem Weg gehen. 

Fazit

Der Bankensektor in Deutschland ist komplex und unterliegt vielen Auflagen zum Schutz der Kunden. Jede Bank geht anders mit diesen Auflagen um und hat daher andere Sicherheitsstandards. 

Bei der Auswahl der richtigen Bank ist es daher besonders wichtig, sich genügend Informationen zu seiner Bank zu holen. Egal ob es sich um eine nationale oder internationale Bank handelt. 

Mit Banksicherheit sollte sich jeder befassen. Nicht nur die Bank kann für mehr Sicherheit im eigenen System sorgen, auch du hast die Verantwortung, deine Accounts und Konten bestmöglich zu sichern.

Besonders mit Mobile Banking steht dir ein nützliches und effektives Tool zur Verfügung. Doch damit kommen auch Gefahren, die du jedoch mit den im Artikel genannten Tipps auf ein Minimum reduzieren kannst. 

In Krisenzeiten ist es besonders wichtig, sich auf seine Bank verlassen zu können. Wirtschaftlich schwere Zeiten können sich sehr verheerend auf den Bankensektor auswirken. Die Finanzkrise von 2008 ist dafür das beste Beispiel. Eine Bank mit gutem Risikomanagement und guten Kennzahlen in der Bilanz ist daher sehr wichtig. 

Die fehlende Digitalisierung in Deutschland ist ein sehr großer Mangel, der in der Zukunft entscheidend sein wird. Der deutsche Bankensektor steht hier in der Verantwortung, ordentlich nachzurüsten und den Anschluss nicht zu verlieren. 

Ausgereifte und sichere Cybersecurity sowie die Digitalisierung der Geschäftsprozesse werden maßgeblich entscheidend sein für sicheres und modernes Banking. Deutschland und der gesamte DACH-Raum müssen daher stetig in die Entwicklung investieren und dürfen nicht zurückscheuen, neue Technologien zu integrieren. 

Letztendlich kann man seine Banksicherheit sehr stark durch Recherche positiv beeinflussen und sollte diese Zeit auch einmalig investieren. Wer mehrere Bankkonten bei unterschiedlichen Banken hat, wird sich viele Probleme sparen und ist zu Krisenzeiten deutlich sicherer und ohne Klumpenrisiko aufgestellt. 

Generell gilt, nicht zu viel Cash auf einem deutschen Bankkonto zu parken. Lieber in stabile Fremdwährungen, Edelmetalle oder Kryptowährungen investieren.

FAQ

Wie kann ich mein Bankkonto schützen?

Prüfe zuerst deine Bank. Schau dir die wichtigen Kennzahlen an, die im verlinkten Video zum Thema “Wie sicher ist deine Bank” aufgezählt werden. Das machst du mit mehreren Banken, um nicht nur einer einzigen Bank dein Geld anvertrauen zu müssen. 

Achte bei der Auswahl deiner Bank auch auf die Cyber Security. Schau dir an, wie viel deine Bank in Digitalisierung und in digitale Sicherheit investiert. Das wird in Zukunft essenziell wichtig sein und sollte daher eine hohe Priorität bei deiner Bank sein. 

Als Nächstes solltest du deine Bankkonten immer überwachen. Gab es merkwürdige Transaktionen, die dir nicht bekannt vorkamen? Hast du unautorisierte Anmeldungen über dein Konto? Hab einen guten Überblick über deine Konten und reagiere auf seltsame Ereignisse sofort. 

Beim Thema Online Banking solltest du immer auf dem neuesten Stand sein. Aktualisiere dein Betriebssystem regelmäßig und änder in bestimmten zeitlichen Abständen dein Passwort.

Logge dich zudem nie über fremde und vor allem öffentliche Netzwerke in deinen Account ein, da diese besonders anfällig für Hacker sind. Deine Daten können hier sehr schnell in falsche Hände geraten. Auch über Spam- und Phishing-Mails versuchen Betrüger häufig an sensible Daten heranzukommen. Lass diese daher ungeöffnet und richte dir ein Spam-Postfach ein. 

Was ist sicherer, mobiles Banking oder Internet Banking?

Mit Mobile Banking hat man eine Software, bzw. eine App, die vom jeweiligen Finanzinstitut zur Verfügung gestellt wird. Diese ist in der Regel 24/7 abrufbar und zeigt dir Transaktionen, Rechnungen und Kontostände an. Außerdem kannst du in Echtzeit Überweisungen tätigen. Mobile Banking ist mit allen modernen mobilen Endgeräten nutzbar. 

Internet Banking läuft über Computer und Laptops. Die Funktionen sind sehr ähnlich, jedoch kommen je nach Anbieter ein paar Funktionen obendrauf. Online-Beratungen oder auch Kreditanfragen sind Funktionen, die besonders nach der Corona-Zeit immer häufiger im Internetbanking enthalten sind. 

Mobile Banking hat bei der Sicherheit den Nachteil, dass es im Gegensatz zum Internetbanking bei der Anmeldung und allen anderen Funktionen lediglich ein Gerät für die Autorisierung benutzt. 

Das heißt, wenn du beispielsweise das TAN Verfahren für Überweisungen nutzt, bekommst du die TAN auf das gleiche Gerät, über das du die Überweisung machst. Das ist beim Internet Banking anders. Hier kannst du Transaktionen über deinen Computer machen, während du die TAN auf dein Smartphone bekommst. 

Auch wenn das Internet Banking daher sicherer ist, hat sich das mobile Banking durch die verschiedenen Apps welche man benötigt und der Freigabe für das Gerät, die man von der Bank braucht, als recht sicher erwiesen. Vorausgesetzt, man hält sich an die oben genannten Tipps.  

Was passiert mit Schulden während der Inflation?

Banken versuchen mit vergebenen Krediten immer Gewinne zu machen. Das machen sie, indem sie Zinsen auf das verliehene Geld setzen. In der Berechnung für die Zinsen steckt letztendlich auch die erwartete Inflation. 

Eine Bank will die Höhe des Zins so ansetzen, dass die Inflation ausgeglichen wird, etwas Gewinn erwirtschaftet wird, aber trotzdem gerade so teuer, dass es sich die Kreditnehmer auch leisten können. 

Du zahlst also immer die erwartete Inflation in deinen Zinsen. Wenn aber die Inflation unerwartet höher ausfällt als gedacht, dann ist die Inflation höher als die Zinsen und die Schulden werden weniger. Das kann sich besonders für Menschen rentieren, die sich von dem Kredit Sachwerte wie Immobilien gekauft haben. 

Wenn du also einen Kredit vor Krisenzeiten aufgenommen hast, kannst du von genau diesen Krisenzeiten stark profitieren. Solltest du aber, nachdem die Inflation stark angestiegen ist, bzw. wenn die Erwartungshaltung in Richtung steigende Inflation steht, einen Kredit aufnehmen wollen, wird er ziemlich teuer sein. 

Ist Inflation gut für Aktien?

Wie bereits erwähnt, sind Sachwerte zu Zeiten von Inflation sehr empfehlenswert. Sie sind wertbeständig und steigen im Preis während einer hohen Inflation. Aktien gelten als solche Sachwerte und sind daher eine gute Anlageklasse. 

Trotzdem muss man bedenken, dass Einzelaktien in Inflationszeiten riskant sind. Zumindest, solange man nicht das nötige Wissen und Erfahrung im Handeln hat. Viele Unternehmen leiden unter den Folgen und Auswirkungen einer Inflation. Manche Unternehmen verlieren in solchen wirtschaftlich schweren Zeiten an Wert. 

Falls man noch Anfänger, bzw. wenig Erfahrung beim Investieren hat, sollte man auf ETF´s zurückgreifen, da diese die besten Unternehmen des jeweiligen Segments widerspiegeln und man sehr gut diversifizieren kann. 

Was sind die Anzeichen einer wirtschaftlichen Depression?

Eine wirtschaftliche Depression bezeichnet einen nationalen Wirtschaftszyklus. Man erkennt sie daran, wie sich das Bruttoinlandsprodukt eines Landes im Moment verhält und wie es um die wirtschaftliche Gesundheit des Landes steht. 

Es gibt vier Konjunkturphasen. Diese sind: Expansive Phase, Hochkonjunktur, Rezession und Depression. Die Depression gibt den tiefsten Punkt der Konjunkturphase wieder. Also den Punkt, wo die wirtschaftliche Aktivität am niedrigsten ist. 

Für so eine Depression gibt es mehrere Anzeichen. Eins davon ist die steigende Arbeitslosenquote. Wenn es eine national hohe Arbeitslosenquote gibt, verlieren viele Bürger an Kaufkraft, was zu einem schlechten BIP führt. 

Auch steigende Inflation ist ein ausschlaggebender Indikator für eine bevorstehende Depression. Der Grund dafür ist ähnlich wie bei der steigenden Arbeitslosigkeit. Die Preise für Konsumgüter werden höher, weshalb die Menschen dazu gezwungen sind zu sparen. Die Folge ist ein Rückgang der Nachfrage. 

Ein weiteres Indiz ist der Ausfall von Kreditkartenschulden. Wenn Privatverbraucher ihre Schulden nicht mehr begleichen können, droht ein starker Rückgang der Nachfrage nach Konsumgütern und schädigt somit der Wirtschaft. 

Die Konjunkturphase ist also maßgeblich davon abhängig, wie die Menschen eines Landes ihr Geld ausgeben. Steigt die Nachfrage, gibt es einen wirtschaftlichen Boom, fällt die Nachfrage, steht ein wirtschaftlicher Abschwung bevor. 

Wie sicher sind Euro Banken allgemein?

Euro Banken sind zwar sicher im Gegensatz zu vielen anderen Banken, jedoch nicht so sicher, wie es der Durchschnittsverbraucher meint. Es ist unumgänglich, sich mit Banken auseinanderzusetzen und die richtige für sich herauszusuchen. 

Besonders sollte man darauf achten, sein Geld nicht nur in einer Bank zu lagern. Auch bei Banken ist Diversifikation sehr essenziell, um sich vor allen möglichen Risiken zu schützen. Es gibt genug Möglichkeiten, heutzutage sein Geld zu verlieren. Da sollte es nicht an der nötigen Banksicherheit fehlen. 

Mit den Tipps in diesem Artikel solltest du jedoch in der Lage sein, jede Bank auf eine ausreichende Banksicherheit und auf die nötige Krisensicherheit zu prüfen. Investiere einfach die nötige Zeit und setze die Tipps um, damit du dein Geld bestmöglich schützen kannst. 

Wichtig ist, dass hier lediglich auf Banksicherheit eingegangen wurde. Das Thema einer möglichen Enteignung und wie man sich davor am besten schützt, ist nochmal ein eigenes. Hierfür ist jedoch Thorsten Wittmann der perfekte Ansprechpartner. Von ihm lernst du, wie du dein Geld vor Enteignung schützen kannst. 

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