CBDC – Digitales Geld kommt unbemerkt und verändert alles

  • 28. August 2020

Digitales Geld wird das Leben von uns allen revolutionieren. Das heißt, bezahlen wird zukünftig anders sein.

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Thorsten Wittmann: Die neue Geldordnung, wie es unser heutiger Gast auch nennt. CBDC, das ist ein Begriff, den die meisten vermutlich noch nicht kennen, was aber unser aller Leben transformieren wird. Wir werfen einen Blick in die Zukunft und warum es wichtig ist, sich bereits heute damit auseinanderzusetzen, denn es wird uns alle betreffen!

digitales Geld kommt

Heute zu Gast, Jürgen Wechsler. Seit über 25 Jahren beschäftigt sich dieser Mann jeden Tag mit dem Bereich Währungen und da ist aktuell mehr los denn je.

Jürgen Wechsler: Ja definitiv!

TW: Das schauen wir uns heute genauer an. Starten wir mit dem Begriff CBDC. Die meisten kennen es vermutlich nicht. Erstmal die Frage, Jürgen, was ist CBDC denn eigentlich?

JW: Ja, CBDC heißt ausgesprochen Central Bank Digital Currency. Auf Deutsch dann übersetzt digitales Zentralbankgeld.
CBDC

Es geht um Guthaben, die auf Unternehmenskonten, von Privatleuten oder auch von Banken sind. Dieses Guthaben sind direkt bei der Zentralbank auf einem Konto gelagert. Also es ist im Prinzip digitales Geld, das direkt bei der Zentralbank gelagert ist.

TW: Heißt das, normale Menschen haben dann beispielsweise ein Konto bei der Zentralbank?

JW: Exakt so ist es. Im Prinzip kann man sagen, dass die Banken nicht mehr ein Girokonto zur Verfügung stellen werden. Sie werden andere Funktionen bekommen. Stattdessen hat man eben das Geld direkt bei der Zentralbank liegen.

TW: Braucht man dann überhaupt noch herkömmliche Bankkonten?

JW: Wahrscheinlich nicht so wie es aussieht. Es kann sein, dass gewisse Dienstleistungen von der Bank ausgeführt werden. Allerdings das klassische Einlagengeschäft, was man bisher gewohnt war, braucht man dann in der Form nicht mehr, denn es kann dann alles über dieses eine Konto abgewickelt werden.

TW: Ok, was sind erstmal so grundsätzliche Funktionen dieses digitalen Zentralbankengelds?

JW: Das digitale Geld wird dem Privatkunden, als Beispiel, zur Verfügung gestellt auf einem Konto bei der Zentralbank und damit kann gezahlt werden. Also ganz normale Überweisungen. Damit kann dann auch später einkaufen. Also diese grundsätzlichen Funktionen, die wir kennen, nur eben, dass es nicht bei einer Bank gelagert ist oder nicht in unserem Geldbeutel, sondern direkt bei der Zentralbank, die es auch ausgibt. Die Zentralbank verwahrt für uns dann auch das Geld in sog. Wallets, ähnlich, wie wir es von Krypto-Währungen kennen und dort dann auch entsprechend für das zukünftige Zentralbankgeld.

TW: Also d. h. komplett online, vermutlich keine Kontoauszüge mehr, das was man von offline kennt.

JW: Genau. Du zahlst dann einfach mit deinem Smartphone, mit der Smartwatch oder eben auch mit anderen Identifikationsmerkmalen. Das können auch dann z. B. Körpertattoos sein, unsichtbare, mit denen dann die Zahlungsvorgänge ausgelöst werden.

TW: Wie kann man sich das vorstellen? Ich bekomme dann auf die Stirn so ein unsichtbares Tattoo oder auf dem Arm bspw.?

JW: Genau. Genau. Und damit kann ich mich identifizieren aufgrund dieses einzigartigen Scancodes, wenn man so will und kann aber dann auch mit einem Mikrochip gemacht werden. Also ganz unterschiedlich. Es gibt ja sehr viele Möglichkeiten das Ganze umzusetzen. Aber wir haben dann das ganze eben gelagert bei der Zentralbank und haben unterschiedliche Medien, um darauf zuzugreifen. Denn viele haben schon Smartphones.

Aber was mache ich z. B. mit Menschen, die bisher gewohnt sind, nur mit Bargeld umzugehen. Oder auch in der älteren Generation ist es schon schwierig mit dem Geldautomaten. Und jetzt sind dann nochmal Neuerungen. D. h., ich muss hier andere Technologien auch nochmal zur Verfügung stellen. Aber die gibt’s schon. Die sind auch schon patentiert. Also das ist kein Hinderungsgrund.

TW: Du hast grad Bargeld genannt. Ist das dann noch möglich? Ist das auch zukünftig gewünscht?

JW: Also Bargeld wird ganz einfach dann weg sein, weil es nicht mehr benötigt wird. Es gab ja bisher die zwei Teile. Als Zentralbankgeld ausgegebenes Bargeld und das Giralgeld, das von den Geschäftsbanken ausgegeben wird. Die Münzen und Scheine fallen dann einfach weg. Es gibt dann einfach nur noch das Zentralbankgeld. Also auch das Giralgeld der Banken kann man damit rausstreichen aus der Gleichung, was auch ein Vorteil für die Verbraucher hat. Weil momentan verlangen ja die Banken schon Umtauschgebühren vom Giralgeld ins Bargeld. Immer mehr Geldautomaten kosten beim Abheben oder auch wenn ich am Schalter Bargeld abheben möchte, dann muss ich eine Umtauschgebühr zahlen vom Giralgeld aufs Bargeld. Und das fällt eben dann auch weg. D. h. viele Kosten fallen dann einfach weg.

TW: Ich hab das ja am Anfang so angedeutet. Das ist ein kompletter Gamechanger für unser aktuelles System, so wie wir es gewohnt sind zu zahlen. Also komplett andere Herangehensweise nochmal. Ich nenne es jetzt mal „moderner“, noch digitaler mit allen Gefahren und Risiken. Wir schauen uns ja den kritischen Bereich auch noch gleich davon an. Es sind Chancen und Risiken damit verbunden.

JW: Genau.

TW: Spannend! Gut. Was sind die treibenden Kräfte? Wer kümmert sich darum? Also in China wird das ja schon bereits in Städten getestet, während die EZB, die Europäische Zentralbank, mehr oder weniger noch zuschaut.

JW: Das ist richtig. In Europa haben wir die EZB, die hat schon eine eigene Taskforce dazu gegründet. Also die sind auch dran.

Es haben auch schon viele Verbände in Deutschland den digitalen Euro gefordert, genauso die Regierung möchte den digitalen Euro haben. D. h. also die EZB ist schon dran. Und die EZB ist eingebunden im Brüssel-System, nämlich bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Das ist „die Zentralbank der Zentralbanken“. Die „Muttergesellschaft“ nochmal. Und dort gibt es also auch nochmal eigenständige Arbeitskreise von verschiedenen Zentralbanken, die sich möglichst schnell drum kümmern wollen, um die Einführung dieser digitalen Währungen. Also die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sozusagen, ist die Koordinationsstelle. Die haben das auch seit Anfang des Jahres sehr stark promotet.

Es kann auch jeder sich die Arbeitspapiere runterladen von der Internetseite, wo eben auch die Ausgestaltungen mal gezeigt werden. Diese Ausgestaltungen, die die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hier vorschlägt, sind natürlich auch die Blaupausen für die einzelnen Zentralbanken.

Als zweiter treibender Faktor ist das Weltökonomik Forum WEF, das letztendlich auch hier im Treffen im Davos Anfang Januar waren viele Arbeitskreise, die sich nur um dieses Thema gedreht haben. Und diese beiden Institutionen und das WEF möchte ja auch Digitalisierung sehr stark vorantreiben international und deswegen arbeiten diese zwei Institutionen hier zusammen.

TW: Ja, wie siehst du das? Ist die EZB bereits abgehängt oder ist es intelligenter da abzuwarten und zu schauen erstmal, was machen die dort genau. Ist hier Geschwindigkeit Trumpf?

JW: Jein! Der Erste der es hat, der hat natürlich einen Vorteil. Denn der könnte ja eine neue Weltleitwährung für sich beanspruchen. Das ist eben das Thema dabei.

TW: Das wäre aktuell China.

JW: Das wäre China momentan! Die sind am weitesten von den großen Nationen. Eben schon im Feldtest, wo sie haben. Also dort sieht man schon mehr. Allerdings ist die EZB eben eingebunden mit der BIZ mit den anderen großen Zentralbanken. D. h., die sind da mit dabei. Und es gibt ja auch schon so kleinen Fahrplan für die nächsten Jahre dafür, wie man das Ganze umsetzt.

TW: Bis wann kann denn so was kommen? Was glaubst du? Was ist realistisch? Wann werden wir wirklich aktiv das bekommen?

JW: Also wahrscheinlich kann es schon bis 2022-2024 eingeführt sein das ganze Thema. Es sind viele Technologien schon da. D. h. also es geht hauptsächlich nur noch um Sicherheitstests, also ob die Programmierung und so, alles passen und wie es dann wie das in der Wirtschaft konkret umgesetzt wird, dass Umprogrammierung von Software dann stattfindet noch, dass dort eine Einführungsphase ist. Und dann kann man gegebenenfalls auch eine Übergangsphase machen. Analoger Euro und digitaler „Neuro“, wenn man so will, dass man das auch in einer Übergangsphase so macht. Ähnlich wie damals bei der Einführung des Euros.

TW: Man bekommt ja aktuell relativ wenig mit von diesem Thema, obwohl das auch so viel Tragweite hat, obwohl ja da schon Planungen sind. Woran liegt sowas?

JW: Also es wird von der allgemeinen Presse momentan nicht aufgenommen. Es ist für jeden nachvollziehbar. Die Institutionen, es ist sehr transparent auch, was veröffentlicht wird in den Internetseiten von den einzelnen Institutionen, also der Fahrplan ist relativ klar schon dargelegt. Auch was schon für Möglichkeiten vorhanden sind. Allerdings wird’s von der allgemeinen Presse momentan noch nicht aufgegriffen.

Also anscheinend soll das noch nicht aufgewühlt werden. Weil was würde passieren, wenn immer mehr merken, dass da eine Geldumstellung kommt, dann würden wahrscheinlich viele versuchen, ihr momentanes Geld umzutauschen in die neue Geldform. Und das könnte natürlich einen Run auslösen auf die Neuen. Ich glaube, das ist momentan nicht so gewollt. Zugriff hat jeder auf die Informationen.

TW: Bevor wir uns mal die Risiken und auch kritischere Themen dazu anschauen, was sind auch mal die Chancen und Vorteile davon?

JW: Also ein Vorteil ist schon mal, dass es insgesamt sicherer ist. Wir haben bisher ja häufig das Thema mit einem zentralen Server, wenn es um Datenmanagement geht. Hier würden wir mit dezentralen Datenbanken arbeiten. Damit grundsätzlich eine höhere Sicherheit, die wir dadurch haben, die wir eben nutzen können.

Das zweite ist natürlich dann auch z. B. als Vorteil für den Staat. Der Staat hätte direktere Zugriffsmöglichkeiten. Also der Staat hat mehr…

TW: Aus Staatsperspektive!

JW: Genau Staatsperspektive! Also wir müssen ja die unterschiedlichen Teilnehmer mal betrachten, welche Vorteile jeder hat.

TW: Tolle Geschichte. Also als Staat freue ich mich natürlich.

JW: Der Vorteil des einen kann der Nachteil des anderen Teilnehmers sein! Das müssen wir uns einfach auch immer bewusst sein. Das ist im normalen Geschäftsaustausch eben auch immer wieder das Thema. Vor allem eben, wenn der Staat direkten Zugriff haben möchte. Und er hat eben dann mehr Transparenz auch über die Zahlungsströme des Einzelnen.

Es können auch die Steuern dann direkt abgebucht werden von diesem Zentralbankkonto. Es muss nicht mehr über einen Umweg oder sonstiges gemacht werden, sondern dann kann man eben eine Steuerrückforderung nochmal für sich beanspruchen. Aber erstmal wird von dem Konto abgebucht. Natürlich auch Sondersteuern können damit auch sehr schnell eingezogen werden von diesen Konten.

Der Staat hat dann mehr Kontrolle über die Bürger, weil er dann ja auch Kontrolle über das Geld hat und über die Zahlungsströme. Oder wie es möglicherweise sogar China macht, dass man da auch nochmal ein Verhaltens-Scoring dran binden könnte oder sowas. Also dort mehr Macht, die an den Staat wieder geht.

Das Dritte im Prinzip, ist dann auch die Zentralbank. Für die Zentralbank hat es auch sehr große Vorteile. Wir haben momentan ein sehr ineffizientes System von der Zentralbankgeldsteuerung. Dieses Zentralbankgeldsteuerungssystem geht über die Geschäftsbanken, wo dann Giralgeld erzeugt wird. Und dieses Giralgeld füttert dann die Wirtschaft. Dieses System hat in den letzten 20 Jahren immer schlechter funktioniert.

Die Zentralbank hat dann immer wieder Geld in den Markt gepumpt, wusste aber nicht wie viel kommt effektiv in der Wirtschaft an. Jetzt zukünftig können sie das Geld direkt auf die Konten von Unternehmen stellen. Deswegen braucht man eben dann auch letztendlich dieses klassische Bankensystem nicht mehr. Weil die Zentralbank kann dann die Geldmenge direkt steuern von sich aus. Damit wird eben der normale Bankenmarkt hier erstmal für diese Funktionsweise obsolet.

TW: D. h. ja letztendlich auch der komplette Bankenmarkt wird komplett auf den Kopf gestellt!

JW: So kann man es sagen.

TW: D. h. es wird sicherlich Geschäftsmodelle geben auch noch für Banken zukünftig, aber es werden Zweige komplett wegbrechen und es wird auch wahrscheinlich wie ein Tsunami drüber fegen. Dann muss man schauen.

JW: Genau. Also das klassische Einlagengeschäft wird wahrscheinlich dann wegfallen. Kredite werden vielleicht auch so laufen, wie wir es jetzt momentan auch schon haben, wie im Bereich der KFW, dass eigentlich die Banken nur die Bonitätsprüfung machen. Aber das Risiko und die eigentliche Liquiditätszurverfügungstellung läuft ja schon über die Zentralbankzusammenarbeit mit der Staatsbank. Also dann können z. B. die Banken bspw. hier einen Kreditprüfungsprozess zur Verfügung stellen.

Wobei man sagen muss, dass wahrscheinlich auch dieser Teil für die Banken wegfällt. Wir sehen die Zentralbanken experimentieren vor allen Dingen nicht mit den Geschäftsbanken in dem neuen CBDC-Feld, sondern sie nutzen eher große Tech-Firmen. Also auch in China wird sehr stark das Projekt gemacht mit Tencent und mit Alibaba. Genauso kann man dann eben Google, Microsoft, Amazon alle mit einbinden. Die haben ja auch schon eigene Kreditprüfungsprozesse. Die kennen wahrscheinlich die Bonität der einzelnen Personen noch viel besser als die Banken momentan aufgrund der Daten, die die zur Verfügung haben.

Die IT der Banken ist viel zu alt und wird einfach nicht modernisiert. Auch ein Kritikpunkt der Zentralbanken. Deswegen wird das Zentralbank-Zahlungsverkehrssystem neu gemacht, weil es viel einfacher, sicherer, schneller und kostengünstiger ist, als die Banken es momentan zur Verfügung stellen können.

TW: Also vermutlich wird es auch dann integriert mit den großen Tech-Unternehmen, die ja heute schon teilweise die Welt dominieren.

JW: Genau. Genau. Also im Prinzip kann man ja sagen, die Tech-Unternehmen übernehmen mittlerweile viele Funktionen von Staaten und Banken. Und das wird sich einfach noch weiter fortsetzen. Wir sehen ja jetzt auch, Apple hat eine Marktkapitalisierung von 2 Bio USD. Das haben viele Staaten nicht als Bruttoinlandsprodukt, als Wirtschaftskraft.

Da sehen wir eigentlich, dass da neue Kräfte auch entstehen. Und diese sind einfach auch von der Technologieplattform weiter vorne dran. Und damit können die Zentralbanken viel besser arbeiten als mit den Plattformen, die momentan die Banken haben. Die Banken machen Initiativen, dass sie AP-Schnittstellen anbieten, um eben vielleicht doch noch besser ins System mit reinzukommen.

TW: War das schon der kritische Bereich auch? Weil also für mich, das was du genannt hast, klang für mich also nicht wie Vorteile. Zumindest jetzt aus Bürgersicht!

JW: Genau! Die Vorteile eben von der Zentralbank und von dem Staat. Die wollen ja mehr Macht haben. Das bekommen die. D. h. natürlich für den einzelnen Bürger bedeutet das, dass man noch mehr einer Kontrolle ausgeliefert ist letztendlich und dass man seinen Zugriff aufs eigene Geld teilweise verliert dabei und wieder mehr Daten preisgibt an den Staat. Also hier mehr Transparenz für den Staat.

Allerdings merkt man einen weiteren Vorteil momentan machen sich ja viele Menschen auch Gedanken, bei welcher Bank kann ich mein Geld noch sicher lagern. Dieses ganze Thema Einlagensicherung fällt dann in dem Moment weg, denn ich hab es ja bei der Zentralbank. Und die kann ja unendlich viel Geld herstellen von dem, was sie dann hat.

TW: Bankenrun, Bankenkollaps, das fällt ja dann alles weg. Es hat eigentlich nur Vorteile für Zentralbanken, Politik.

JW: Genau, genau.

TW: Für große Tech-Unternehmen, wenn die geschickt sind.

JW: Genau. Richtig. Für den einzelnen Menschen wird es bequemer, aber bequemer heißt immer auf der anderen Seite zahlt man was.

TW: Macht für mich ja auch total Sinn, dass wir das gar nicht mitbekommen. Denn es schafft nur Unruhe. Dann will der Bürger vielleicht noch mitdiskutieren wollen. Er wird ja vielleicht darüber nachdenken, was das wirklich bedeutet. Dann gibt’s wahrscheinlich eine kurze Einführungsphase. Dann wird das groß medial und Umstellung, tralla la. Das gibt’s. Da wird dann schon mal darüber informiert. Und dann wird das ruck zuck durchgezogen.

JW: Genau.

TW: Macht ja sehr viel Sinn, wenn man diese Perspektive betrachtet des Gegenübers. Nicht der Bürger!

JW: Genau.

TW: Gut. Gehen wir doch mal ein, was bedeutet das noch weiter, jetzt für den Bürger? D. h., mehr Überwachung, mehr Kontrolle?

JW: Ja, definitiv. Vom Staat vor allen Dingen. Auch Geldströme können leichter nachvollzogen werden, wenn eben kein Bargeld mehr vorhanden ist, ja wie mache ich es dann letztendlich? Also was gibt es für neutrale Möglichkeiten noch, wenn das Bargeld entsprechend wegfällt.

Und da sind natürlich die Finanzströme nochmal wesentlich nachvollziehbarer. Will heißen natürlich auch für das Thema Geldwäsche ist es natürlich sehr gut auch, weil damit das natürlich mehr eingedämmt werden kann. Allerdings wir haben ja schon öfter erlebt, dass dieser Bereich Geldwäsche eigentlich für andere Dinge missbraucht wurde.

TW: Können Steuern direkt einbehalten werden?

JW: Ja, genau. Genau. Steuern können dann sofort direkt bei den Transaktionen abgeführt werden. Der Staat muss nicht mehr warten bis gewisse, wie soll ich sagen, Umsatzsteueranmeldungen oder Einkommenssteueranmeldungen kommen, sondern das kann dann viel direkter dann gemacht werden. Dann geht’s eben im Rückholverfahren, dass dann erst der Staat wieder Gelder zurück gibt von dem Ganzen.

Gleichzeitig kann man auch sehr gut steuern, wieviel Zinsen es überhaupt gibt. Ich kann jetzt auch die Rahmenbedingungen viel besser programmieren als Zentralbank. Ich kann die verändern. Ich kann auch in der Programmierung schnell einen Währungsschnitt reinmachen. Ich kann auch die Inflation mit einbauen. Also bisher ist es ja so, ein Geldschein hat ja in den ganzen Ländern immer eine fast gleiche Funktion, also diese Austauschfunktion. Ein Geldschein hat immer die gleiche Funktion vom Austausch her.

Zukünftig kann ich diese Austauschfunktion anders gestalten. Ich kann z. B. sagen, wenn ein Tourist bezahlt damit, mit dem Geld, dann gibt es einen Preisaufschlag von 20 % als Touristensteuer direkt abgezogen z. B. Also dass der Tourist kann jetzt mit einem 50 Euro Schein genauso zahlen wie mit einem 50 Euro Schein der Einheimischen. Und das kann dann z. B. auch geändert werden, dass dann bestimmte Wechselkurse gelten. Also es ist nicht mehr 1:1 das ganze Thema.

TW: Ja. Es wird vieles verändern, viel direkter. Also zusammenfassend, die großen Gewinner Politik und Zentralbanken, die dürfen sich freuen. Die reiben sich wahrscheinlich schon die Hände. Sie müssen es nur noch richtig aufsetzen damit es passt. Dann auch schön die Menschen vorbereiten. Verlierer? Letztendlich der Bürger und die Banken, oder?

JW: So kann man es nennen, ja. Das sind die zwei großen Verlierer in diesem ganzen Spiel. Vor allen Dingen die Daten, na klar. Man hat Vorteile von der Bequemlichkeit, allerdings ist dann die Transparenz enorm hoch.

TW: Ja, wunderbar. Vielen Dank, Jürgen. Da gibt es noch einiges zu sagen. Wie kann man sich schützen und vorbereiten? Wir hatten ja vor ein paar Monaten auch die neue Geldordnung als Live-Training in unserer Community. Das Training findet in ein paar Tagen wieder statt. Du findest den Link unterhalb dieses Beitrags. Da gehen wir auch auf diese Themen ein und da haben wir mehr Zeit, ca. eineinhalb Stunden. Dort werden viele Tipps und Tricks durchgegangen und was man wirklich tun kann.

Einige Schützlinge von dir haben da schon 2-3-stellige Renditen damit erzielt. Es ist möglich sich auch bereits jetzt darauf vorzubereiten. Also von dem her, freu mich sehr, wenn wir uns dort sehen. Ich werde es moderieren. Du wirst den Hauptteil wieder leisten. Wir hatten Wahnsinnsfeedback. Denn das ist wirklich ein großes, wichtiges Thema. Ich hoffe es ist auch so rübergekommen.

Ich glaube, das wird in den nächsten Jahren vieles bei uns verändern. Das, was wir teilweise bei uns liebgewonnen haben, bzw. manche fallen dann möglicherweise hinten weg.

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Wir sehen uns ansonsten nächsten Freitag wieder. Jürgen, ganz herzlichen Dank.

JW: Danke Thorsten.

TW: Du wirst unsere Community sicherlich noch auf dem Laufenden halten über dieses wichtige Thema. Und wir sehen uns nächsten Freitag.

Viele Grüße, herzlichst dein Thorsten Wittmann und Jürgen Wechsler.

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