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Euro Flucht – Gibt es den Euro 2022 noch? Finanzausblick mit Ex-Top-Investmentbanker Jürgen Wechsler

Wie steht es wirklich um den Euro? Kann dieser kollabieren? Hat die Euroflucht bereits begonnen?

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Thorsten Wittmann: Wir unterhalten uns mit einem Mann, der sich genau mit solchen Themen sehr intensiv beschäftigt. Er ist ein Dauergast für dieses Thema, bei dem sich sehr viel im Hintergrund tut.   

Viele von euch kennen ihn. Ich spreche natürlich von Jürgen Wechsler. Er hat sehr lange im Banking als Führungskraft gearbeitet und Währungen gehandelt. Er kommt aus der Praxis und bringt anderen Menschen bei, wie Währungen funktionieren und wie du davon profitieren kannst. 

Wir haben ein spannendes Thema, jetzt gleich in der ersten Ausgabe von Faszination Freiheit in 2022.  

Lieber Jürgen, schön, dass du wieder dabei bist. 

Jürgen Wechsler: Thorsten, das freut mich auch wieder dabei zu sein und wieder ein spannendes Thema gemeinsam zu beleuchten. Weil es immer so schön heißt: Wem ein Licht aufgegangen ist, der kann nicht mehr hinters Licht geführt werden. 

TW: Du sagst immer gerne: Wahrscheinlich hast du gar kein Blut im Körper, sondern da fließen Währungen durch. Wie lange beschäftigst du dich mit Währungen? Vielleicht das noch, bevor wir dann direkt loslegen. 

JW: Wenn wir jetzt anfangen mit 2022, dann sind es 28 Jahre. 

TW: Fast drei Jahrzehnte inzwischen. Es wird auf jeden Fall spannend und es ist ein hochinteressantes Thema. 

Kannst du zusammenfassen, was passiert dort im Hintergrund? Vielleicht die Dinge, die man gar nicht direkt mitbekommt. 

 

H2 Zukunft des Euros - Übersicht 

  1. USA vs. China 
  2. Euroflucht 
  3. Inflation 
  4. Euro-Kollaps?  
  5. Kapitalverkehrskontrollen 
  6. Was tun? 

JW: Wir haben in den letzten Interviews schon über das Verhältnis zwischen den USA und China, dem Star Wars gesprochen. Es findet ein Währungskrieg der großen Währungs-Mächte statt. Das verschärft sich immer weiter. Es werden kleine Nadelstiche weiterhin gesetzt: Wer darf was tun, welche Firma wird ausgeschlossen, wer kann welche Informationen noch haben…  

Zum Beispiel: China möchte McDonald’s in China zwingen, dass die den e-Yuan verwenden. China ist letztendlich Vorreiter bei den digitalen Zentralbankwährungen. 

Mittlerweile übrigens schon 140 Millionen Test-User, unglaubliche Zahl. Das heißt, sie sind kurz vor der Einführung. Wir hatten damals im Sommer schon darüber gesprochen, dass wahrscheinlich die USA Olympia 2022 in China verhindern möchte. Denn zu diesem Zeitpunkt will China im olympischen Dorf den digitalen Yuan als hauptsächliches Zahlungsmittel nutzen. Die USA hatten damals schon im Sommer ihren Sportlern abgeraten das Ganze zu nutzen. Wir haben schon damals gesagt: Wir schauen was die USA macht, vielleicht findet Olympia 2022 gar nicht statt.  

Jetzt kam ein erster Diplomaten-Boykott seitens der USA, damit eine Düpierung Chinas. 

Dann haben wir nicht nur diesen Diplomaten-Boykott der USA gehabt, sondern es kam zusätzlich auch noch von Australien und auch von Großbritannien. Auch natürlich in Deutschland gibt es momentan Überlegungen. Jetzt haben wir vielleicht, zum Glück für die USA, noch eine zusätzliche Variante in der C-Krise. Eventuell können wir auf die Olympia 2022 verzichten, was den USA sehr entgegenkäme. China hat aber parallel auch die Muskeln spielen lassen. 

Nachdem dieser Diplomaten-Boykott kam, hat China ein paar Ausflüge mit ihren Militärmaschinen gemacht und hat hier die Sicherheitszonen in Taiwan verletzt. Ich glaube, China möchte hier andeuten: Passt auf, wir treffen euch im Finanzbereich! Wenn ihr dort mit uns spielen wollt und uns unsere Bühne wegnehmen wollt, dann vereinnahmen wir möglicherweise Taiwan. 

Hier findet Einiges statt. China und Russland wollen weiterhin ein neues Währungssystem, ein neues Zahlungssystem weltweit aufbauen, das unabhängig vom System der USA ist.  

 

2. Euro - Flucht 

Das Zweite, was auch nicht berichtet werden sollte bei uns: Die Euro-Flucht hat begonnen. Das haben die wenigsten mitbekommen, weil die Presse darüber einfach nicht berichtet. Denn jede Presse, die darüber berichten würde, würde dann als europafeindlich gesehen werden.  

Die Euro-Flucht hat begonnen. Der Euro ist einer der schlechtesten Währungen der letzten zwölf Monate in der Wertentwicklung. Es ist in einer Reihe mit Kriegsgebieten, mit Bürgerkriegsgebieten, mit Schurkenstaaten und mit unerwünschten Staaten. In dieser Riege befindet sich die Euro-Entwicklung. Es ist dramatisch. Aber keiner schreibt darüber. Das kann sich nächstes Jahr noch weiter verfestigen, denn immer mehr merken: Der Euro ist eigentlich nichts oder immer weniger wert. 

 

3. Inflation 

TW: Jetzt hatten wir Inflation als ein großes Trendthema im Jahr 2021. Wie siehst du das in diesem Jahr? Wahrscheinlich nicht so positiv, auf Grund dessen, was ich bis jetzt heraushören konnte. Wie würdest du das Thema Inflation einschätzen? Ist diese gekommen, um zu bleiben oder auch noch viel größer zu werden? 

JW: Man hat hier schon folgendes gesehen: Die Euro-Flucht hat auch mit der Inflation zu tun. Es findet eine starke Geldentwertung statt. Auch kommt wahrscheinlich wenig Gegenwehr aus Europa. Die Inflation beträgt alleine in Deutschland über 5%. Wir sehen auch, dass sich die Geldentwertung hier beschleunigt. Was bedeutet das für den Einzelnen? Wenn du hundert Euro hast, dann wird dein Inhalt auf dem Einkaufswagen immer kleiner. Die Ersparnisse und das Vermögen schmelzen immer mehr dahin. Daher sollte man versuchen, diese 5% Wertverlust durch profitable Anlagen auszugleichen oder sogar einen Gewinn zu erwirtschaften. Die Frage ist, wie du schon gesagt hast, ob die Inflation wieder verschwindet. Nein, die Inflation ist gekommen, um zu bleiben. Denn, was hat uns diese niedrigen Inflationsraten gebracht? Es waren die Globalisierung und der Preisabtrieb. Der kam dadurch, weil die Produktion in die günstigsten Standorte verlagert wurden und damit dieses niedrige Preisniveau erreichten. Momentan haben wir eine De-Globalisierung. Diese bringt einen Preisauftrieb, weil es jetzt eher um die Versorgungssicherheit geht und nicht mehr um die günstigsten Produktionskosten. Plus natürlich die Ökozuschläge. Die kommen in allen Produktionsketten dazu. Das heißt, das ist jetzt kein Thema, welches nur kurz aufflammt. Sondern das ist einfach eine Veränderung, die wir haben.  

Wir haben gestörte Lieferketten. Wir haben überall Verknappung von Waren. Wir müssen einen Neuaufbau der Lieferketten schaffen, ohne Streuung. Wir haben immer noch eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten. Wenn man es im Gesamtzusammenhang betrachtet, dann spielt es auch der Politik in die Karten. Denn es kommt diese gedachte Angebotspolitik. Es ist auch in Deutschland von den regierenden Parteien angedacht, dass mehr Staatseinfluss kommt, da nicht mehr alle Waren im Überfluss vorhanden sind. Wie man es aus dem Sozialismus der DDR kennt: Es gibt grundsätzlich alles, aber nicht immer. Hier hat man es jetzt ins ökologische Denken gepackt, dass es einfach einen geringerer Ressourcenverbrauch gibt, nach dem Motto: Eine Banane, die im Regal nicht liegt, die kann auch nicht verderben. So ist es mit vielen Waren, die wir haben. Obwohl wir so viel Erfahrung mit dem Ausgang dieses Wirtschaftsmodells haben, es ist im Prinzip der Sozialismus des 21. Jahrhunderts, es ist das Modell: „Wenn ich nicht alle reich machen kann, dann mache ich einfach alle arm“. Das ist das, was momentan als neue Strategie stattfindet. Wir wissen, das hat nirgendwo bisher funktioniert und am Ende war immer der Geldwert futsch. Wenn wir aus der Vergangenheit lernen wollen, müssen wir nun rechtzeitig gegensteuern, sonst kommen wir in diesen klassischen wirtschaftlichen Teufelskreis der Geldsysteme. Erstmal wird die Währung inflationiert. Dann brechen Lieferketten. Dies passiert auch jetzt schon. Dann brechen ganze Wirtschaftskreisläufe zusammen. Was momentan auch schon passiert. 

Wenn wir beispielsweise an die Chips in den Neuwagen denken, die momentan fehlen und dazu führen, dass die Neuwagen nicht ausgeliefert werden können, dann sehen wir schon ganze Wirtschaftskreise, die zusammenbrechen. Weil dann die Fahrzeuge nicht mehr da sind. Das heißt, dann können gewisse Waren nicht mehr ausgeliefert werden oder gewisse Termine nicht wahrgenommen werden. Weil die Fahrzeuge, beziehungsweise die Chips, nicht vorhanden sind.  

Die nächste Stufe sind Kreditausfälle. Das haben wir auch jetzt. Wir erleben immer mehr Pleiten von Automobilzulieferern. Wir sind schon jetzt in diesem Teufelskreislauf. Hinterher kommen die Bankensysteme. Die kollabieren, was auch schon von den Aufsichtsbehörden angekündigt wurde. Dies führt irgendwann zu Problemen mit der öffentlichen Versorgung. Die Inflation bei Nullzins steigert auch die Altersarmut. Für die Leute, die noch nicht im Rentenalter sind, für die wird natürlich die private Altersvorsorge bei Negativzins und einer hohen Inflation sehr schwer. Jetzt fragt sich der eine oder andere vielleicht: Warum macht der Staat nichts dagegen? Der Staat ist ein großer Profiteur der Geldentwertung. Das war schon immer so. Deswegen lieben es Staaten, Schulden zu machen. Auch eine Rentenreform kann man damit viel einfacher machen. 

Der Staat hat Interesse an Inflation, weil mit Inflation Fehler der Politik viel leichter kaschiert werden können. Das ist ein Politik-Hausmittel, das schon Jahrhunderte, Jahrtausende funktioniert. Was auch bei uns immer wieder gemacht wurde. An der Spitze der EZB steht eine Politikerin, ehemalig Finanzminister. Diese hat natürlich volles Verständnis für die Politik. Sie hat bereits erklärt, dass sie keine Straffung der Geldpolitik vornehmen wird. Klar, sie wird ihre Brüder und Schwestern hier nicht von hinten erdolchen. 

Man kann sagen, die Schulden des Staates werden immer weniger Wert. Auf Kosten der Sparer und der Anleger. Seien es Tagesgelder, seien es Investitionen, wo in Staatsanleihen investiert werden muss, wie bei Kapital-, Lebensversicherung oder ähnlichem, wo also der Staat gesetzliche Vorgaben dafür gemacht hat. Wenn man sich diese neuen Staatsschulden anschaut, die im Rahmen der Krise gemacht wurden, über hunderte von Milliarden letztendlich, können wir alternativ über eine Steuererhöhung denken. Ich sage dann: Ich muss jetzt 100 Milliarden in einem Jahr mehr einnehmen. Das heißt, jeder Bürger müsste 4 – 5 Tausend Euro mehr Steuern zahlen. Es könnte ein bisschen zu Aufruhr führen. Es ist aber viel einfacher, wenn ich zum Beispiel sieben Billionen Geldvermögen in Deutschland habe, 5 % Inflation. Dann ist es eine stille Steuer, eine leise Steuer von knapp 350 Milliarden Euro. Ich löse das Ganze einfach, indem ich Staatsschulden aufnehme und diese dann über die Inflation entwerte. Der Staat verdient momentan bei jeder Schuldenaufnahme mit Negativzins. Warum ist es so? Der Staat hat nie vor die Schulden zurückzuzahlen. Schulden sind momentan für den Staat eine Einnahmequelle. Das ist auch wichtig zu verstehen. Wir haben hier ein völlig falsches Anreizsystem, weil die Schulden die Budgetsituation verbessern. Wir haben einen Staat, der gegenläufige Interessen zum Sparer hat. Vom Staat ist auch wenig Hilfe hier zu erwarten. Auch die Notenbanken sind zögerlich. 

Übrigens eine ganz nette Anekdote: Die Mitarbeiter der EZB haben aufgrund der Inflation höhere Löhne verlangt. Auch ganz spannend. Da ist das Thema bereits direkt an der Quelle angekommen.  

 

4. Euro-Kollaps? 

TW: Die EZB-Banker haben es anscheinend verstanden. Wie steht es in diesem Jahr um den Euro? Kannst du dir vorstellen, dass es ihn Ende dieses Jahres nicht mehr geben wird? Oder gehst du davon aus, dass es sich mit dem Ventil Inflation verändern wird? Und dass diese nochmal deutlich ansteigen wird? Wir kennen nur die offiziellen Zahlen, die Inflation könnte bereits um einiges höher sein. Da gibt es sehr viele Stellschrauben. Gibt es Ende des Jahres den Euro nicht mehr oder sehen wir nur eine starke Inflation? In welche Richtung kann das Ganze gehen? 

JW: Der Euro wird wahrscheinlich Ende 2022 weiterhin existieren. Allerdings wird die Inflation hoch bleiben und möglicherweise teilweise noch beschleunigt werden. Weil die Lieferketten derzeit noch weiter zusammenbrechen. Das wird in einzelnen Bereichen noch höhere Inflation bedeuten, vor allem offiziell ausgewiesene Inflation. Wer hier regelmäßig einkaufen geht, hat schon gemerkt, dass für die täglichen Güter nicht mehr nur 5% Preisaufschlag fällig sind. Die Preissteigerung ist mittlerweile schon oft über der 10%-Marke. 

Seitens der EZB wird bereits über ein erneutes Neudesign des Euro im Jahr 2024 nachgedacht. Was eigentlich keinen Sinn wegen der geplanten Einführung des digitalen Euro ergibt, der CBDC, die hier kommt. Meiner Meinung nach ist es einfach eine Beruhigung fürs Volk, dass hier wieder etwas getan wird. Aber das Thema ist das eigentliche Produkt dahinter. Der Euro als Währung ist Mist, nicht das Design dessen. Sondern das Produkt Euro erfüllt nicht die Kriterien von Geld. Vor allem die Voraussetzungen Seltenheit und Wertstabilität sind nicht gegeben. Deshalb ist es eigentlich ein legalisiertes Falschgeld, wenn man das so sagen möchte. Mit dem neuen Scheinen versucht man wieder diese amerikanische Marketingweise zu nutzen: Neuer Anstrich und alles ist gut. Dass man da vorne eine gute Schein-Darstellung hat, aber das eigentliche Produkt passt nicht. Deswegen sind auch das Zentralbankgeld und diese Bankkonto-Guthaben bei der Blume des Geldes von der Bank für einen Zahlungsausgleich so weit im Minus. Weil man für ein schlechtes Produkt viele Marketing-Anstrengungen und auch Werbebotschaften braucht, damit das Produkt auch genutzt und akzeptiert wird. Auch der digitale Euro wird es vom Wert her nicht besser machen. Es wird sich zwar die Basis von unseren Geschäftstransaktionen ändern, der finanzielle Austausch, Datenaustausch bei Geschäftsanbahnung, bei Geschäftsabwicklung. Dies ist auch gut für die Wirtschaft. Der Wert des Grundprodukts Euro bleibt weiterhin schlecht und wird schrittweise von den internationalen Staatengemeinschaften abgestoßen. Er wird nicht unbedingt viele neue Freunde weltweit finden. Im Prinzip ist es wie ein großer Öltanker, der auf dem Weltmeer herumfährt und wo jedes Leck, was auftritt, immer notdürftig repariert wird. Eigentlich brauchen wir eine Generalsanierung. Aber die ist ziemlich teuer. Deswegen wurde es nach hinten geschoben. Weil man auch Finanziers braucht. Die Finanziers sind die Bürger. Die muss man so weit bringen, dass die die Sanierung auch freiwillig bezahlen wollen. Da sind wir wieder beim Thema: „Wenn wir nicht alle Leute reich machen können, dann machen wir sie einfach alle arm.“ 

TW: Bevor wir jetzt noch zur letzten Frage kommen: Wie könnten Kapitalflüsse in der Zukunft besser reguliert werden? Wir haben auch durch dich auf das neue Geldsystem bereits hinweisen dürfen. Wir waren die Ersten dank deiner Kompetenz. Wir haben ein Update. Wir werden viel intensiver auf die Hintergründe eingehen. Was kann man jetzt tun und wie kann man sein Geld schützen? Welches komplett neue Geldsystem entsteht parallel, ohne, dass die meisten Menschen das mitbekommen?  

5. Kapitalverkehrskontrollen 

Jetzt noch die abschließende Frage: Wie sieht es denn aktuell mit Kapitalverkehrskontrollen aus? Für diejenigen, die den Begriff nicht kennen, ich übersetze es immer frei mit „Geld-Gefängnis“. Das heißt, dass Geld immer weniger frei transferiert werden kann, dass es immer schwieriger wird. Wie ist dieser Bereich zu sehen? 

JW: Es werden wahrscheinlich im Jahr 2022 noch weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Kapitalflucht kommen. Wir sehen schon, dass aus dem Euro geflüchtet wird und das muss irgendwie eingedämmt werden. Da werden wahrscheinlich weitere strenge Kapitalverkehrskontrollen kommen. Deutsche können immer schwerer Gelder ins Ausland transferieren oder Konten im Ausland bekommen. Das Problem der Kapitalverkehrskontrollen wird sich weiter intensivieren, um die Kapitalflucht aufzuhalten. Da wird bei jeder Überweisung ins Ausland kontrolliert: Ist es denn rechtens, wo es denn hingeht? Wer ist der Empfänger? Dann gibt es nochmal Rückfragen von der Bank, teilweise werden die Überweisungen erstmal blockiert. Ganz spannende Sache. Natürlich ist alles immer nur unter dem Mantel: Verhinderung von Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Terrorismusfinanzierung.  

TW: Das kann ich bestätigen. Ich bekomme auch viel mit, viele Feedbacks. Das sind Überweisungen, wo man vor ein paar Jahren noch überhaupt kein Problem gehabt hätte. Es wird teilweise schon schwieriger, und es wird Dokumentation verlangt. Auch das Thema Konteneröffnung wird ebenfalls immer schwieriger, weil es einfach politisch nicht wirklich gewollt ist. Diesen Eindruck bekommt man zumindest, wenn man das Ganze mit beobachtet.  

JW: Es werden wirklich viele Hürden für Finanzdienstleister, auch aus dem Ausland, gemacht, dass die Deutsche ansprechen, wird immer schwerer gemacht. Die meisten Deutschen müssen dann die ausländischen Finanzdienstleister finden. Es ist nicht illegal im Ausland ein Konto zu führen. Dies ist immer wichtig zu betonen. Manche haben den Eindruck, es ist aber nicht so. Aber es wird verhindert, dass Anbieter hier Deutsche ansprechen. Dort haben wir sehr starke Regulierungen in diesem Bereich, die auch nicht nachvollziehbar sind, die nochmal strenger als in der restlichen EU sind. Zum Beispiel: In der EU genügt es meistens, wenn du Dokumente für deine Finanzanlagen-Bereiche, von deinem Finanzdienstleister in Englisch hast. Weil Englisch die Hauptsprache in der EU ist. Wenn du deutsche Anleger ansprechen möchtest, dann musst du es auch in Deutsch haben. Viele sagen natürlich: Dann verzichte ich einfach auf den deutschen Markt. Die Gründe sind andere, nicht Geldwäsche, nicht Steuerhinterziehung, nicht Terrorismusfinanzierung. Sondern hier geht es um Verhinderung der Kapitalflucht. Es geht vor allem diese stille Kapitalflucht aufzuhalten. Es schreibt kaum jemand darüber. Jedes Jahr verlassen mehr als eine Million Menschen Deutschland und dies sind immer mehr die kapitalstarken Leute. Erst wird häufig Geld nach außerhalb transferiert, bis dann auch die Personen selbst auswandern. 

TW: Dass vor allem kapitalstarke Menschen Deutschland verlassen, das kann ich eins zu eins unterschreiben. Das ist auch das, was ich jeden Tag mitbekomme. Es sind nicht die kapitalschwachen, die rausgehen. Ganz im Gegenteil, es sind eher die kapitalstarken Menschen, die sich genau über diese Themen, die wir gerade besprechen, Gedanken machen. Sie überlegen einfach für sich: Brauche ich das Ganze jetzt? Geht es in die Richtung, die ich mir vorstelle? Immer mehr sagen: Das geht überhaupt nicht in die Richtung, und schauen sich eben dann auch international um. Es gibt da durchaus interessante Möglichkeiten, wo man selber und auch das eigene Kapital deutlich besser behandelt wird, als wir das im Euroraum sehen. 

6. Was tun? 

Noch die letzte Frage. Wie ist dein abschließendes Fazit? Was kann, was sollte man jetzt machen? 

JW: Es ist wichtig, sich aus diesem Geldvernichtungsprozess der Staaten auszuklinken und sich Handlungsalternativen zu schaffen. Ich kann nur sagen: Kümmere dich um deine Geld-Sicherheit und Geldmobilität, bevor es zu spät ist. Das Geld wird mobil, bevor es zu spät im Rahmen der Geldumstellung ist, die stattfindet. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, dann schaue dir unser Online-Training an, das wir da machen. Da gehen wir noch mal tiefer in die Thematik rein, wo das herkommt und welche Lösungsmöglichkeiten hier geboten werden können. 

TW: Das wird nochmal hochinteressant. Wir haben jedes Mal Tausende von Anmeldungen und Tausende Teilnehmer live mit dabei. Ich freue mich schon sehr, dass ich auch hier wieder anmoderieren darf. Ich freue mich auf deine Updates, auf deine neuen Inhalte. Es ist wichtiger denn je, sich damit zu beschäftigen. Du bist ganz weit vorne. Die wenigsten Menschen haben das nach wie vor auf dem Bildschirm. Weil sie sich von allem möglichen ablenken lassen, der Tagespresse etc. Die interessanten Dinge stehen dort nicht. Das ist dann etwas, was wir uns gemeinsam anschauen.  

Jürgen, herzlichen Dank. Das war wieder sehr interessant. Die wunderbare Welt der Finanzen, insbesondere der Währungen. Es ist wichtiger denn je, sich damit zu beschäftigen. Herzlichen Dank dafür. 

JW: Ich freue mich auch drauf. Herzlichen Dank, dass wir heute das Ganze durchführen konnten. Ciao. 

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