5 Tipps zur privaten Altersvorsorge

  • 26. Juli 2018

Heute mit einem sehr wichtigen Thema mit wichtigen Tipps, damit Sie zukünftig kein Lehrgeld zahlen müssen. Wie nutzen Sie die private Altersvorsorge optimal?

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3 Säulen der Altersvorsorge

Fangen wir zunächst mit der Unterscheidung an. Es gibt drei Typen von Altersvorsorge bzw. drei Säulen. Das ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ziemlich ähnlich. Die erste ist die „gesetzliche Säule“. Dazu gehören die gesetzliche Rentenversicherung, die Beamtenversorgung sowie berufsständische Versorgungswerke. Dann gibt es noch die „betriebliche Säule“, d.h. alles, was hier rüber läuft. Betriebliche Altersvorsorge gibt es in unterschiedlichen Durchführungswegen, das ist jedoch nicht unser heutiges Thema.

Wir beschäftigen uns heute mit der „privaten Säule“. Es geht um die private Altersvorsorge und was wir hier tun können.

Tipp Nr. 1: „Anpacken statt hoffen!“

Und zwar: beschäftigen Sie sich mit diesem Thema! Damit meine ich nicht, dass Sie es zum Lebensmittelpunkt in Ihrem Leben machen sollen, aber beschäftigen Sie sich bitte damit. Es ist einfach wichtig. Es ist entscheidend darüber, ob wir später bei Aldi einkaufen müssen oder dürfen, oder ob wir auf Mallorca, auf unserer Lieblingsinsel, leben und dort eben zum Biobauern nebenan gehen.

Finanzielle Bildung macht frei! Ich sage Ihnen meine persönliche Meinung: Finanzielle Freiheit schlägt private oder allgemeine Altersvorsorge! Denn die ist nur ein Teil davon. Beschäftigen wir uns mit finanzieller Freiheit, wissen wir was zu tun ist und können unser Geld wirklich managen, statt einfach nur zur Bank gehen für den Abschluss einer Lebensversicherung, was eher fatal ist. Dazu jedoch später mehr.

Mit finanzieller Bildung sind wir also frei. Denn dann können wir unser Leben genau so gestalten, wie wir es uns vorstellen. Und Altersvorsorge ist dann nur ein Nebenprodukt, oder sogar nur ein „Abfallprodukt“, denn das ist alles geregelt. Viele Menschen glauben, dass für „Altersvorsorge“ auch Altersvorsorge auf dem Produkt draufstehen muss, die gesetzlichen Förderungswege usw. Sie wissen gar nicht, dass es reihenweise andere Möglichkeiten gibt. Das bringt uns auch zum nächsten Tipp.

Tipp Nr. 2: „Schere schneidet Papier“

Dies meint den großen Unterschied zwischen Sachwerten und Geldwerten. Denn historisch war es immer so, dass durch Inflation oder Währungsreform Geldwerte, wie bspw. Lebensversicherungen, wie Bankguthaben, wie Bausparen immer wieder wertlos wurden oder deutlich an Wert verloren haben. Im letzten Jahrhundert haben manche Generationen mehrfach in Deutschland und Österreich ihr gesamtes Geldguthaben hier verloren. Auch kam es zu Enteignungen, wenn Staaten mit dem Rücken zur Wand standen. Auch im Immobilienbereich kann das sogar vorkommen, auch wenn sie als Sachwert immer noch deutlich besser zu werten sind als Geldwerte.

Aktuell wird sehr, sehr viel Geld gepumpt. Und wenn das wirklich mal wirksam wird, dann kann das zu einer sehr starken Inflation führen, stärker als wir es in der Vergangenheit hatten. Es kann so weit gehen, dass es den Euro in 10, 15 oder 20 Jahren gar nicht mehr gibt. Wenn man sieht, dass wir den Euro noch nicht zu lange haben und dieser schon massive Probleme hat, dann sollte man sich hier wirklich darüber Gedanken machen, ob man in diesem Bereich wirklich den Großteil seines Geldes haben möchte.

Warum haben die meisten es aber trotzdem? Ganz einfach, weil Banken, Versicherungen und Politiker uns das empfohlen haben. Und deswegen sollte man eher skeptisch sein, denn in der Historie hat es langfristig noch nie funktioniert. Wenn es so tolle Geldanlagen sind, warum sind die meisten Menschen fast alle nach wie vor im Hamsterrad? Darüber sollte man nachdenken.

Es gibt so viele Möglichkeiten. In unseren Kursen trainieren wir ganz unterschiedliche Möglichkeiten anzusetzen. Das geht hin von Edelmetallen, wie Gold und Silber (kann man auch wiederum in Edelmetalle streuen), Immobilienbereich, Aktienbereich, über Kunst (wir haben Diamanten), und Ackerflächen. Wir haben Holz- und Forstwirtschaft, wir haben Agrikultur, wo man in Obst bspw., wirklich in die Produktion investieren kann. Man kann auch in Fremdwährungen von stabilen Ländern reingehen, Photovoltaik, usw.

Es gibt unglaublich viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie man wirklich Sicherheit umsetzen kann. Das ist dann eine wirkliche stabile, eine felsenfeste Altersvorsorge. Und das hat eben den Effekt, dass man, wenn man sich damit beschäftigt, eben nicht jeden Konsumquatsch mitmacht, viel auf die Seite legen und ein freies Leben führen kann.

​Tipp Nr. 3: „Vorsicht bei Rürup und Riester“

Ein etwas deutscher Tipp, aber auch ähnlich anwendbar für Österreicher und Schweizer.

Es handelt sich dabei um zwei Spezialwege der Altersvorsorge in Deutschland, die man wählen kann und die steuerlich gefördert werden.  Beide haben aber Nachteile, deswegen nutze ich keine dieser beiden Formen und würde das auch in Zukunft nicht tun.

Bei der Rürup-Rente ist es so, dass jeder Euro, den man hier hineinsteckt, fest drin ist und man kann auch nicht kündigen, da die Verträge unkündbar sind. Das sind Voraussetzungen, damit die Rürup-Förderung stattfindet. Und wir sehen gleich auch im nächsten Punkt, warum doch gerade die Verrentungsphase dann nicht sehr vorteilhaft und als kritisch zu sehen ist.

Man hat hier wirklich absolut null Flexibilität und ist den Anbietern teilweise komplett ausgeliefert. Manche Anbieter haben nicht einmal die Möglichkeit, dass man den Vertrag auf einen anderen Anbieter überträgt. Hier besteht also absolut null Flexibilität.

Wenn das mal nicht so läuft, wie man sich das Ganze vorstellt und dann auf bessere Möglichkeiten trifft, hat man ein Problem. Es ist wirklich sehr starr.

Später muss es dann auch versteuert werden, d.h. die Steuervorteile, die man jetzt hat, denen steht dann eben eine komplette Besteuerung später gegenüber.

Und jetzt zur Riester-Rente. Die kann unter bestimmter Konstellation grundsätzlich sehr interessant sein. Da hat man zumindest die Möglichkeit, dass man sich im Rentenalter einen gewissen Teil dann ausbezahlen lassen kann. Jetzt aber das große „Aber“, denn man kann hier zwar auch in Sachwerte hineingehen, das hatten wir im Punkt Nr. 2, die sind deutlich empfehlenswerter.

Das Problem ist aber folgendes, nehmen wir mal einen Aktien-Ansparplan: die Anbieter können hier kaum in Aktien investieren bzw. tun es kaum, denn sie müssen die Beitragsgarantie, die 100 % der eingezahlten Beiträge, sicherstellen. Was machen sie dann? Sie müssen in sehr, viele festverzinsliche Werte investieren, um sicher die 100 % Garantie zu erreichen. Da es in der heutigen Zeit aber so wenig Zinsen gibt, ist dies das Problem, was viele Riester-Verträge dann haben.

Wenn man also einen Aktien-Ansparplan hat, meint man, sehr viel in Sachwerte investiert zu sein. Stattdessen ist man gar nicht wirklich in Sachwerte investiert, sondern v.a. in festverzinslichen Papieren mit wenig Zinsen und dann hat man wieder das Problem, was wir uns beim Punkt Nr. 2 angesehen haben.

Und genau das ist das Problem bei diesen beiden Vertragsformen. Also sollte man da wirklich gut überlegen und für sich prüfen, ob sich hier die Steuervorteile rechnen.

​Tipp Nr. 4: „Keine Verrentung!“

Vermeiden Sie „klassische Verrentungen“. Gemeint sind v.a. Rentenversicherungen, denn die haben sehr verschiedene oder vielschichtige Nachteile, wie auch hier die mangelnde Flexibilität.

Zwei Nachteile sehen wir uns mal an. Zum einen Sie müssen relativ alt werden, denn die Lebensversicherungen müssen eher konservativ kalkulieren, haben natürlich auch hier eigenen Gewinn, den sie einkalkulieren. Und wenn Sie dann besonders alt werden, dann haben die eher ein Problem, d.h. die gehen dann von den Sterbetafeln relativ weit nach oben.

Das können Sie mal kalkulieren. Wenn Sie bspw. 100 000 Euro Guthaben dort haben, wie lange müssen Sie denn warten, bis Sie dies durch die normale, monatliche Rente wieder ausbezahlt bekommen. Das dauert in der Regel sehr, sehr lange. Sie müssen wirklich schon sehr alt werden. Die Sterbetafeln sind da eher gegen Sie gerichtet.

Und dann Nachteil Nr. 2. Wenn man jetzt heute eine Rente erhält, ja, wie ist denn in ein paar Jahren die Inflation? Haben wir in 5 oder in 10 Jahren überhaupt noch den Euro, nachdem wir den nicht sehr lange haben und der schon mehrfach Schwierigkeiten hatte und auch schon durchaus vor dem Kollaps stand? Die Frage ist, ob es die Euro-Währung noch in 5 oder 10 Jahren geben wird. Welche Währung haben wir dann stattdessen? Wie sieht dann der Umrechnungsschlüssel möglicherweise aus? Werden die Verschuldungen gerade von den EU-Staaten weiter sehr stark nach oben gehen und ausufern und bis hier interveniert werden muss, damit es noch alles irgendwie einigermaßen funktioniert?

Deswegen muss ich sagen, gerade alleine aus diesem Grund wäre ich sehr vorsichtig. Und nehmen wir mal an, dass wir mal auf 5 Jahre eine höhere Inflation sehen würden, wie bspw. 10 %, dann haben wir linear somit nur noch die halbe Kaufkraft. D.h. bspw. die 500 Euro monatliche Rente, die jetzt noch sehr gut klingt, wer weiß, was die überhaupt dann für eine Kaufkraft in 5 Jahren möglicherweise haben wird. Also, hier sollte man Vorsicht walten lassen. Deswegen bin ich definitiv kein Fan von monatlicher Verrentung und Rentenversicherung. Davon besser die Finger lassen. Da gibt es deutlich bessere Alternativen.

Nehmen wir den Bereich Immobilien. Da haben Sie einen wirklichen Wert dahinter. D.h. die kann man immer vermieten, das ist ein wirklicher Sachwert und ist eben kein Stück Papier, wo ein bisschen Zinsen dann draufgegeben werden.

​Tipp Nr. 5: „Immer besser jetzt starten, als irgendwann später!“

Nutzen Sie diese Möglichkeiten! Denn gerade wegen dem Zinseszinseffekt, der immer exponentiell verläuft, ist es wichtig früh einzusteigen. Wenn aber jetzt die letzten Jahre fehlen, dann hinken Sie hinterher. Und das ist das Problem. Je jünger Sie sind, desto einfacher ist es, Geldvermögen und finanzielle Freiheit aufzubauen. Da ist man auch nicht so gewöhnt an diesen ganzen Konsumquatsch, denn die wirklich schönen und wichtigen Dinge im Leben, wie Liebe, wie Freiheit, Leidenschaft, diese kann man eben nur bedingt mit Geld kaufen, man kann es zwar ein bisschen unterstützen, aber letztendlich müssen die von innen kommen. Das bringt eben nicht viel, wenn man sich durch möglichst viel Konsum ablenkt, sondern dass man das Leben einfach hält, auf das Wesentliche fokussiert und an seiner eigenen Freiheit arbeitet und dem Hamsterrad entflieht.

D.h. möglichst nicht dem Konsumwahn verfallen und es so einfach und simpel wie möglich halten. Und wichtig: Jetzt starten! Nicht irgendwann später. Man sagt oft: Ja, dann werde ich gut verdienen. Doch später steigen die monatlichen Kosten erfahrungsgemäß. Man ist dann nur auf einem höheren Standard, aber relativ gesehen immer noch in demselben Hamsterrad wie davor.

Deswegen immer heute, hier und jetzt starten, auch wenn es nur 1 Euro pro Tag ist, auf jeden Fall Geld auf die Seite legen. Für sich selbst ist das übrigens auch sehr gut, denn man kommt in eine „Überflussmentalität“. Man hat mehr Geld, als man benötigt und kommuniziert sich das jeden Tag, jeden Monat immer wieder aufs Neue.