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Bankensicherheit und wie sicher ist dein Geld bei deiner Hausbank wirklich?

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Wie kannst du in nur 5 Minuten ganz schnell und einfach prüfen, wie sicher deine Bank aufgestellt ist in einem Schnellcheck?

Dazu schauen wir uns heute zwei Kennzahlen an.

Dieses Thema ist wichtig! Wir haben auf Zypern 2013 bereits gesehen, dass es die ersten Bail-In-Fälle gab. D. h., du haftest mit deinem Guthaben grundsätzlich mit, wenn deine Bank insolvent und pleite geht. Ja und diese sind nicht mehr so gut aufgestellt. Vielleicht kennst du auch das Interview mit Dr. Markus Krall. Wir haben für dieses Video inzwischen über 80.000 Views bei YouTube. Bankeninsider, Bankenunternehmensberater Dr. Krall stellt ganz klar dar, warum du sehr aufpassen solltest, bei welcher Bank du wie viel Geld hast.

Du solltest dieses Thema absolut auf deinem Schirm haben, wenn dir dein Geld lieb ist und du nicht negative Erfahrungswerte haben möchtest, d. h. mit diesem Thema viel Geld verlieren möchtest. 


Schauen wir uns deswegen diese zwei Kennzahlen zum Banksicherheitsschnellcheck an.

Kennzahl Nr. 1: Eigenkapitalquote

Was du hier einfach als Erstes machst, du „googelst“ quasi nach der Bank und der Bilanz und schaust dir diese näher an. Da findest du dann die Aktiva und die Passiva.

Auf der Passiva-Seite findest du das Eigenkapital. Dann nimmst du dieses Eigenkapital und teilst es durch die Gesamtbilanzsumme. Dann hast du den prozentualen Anteil des Eigenkapitals.

Eigenkapital

Dieser Wert sollte mindestens 8 %, optimalerweise auch 10 % und mehr betragen.

Um das mal ein bisschen praxisnäher zu berechnen, haben wir uns das ganze mal bei der Deutschen Bank angeschaut. Wie gut steht die Deutsche Bank denn beim Thema Eigenkapital dar?

Da kommen wir auf einen Wert von 4,7 %! Das ist ein ziemlich niedriger Wert. D. h., über 95 % sind Fremdkapital, also der 20-fache Wert von dem, was an Eigenkapital vorhanden ist.

Im Vergleich dazu hat der deutsche Mittelstand im Durchschnitt eine Eigenkapitalquote von über 31 %!

Die meisten Unternehmen, die mit so einer niedrigen Eigenkapitalquote von bspw. 5 % von einer Bank Geld und Kapital möchten, werden es häufig nicht erhalten.

Schauen wir uns zum Vergleich auch mal einen Wert dazu aus unserer Fallstudie „13 legale Auslandskonten für mehr Geldsicherheit und sofortigen Enteignungsschutz“ an.

 Wenn wir uns hier die Bilanz einer unserer Bankempfehlungen näher anschauen, dann liegen wir hier bei einem Wert von fast 10 % für die Eigenkapitalquote. Dies ist ein insgesamt sehr guter, solider, überdurchschnittlicher Wert.

Kennzahl Nr. 2: Bankenrun-Liquidität

Die zweite Kennzahl ist die sogenannte Bankenrun-Liquidität. Wenn alle Gläubiger, also alle Bankkunden mit ihren Einlagen sagen würden „Ich möchte gerne mein Geld haben“, wie viel könnte davon ausbezahlt werden heute, hier und jetzt?

Dazu schauen wir uns die jeweils täglich fälligen Werte an. Da müssen wir bei der Bilanz genauer hinschauen als bei der Eigenkapitalquote.

Als erstes schauen wir auf der Passiva-Seite nach den Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, sprich die Einlagen, die täglich fällig sind. Das ist normalerweise ausgewiesen.

Dann schauen wir auf die Aktiva, wie viel da wirklich vorhanden ist. Da haben wir dann die Barreserven, liquiden Mittel, flüssige Mittel, je nachdem, wie es dort vermerkt ist. Dann gleichzeitig die Forderungen gegenüber Banken, die ebenfalls täglich fällig sind.

Die Frage ist, ob wir diese Daten auch immer wirklich genauso bekommen. Das wissen wir nicht. Deswegen auch gleich dazu ein bisschen mehr, was diese Kennzahlen aussagen und was nicht. Das ist ein grundsätzlicher Wert, den wir erhalten sollten.

Dann teilen wir diese Werte. D. h. die flüssigen Mittel und Forderungen gegenüber Banken, die täglich fällig sind, gegenüber den Verbindlichkeiten von Banken und Kunden, die ebenfalls täglich fällig sind.

Dann erhalten wir einen prozentualen Wert. Dieser sollte mindestens 30 % und besser 50 % und höher sein. Wir werden nie auf 100 % kommen. Das wäre utopisch. Aber es kann sein, dass, wenn es wirklich auch einen Dominoeffekt geben sollte und dann wirklich viel eingefordert wird von anderen Banken und von den Kunden, dann sollten Banken hier wirklich gut aufgestellt sein. Ansonsten kann es hier ein größeres Problem geben.

Also wie hoch ist dieser Wert? Schau bei deiner Bank da genau hin.

Hier nochmal der Wert von unserer Bank aus der Fallstudie, die wir vorhin schon angesehen hatten.

Hier liegen wir über 61 %. Das ist insgesamt ein sehr solider, sehr guter Wert. Da müsste viel passieren, damit so eine Bank in Bedrängnis kommen sollte.

Schauen wir uns an, was die Werte dieser Kennzahlen aussagen und was nicht.

1. Keine Detailanalyse

Also zum einen haben wir hier keine Detailanalyse. Ich denke, das ist klar. Wir haben uns hier sozusagen zwei Schnellkennzahlen angeschaut, die aber schon einen sehr guten Hinweis geben.

2. Stichpunktbezogen

Die Analyse ist stichpunktbezogen, also genau an einem bestimmten Tag, zum Beispiel am 31.12. des Jahres. Danach, davor, ein halbes Jahr später, wie viel Zeit auch immer vergangen ist, kann das schon ganz anders aussehen. 

Banken betreiben gerne Bilanztuning. Die wissen, dass die Bilanzen beäugt werden und tunen die vielleicht noch ein bisschen und machen dann bestimmte Umschichtungen möglicherweise erst später, damit die Bilanz möglichst gut aussieht.

3. Gute erste Indikatoren

Aber insgesamt haben diese Kennzahlen eine Aussagekraft und stellen einen Schnellcheck dar. Wenn diese Werte nämlich bereits schlecht sind, solltest du definitiv keine größeren Gelder auf dieser Bank parken! Wenn diese Werte schon sehr gut sind, ist diese Bank tendenziell auch gut aufgestellt!

Es gibt dir schon mal einen sehr schnellen Überblick. Das ist etwas, was viele Menschen nicht wissen, wie einfach und schnell man diese Werte letztendlich berechnen kann. Es kann äußerst viel für deine Geldsicherheit bedeuten.

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Wir haben auch einen Geldsicherheits- und Eurocrash-Report. Diesen kannst du kostenfrei downloaden. Denn Vorsorge ist in diesen Zeiten alles.

Hoffen wir, dass wir manche Vorsorgemaßnahmen da draußen nicht benötigen werden. Aber viele Dinge kosten überhaupt kein Geld, sondern vielleicht nur ein bisschen Zeit!  Die Historie hat gezeigt, dass man besser zu viel vorsorgen sollte als zu wenig, gerade was das Thema Geldsicherheit betrifft.

Ansonsten sehen wir uns nächsten Freitag wieder. Ich freu mich auf dich. Lebe deine finanzielle Freiheit.

Dein Thorsten Wittmann®

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