• Home
  • |
  • Blog
  • |
  • Bargeldabschaffung kommt – Analyse CBCD Notenbankbericht

Bargeldabschaffung kommt – Analyse CBCD Notenbankbericht

CBDC Notenbankbericht und digitales Zentralbankengeld - das Thema Bargeldabschaffung ist explosiv! Ein ganz, ganz heißes Eisen. Was ist der Plan der Europäischen Zentralbank? Wir haben für dich nachgeforscht!

More...

Es ist der Albtraum eines jeden freiheitsliebenden Menschen und der Traum eines jeden Kontrollstaates. Denn was wir uns heute anschauen hat viel mit Macht und Kontrolle zu tun. Die meisten Menschen haben keine Ahnung, was im Hintergrund der Geldpolitik bereits diskutiert und vorbereitet wird.

Die BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich), die Notenbank der Notenbanken mit Sitz in der Schweiz, hat zusammen mit der EZB (Europäische Zentralbank) mit der US FED, den Notenbanken von Kanada, Japan, England und Schweden einen Bericht herausgegeben, dessen Inhalt ich hier für dich einmal mit persönlichen Anmerkungen zusammengefasst habe. 

Du findest den Anfang Oktober 2020 erschienenen kompletten Bericht hier auf unserem Blog:

In diesem Beitrag sehen wir uns eine Zusammenfassung rund um das heiß diskutierte Thema Bargeldabschaffung an. Warum dich die Thematik interessieren sollte? Wer das Geldsystem steuert, auch wenn alles digital ist, der steuert letztendlich die Welt.

Deswegen ist das Bargeldverbot eine äußerst wichtige Problematik und wir müssen Bewusstsein dafür schaffen, wie das Zentralbankgeld und die Bargeldabschaffung umgesetzt wird.

Dass es umgesetzt wird, ist für mich persönlich keine Frage mehr. Ob uns das alles gefällt - insbesondere nach den Kritikpunkten, die wir uns am Ende des Beitrags anschauen - das ist eine komplett andere Frage.

Aber dass das Zentralbankgeld und die Bargeldabschaffung kommen werden, das ist bereits sicher. Wie es die Geldpolitik letztlich umsetzt, ist jedoch unklar! Deswegen ist es so wichtig, dass wir den Verantwortlichen auf die Finger schauen. 

Je mehr Menschen Bewusstsein für dieses Thema haben, umso wichtiger. Wir sind mit die Ersten, die sich wirklich aktiv um die Thematik Bargeldverbot und digitales Zentralbankgeld (CBDC) kümmern.

CBDC Hintergrund

1. Hintergrund Bargeldabschaffung Deutschland

Schauen wir uns zunächst einmal an, was hier genau gemacht wird.

Wenn wir über die Abschaffung von Bargeld sprechen, müssen wir uns auch die CBDC ansehen. CBDC bedeutet digitale Zentralbankenwährungen. Der digitale Euro der Geldpolitik.

Das ist beispielsweise nicht vergleichbar mit normalen digitalen Transaktionen. Sondern es steckt viel mehr hinter diesem Zahlungsverkehr. Denn letztendlich ist es auch ein potenzieller Ersatz für Bargeld. Dies wird dann nicht mehr benötigt.

Wie der Report schön sagt: „CBDC would be a new type of central bank money.“ Das heißt digitale Zentralbankwährungen würden eine neue Art von Zentralbankengeld darstellen. Weiter bedeutet das, dass ein neues Geld erschaffen und kreiert wird

Es wird also etwas vorher nie Dagewesenes produziert und in den digitalen Zahlungsverkehr eingeschleust.

Die Zentralbanken können zukünftig direkt steuern – gerade, wenn sie Banken außenvorlassen - wie viel Geld hineingepumpt wird und wo es genau hingeht

Genau hier sehe ich eine Problematik der Zentralbanken, die nicht in den genannten Motiven und Gründen für die Einführung von digitalem Geld aufgeführt wird. Die Zentralbanken können dann direkt 1 zu 1 steuern, was mit dem Geld passiert. Das ist bis dato mit den Zwischenmittlern, den Banken, nicht möglich. 

Oftmals halten sich Banken nicht im Detail an das, was ihnen die Zentralbanken vorschreiben. Durch die Bargeldabschaffung können die Zentralbanken zukünftig direkt steuern und in die Geldpolitik eingreifen. 

Genau das ist der interessanteste Punkt aus Sicht einer Notenbank. Jedoch wird dieser im Bericht gar nicht erwähnt, wenn wir uns im Folgenden die Motive genauer anschauen.

2. Motive Bargeldabschaffung

Im Bericht wird beschrieben, welche Vorteile die Bargeldabschaffung und die Einführung eines digitalen Zentralbankgeldes mit sich bringt. Außerdem werden Gründe aufgeführt, warum sich die Zentralbanken auch zukünftig mehr und mehr mit dem digitalen Geld auseinandersetzen sollen. Schauen wir uns die Punkte mal an.

2.1. Zugang digitales Zentralbankengeld

„Die Bargeldnutzung geht zurück. Deshalb gibt es die Besorgnis, dass der Zugang zu „risikofreiem“ Zentralbankengeld verloren geht und damit auch das Vertrauen in die Währung.“

Dieser Gedanke ist durchaus interessant. Eventuell geht Bargeld auch deswegen zurück, weil es ganz bewusst von den Regierungen immer mehr und mehr zurückgedrängt wird

Wenn man besorgt darüber ist, dass Bargeld zurückgeht, lohnt es sich mitunter auch einmal dort nachzuschauen. Das ist aber gar nicht gewollt. Ja, das zentrale Geld bietet eben genau diese Möglichkeit, dass mehr Steuerung und mehr Kontrolle von genau diesen Institutionen ausgeübt werden kann.

Weiterhin ist es überaus interessant von „risikofreiem“ Zentralbankengeld zu sprechen.

Also ich weiß nicht, wie du das siehst. Aber, wenn eine Währung durch viel, viel Gelddrucken und viele Verschuldungen, ausgehöhlt wird, noch von „risikofreiem“ Zentralbankengeld zu sprechen ist kritisch.

Vielleicht sollte man das ein bisschen differenzierter sehen und hinterfragen, ob das Zentralbankgeld wirklich so risikofrei daherkommt, wie dort beschrieben ist.


2.2. Elastizität

„Bargeld ist die Alternative zu elektronischen Geld. Der Gebrauch nimmt jedoch ab.“

Ja, schon wieder das Problem, dass die Bargeldnutzung abnimmt. Ach was soll man nur machen? Vielleicht wird es auch massiv vorangetrieben? Aber das ist eben im Moment so. Dieser Entwicklung kann jedoch entgegengesteuert werden.

„Deswegen muss eine Alternative geschaffen werden, die als Back-up Lösung zur Verfügung steht.“

In der Bevölkerung werden immer mehr Stimmen laut, die nach Alternativen verlangen. Es haben also ganz viele Menschen ein ganz großes Problem mit der Nutzung von Bargeld und wollen deswegen so eine Alternativlösung? Mir kommt das komisch vor.

2.3. Diversifikation

„Vermeidung von Monopolbildungen und großer Bandbreiten an Netzwerken und Systemen.“

Wir haben ein sehr breites Bankensystem. Also ein interessanter Punkt finde ich persönlich. Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass dort das allergrößte Monopol überhaupt erschaffen wird. Das System ermöglicht diese Monopolstellung, und zwar durch die Zentralbanken, die alles direkt steuern und leiten können.


2.4. Inklusion

„Eine Zahlungsmöglichkeit auch für die Menschen bereitstellen, die noch skeptisch gegenüber elektronischer Zahlungsweise sind, keinen Zugang dazu haben oder um die Sicherheit ihrer Daten fürchten.“

Naja, vielleicht haben die Menschen auch bestimmte Gründe, die sie grundsätzlich skeptisch gegenüber elektronischem Zahlen machen. Das Thema Datensicherheit schauen wir uns gleich noch an.

Indirekt wird gesagt: Wenn die Notenbank sich darum kümmert, dann brauche ich mir um das Thema Datensicherheit keine Sorgen mehr machen.

Für mich bedeutet das, die Menschen denken, dass Hacker und allen voran russische Cyberkriminelle (die ja überall irgendwo mit involviert sind), von einem Cyberangriff absehen, weil es eben eine Notenbank ist.

Es besteht der Glaube, dass grundsätzlich gar nicht gehackt werden kann und die Daten sicher sind. Warum? Denn es ist ja die Notenbank! Also ganz klar. Deswegen, wunderbar! Ich denke, du hörst so ein bisschen die Ironie heraus.

Nach dieser Logik müssen wir uns dann keine Sorgen mehr um Datensicherheit machen. Unsere Daten würden dort immer nur im Sinne der Bürger und im Sinne der Menschen benutzt werden. Grundsätzlich werden sensible Daten nur im Sinne der Bürger und für das Gemeinwohl und für die Demokratie verwendet. Da können wir alle sehr erleichtert sein.

2.5. Länderübergreifende Zahlungen vereinfachen

Das ist mal ein wirklicher Vorteil.

Vielleicht kennst du das auch von Überweisungen in die USA etc. Gerade die internationalen Transaktionen in ein anderes Bankensystem und der damit verbundenen Service könnten durchaus schneller, einfache rund effizienter gestaltet werden.

Das wäre zumindest mal ein berechtigter und ausschlaggebender Vorteil gemessen an den wirklichen Nachteilen, die wir uns später noch ansehen.


2.6. Privatsphäre

„So wie Bargeld anonym ist, könnte CBDC für elektronisches Bezahlen die anonyme Variante sein. Volle Anonymität ist nicht plausibel. Während Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung nicht im Sinne der Zentralbanken sind, so werden sie doch deren Anforderungen gerecht.“

Hm interessant, eine anonyme digitale Alternative zu Bargeld, die die Privatsphäre wahrt. Sagen wir es, wie es ist: von voller Anonymität können wir uns im Grunde sowieso verabschieden. Volle Anonymität wird es garantiert nicht geben. 

Ich persönlich bin auch überzeugt, wenn das Ganze umgesetzt wird, wird zwar auch von Datenschutzsicherheit und auch von Anonymität gesprochen. In der Realität kann das so aber nicht gewährleistet werden.

Das heißt, die Institutionen wissen alles. Sie haben Informationen über unseren Zahlungsverkehr. Sie wissen wann, wie und was gemacht wurde. 

Die Institutionen wissen, was sie heute zu welchen Preis eingekauft haben. Sie haben Informationen darüber, dass sie mit der Familie noch für 8 Euro Eis essen waren. Das ist dann alles abgespeichert.

Diese Daten können auch noch in 10, 20, 30 oder 50 Jahren abgerufen werden. Das heißt, man kann für jeden Menschen ein perfektes Bewegungsprofil kreieren und auch noch viele weitere Dinge darüber hinaus steuern. Dazu später mehr.


2.7. Vereinfachung von staatlichen Geldern

„Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass Hilfs- und Fördergelder an die Menschen gehen. CBDC könnte dies vereinfachen.“

Meiner Meinung nach könnte man schon heute mit den vorhandenen Möglichkeiten Arbeitsvorgänge digitalisieren und somit einfacher gestalten.

Auf der anderen Seite stellen diese Möglichkeiten auch Risikopunkte dar, wenn es um den Staat und dessen Geldausschüttungen geht.

3. Risiken von CBDC

3.1. Verschmelzung von Monetär- und Fiskalpolitik 

Dies bedeutet Verschmelzung des Geldsystems und des Staates, sodass beide zusammenwirken. Auf diese Weise werden beispielsweise auch Steuern eingezogen. So gibt es möglicherweise Schnittstellen zwischen dem Geldsystem und dem Staat, die mehr oder weniger eins werden.

Wie wir bereits wissen, gibt es schon sehr starke Schnittstellen zwischen den beiden Institutionen. Darüber hinaus begünstigen sie sich gegenseitig. Ein Beispiel dafür wäre die europäische Zentralbank in Italien, bei der Milliarden und Abermilliarden weitergeben werden. Auf diese Weise soll das System am Laufen gehalten werden, um Staatsbankrotte zu vermeiden.

Es wird auch in der Zukunft genauso weiterlaufen. Diese Verschmelzung ist auch definitiv ein großer Kritikpunkt.

Diesen Zusammenhang müssen wir uns besonders in Bezug auf die Digitalisierung und die Einführung einer digitalen Währung vor Augen halten. Also wenn man das ein bisschen weiter fortspinnt, ist das schon besorgniserregend.


3.2. Datensicherheit

Darüber haben wir bereits gesprochen. Nur weil es eine Zentralbank ist, heißt es noch bei weitem nicht, dass dort die Daten wirklich sicher sind.

Die Zentralbank schützt uns auch nicht vor dem Worst-Case-Szenario - Identitätsdiebstahl. Die Daten, die von den Banken erhoben werden, können, ähnlich wie bei den sozialen Medien, gesammelt, weiterverkauft oder noch schlimmer gestohlen werden.

Und hier sprechen wir vom Thema Geld, was nochmal eine ganz andere Sache ist. Das heißt, es wird dort ganze Branchen oder ganze Hackerbereiche geben, die sich zukünftig darauf spezialisieren.

Hierbei von absoluter Sicherheit zu sprechen, das wäre einfach fahrlässig. Also kurz gesagt, bei allem was digital ist gibt es keine 100 % Sicherheit. Punkt! Damit muss man einfach leben. Wie hoch jetzt die Wahrscheinlichkeiten sind, ist eine andere Frage. Aber eine absolute Sicherheit wird es beim Thema Geld und Zahlungsverkehr im Netz nie geben.


3.3. „Digital Runs“

Hier wird also ein digitaler Banken Run beschrieben, der durch die Digitalisierung und ständige Verfügbarkeit schnell von statten gehen kann. Hier stellt sich die Frage, ob es anders ablaufen wird als bei einem analogen Banken Run. Die Hürde ist hier einfach noch einmal eine andere, als wenn man das ganze digital machen kann.

Wie können sich die Notenbanken hierauf vorbereiten? Das ist ein interessantes Thema - wir haben ja keine Erfahrungswerte, wir haben auch generell mit digitalen Währungen keine Erfahrungswerte. Deswegen tasten sich auch die Notenbanken nach und nach an dieses Thema heran.


3.4. Kosten Bargeldabschaffung

Die Einführung von digitalen Zentralbankenwährungen sind natürlich auch mit hohen Kosten verbunden. Dieser Punkt ist hier auch mir aufgeführt.

3.5. Kontrollverlust der Notenbanken

Wir leben in einer spannenden, sich stets verändernden Zeit.  Ich formuliere es mal so: hier geht es natürlich darum, dass die Notenbanken auch schauen, wie sie die Kontrolle über unsere Währungen behalten, sodass ihnen die Kontrolle nicht entgleitet.

Auch mit alternativen Währungssystemen, wie beispielsweise dem Bitcoin, müssen die Notenbanken konkurrieren. Zurzeit fließt in solche private Währungen mehr und mehr Geld, was natürlich auch Aufmerksamkeit auf sich zieht. Gleichzeitig stellen sie eine Alternative dar, um nicht im System der staatlichen digitalen Währung dabei zu sein.

4. Kernprinzipien

Hier geht es um die Kernprinzipien von digitalen Notenbankwährung bei der Einführung von digitalen Zentralbankgeld.

4.1. Do not harm!

Do not harm meint so viel, als dass die bisherigen Aufgaben und Pflichten von Notenbanken nicht beeinträchtigt werden sollen.

4.2. Coexistence

Coexistence meint die Koexistenz. Digitale Notenbankwährungen sollen also kein Ersatz für andere Geldformen auf dem Markt werden.

Bargeld und auch das Bankensystem sollen weiterhin genauso existieren und auch grundsätzlich bestehen bleiben. Inwiefern solche Phrasen dann auch umgesetzt werden, bereitet mir Kopfschmerzen. Mich persönlich hat das Ganze an dieses CDU-Wahlplakat erinnert.

In diesem CDU-Wahlplakat ging es um die Euro-Einführung, und zwar um die Ängste und Besorgnisse der deutschen Bürger. Sie befürchteten, dass es evtl. eine Transferunion wird. Genau dieses Szenario trat dann auch mehrere Jahre später mit Griechenland und Co. ein.

Halten wir fest: wir sind mittendrin in dem Prozess. Das Verteilungsroulette dreht sich wilder denn je. Es wird immer Geld gedruckt. Das Ganze geschieht unter der Führung von Christine Lagarde, dem Oberhaupt der EZB.

Bei der Einführung des EU-Wiederaufbaufonds wurde angekündigt es sei eine einmalige Sache. Jetzt wird bereits ins Gespräch gebracht, dass er dauerhaft initiiert werden kann. Das heißt also dauerhafte Umverteilung

Deutschland erbringt knapp ein Viertel von allen Beiträgen, die vor allem auch hauptsächlich in die Südländer umverteilt werden, damit dieses System noch möglichst lange läuft. Dass es nicht gesund ist, das haben wir uns in vielen verschiedenen Videos schon angeschaut.

Ich möchte aber einfach nur sagen, dass, was die Politik sagt, oftmals Schnee von gestern ist. Das was am Schluss dabei herauskommt, ist ganz häufig etwas, was komplett anders aussieht, als vorher versprochen wurde.

4.3. Innovation and Efficiency

Das bedeutet also digitale Zentralbankwährungen sollen innovativ und effizient sein.

5. Kritik

Sehen wir uns die Kritikpunkte einmal näher an.

5.1. „Wir haben nicht vor das Bargeld abzuschaffen!

Dies ist eine Phrase, die in diesem Kontext schon öfter zitiert wurde. Mich persönlich erinnert diese Aussage ganz klar an ein historisches Zitat: „Wir haben nicht vor eine Mauer zu errichten!“  Ich denke wir sind uns alle im Klaren, woher diese Worte stammen.

Zumindest für diejenigen, die es auch miterlebt haben in der DDR. 

Eine Mauer wurde natürlich trotzdem errichtet und die Menschen wurden eingesperrt, bis sie sich selbst befreit haben. Ich denke es könnte mit dem Bargeldverbot und der Einführung des Zentralbankgeldes genau so laufen. Deswegen müssen die Menschen merken, was hier eigentlich abläuft.

Deswegen auch der Hinweis, bitte teilt diese Informationen und schickt sie weiter. Wir sind mit die Ersten, die darüber informieren. Wie bereits gesagt, das Thema CBDC Einführung und die Bargeldabschaffung ist ein explosives, es ist ein heißes Eisen. Da geht es wirklich um sehr, sehr viel.

Denn Bargeld ist gedruckte Freiheit. Wenn du Bargeld benutzt ist nicht überall nachvollziehbar, was du wann, wie gemacht hast. Man kann nicht einfach ein Bewegungsprofil und ein monetäres Profil von dir erstellen.  


5.2. Kontrollstaat

Genau das ist das Problem, es kann alles nachkontrolliert werden. Privatsphäre und Anonymität gibt es nicht . Das heißt, es kann exakt nachvollzogen werden, was du wann, wie gekauft hast. Möchtest du das? Ich persönlich fühle mich damit unwohl und ich glaube viele andere Menschen auch.

Doch es geht noch viel weiter. Denn, wenn Regierungen immer mehr Macht in Verbindungen mit einem totalitären Ansatz haben ist dies in der Vergangenheit schon oft böse ausgegangen. Oftmals sind genau diese Regierungen mit regierungskritischen Menschen nicht unbedingt freundlich umgegangen

Wenn diese dann auch noch das Geldsystem steuern, dann können sie mithilfe eines Mausklicks den Geldhahn zudrehen. Genau dieses Szenario ist schon oft in der Historie vorgekommen. Und dass sich die Historie immer wieder aufs Neue wiederholt, haben wir ebenfalls schon gesehen.

In diesem Fall ist es nicht mehr möglich einfach frei Dinge zu kaufen. Wenn du beispielsweise das Land verlassen möchtest, kann es sein, dass du kein Flugticket kaufen kannst. Der Umstand, dass der generelle Zugang da draußen zum Leben abgedreht werden kann, das ist kritisch zu sehen.

Wenn man dann kein Bargeld mehr hat, hat man wirklich ein massives Problem. 

Darüber sollte man vielleicht ein bisschen kritisch nachdenken, wenn die Finanzen von einigen wenigen Menschen geregelt werden.

5.3. Direkter Staatszugriff

Direkter Staatszugriff aufs Konto. Das heißt, es wird sich eine Schnittstelle etablieren. Die wird sicherlich nicht von Anfang an existieren, kann aber natürlich im Nachhinein noch eingerichtet werden.

Ich sehe die Gefahr, dass vielleicht in Form einer Krise oder auch wenn das Bankensystem so nicht mehr bestehen kann möglicherweise ein Direktzugriff des Staates erfolgt. Wir haben ja schon öfter festgestellt, dass das Geld- und Bankensystem nicht so solide aufgestellt ist.

In diesem Fall ist es vielleicht nur noch möglich ein einziges Konto bei der Notenbank direkt zu besitzen, von dem aus alles gesteuert werden muss.

Ich finde nicht mal George Orwell hatte in 1984 diese Vorstellungskraft, was das dann in der Praxis bedeuten kann.

5.4. Ausschluss der Bevölkerung 

Es gibt keine öffentliche Diskussion. Das Ganze wird hinter verschlossenen Türen vorbereitet und wir kriegen davon nichts wirklich mit. Man muss sich schon wirklich privat informieren, wie beispielsweise bei uns. Die meisten Menschen haben von der Thematik Bargeldabschaffung und CBDC Währung  noch keine Ahnung. 

In den Medien werden nur oberflächliche Themen angeschnitten und über die wichtigen Dinge wird geschwiegen. Eine offene Diskussion gibt es bisweilen nicht.

Deswegen ist es so wichtig, dass du dieses Wissen teilst und somit möglichst viele Menschen ein Bewusstsein für das Thema Bargeld abschaffen in Deutschland bekommen. Denn wer in der Demokratie schläft, der braucht sich nicht wundern, wenn er dann in einer Diktatur aufwachen wird! Genau das wollen wir hier vermeiden.


6. FAQ zur Bargeldabschaffung

Sicher hast du noch viele Fragen zu den Themen Bargeldabschaffung und Einführung der digitalen Zentralbankwährung CBDC. Wir haben für dich alle brennenden Fragen zusammengefasst und kompakt beantwortet.

Wie lange wird es noch Bargeld in Deutschland geben?

Wir Deutschen lieben unser Bargeld, das ist klar. Auch wenn so gut wie alle Geschäfte und Einrichtungen mittlerweile kontaktloses Bezahlen anbieten, möchte die Hälfte der Bundesbürger nicht auf Münzen und Scheine verzichten.

Auch die Bundesbank hält eine baldige Bargeldabschaffung für unwahrscheinlich. Zwar wird seit der Coronapandemie deutlich weniger mit Bargeld bezahlt, dennoch sind die Vorteile von physischer Währung nicht von der Hand zu weisen. Im Falle eines Technikversagens ist man mit ausreichend Bargeld im Portemonnaie auf der sicheren Seite.

Wird Deutschland Bargeld abschaffen?

Seit der Abschaffung des 500-Euro-Scheins fragen sich viele, ob es zu einer generellen Bargeldabschaffung in Deutschland kommen kann. So einfach und schnell kann das jedoch nicht geschehen.

Um das Bargeld abzuschaffen, bedarf es einer Änderung des Bundesbankengesetzes. Darüber hinaus müssen alle Mitgliedsstaaten der EU einer Bargeldabschaffung zustimmen.

Zudem könnte man eine Abschaffung des Bargelds nicht mit dem Grundgesetz vereinbaren. Dafür müsste allerdings gelten, dass Bürger auch keine Edelmetalle wie Gold oder Silber sowie ausländische Währung besitzen.

Wird Bargeld bald verboten?

Eine klare Antwort auf die Frage, ob Bargeld bald verboten wird, gibt es nicht. So schnell werden die Münzen und Scheine nicht aus den Geldbörsen der Welt verschwinden.

Zurzeit gibt es lediglich eine Bargeldobergrenze. In neun Mitgliedsstaaten der europäischen Union dürfen Beträge über 500 € nicht in bar bezahlt werden. In Deutschland gibt es bis dato keine Bargeldobergrenze.

Ein Bargeldverbot ist für die Zukunft nicht in Sicht. Wir bleiben für dich am Ball und informieren als Erste über mögliche Veränderungen.

Was ist ein CBDC Euro?

CBDC steht für „central bank digital currency“ und stellt die digitale Währung der europäischen Zentralbank dar. Die CBDC ist also eine staatliche Alternative gegenüber anderen Digitalwährungen.

In der Regel geben Zentralbanken Bargeld in der entsprechenden offiziellen Währung aus. Der digitale bzw. der CBDC Euro kann im Tausch gegen Bargeld eingesetzt werden. Auf diese Weise ist er ein offizielles Zahlungsmittel, das genau so viel wert ist wie eine Ein-Euro-Münze. Der CBDC Euro müsste zudem von allen Anbietern akzeptiert werden.

Wenn du mit dem E-Euro bezahlst werden anders als bei den üblichen bargeldlosen Transaktionen keine Drittanbieter beteiligt. Somit funktioniert der CBDC Euro ähnlich wie andere Kryptowährungen, deren Basis Blockchains bilden. Jedoch wäre das Zentralbankgeld staatlich organisiert und damit ein Kontrahent für private Digitalwährungen.

Welche CBDC gibt es?

Im Moment verfügt noch kein Land über offizielle digitale Zentralbankwährung. Von daher gibt es keine Beispiele einer echten etablierten digitalen Währung. Jedoch wird vielerorts bereits an Pilotprojekten gearbeitet. Anhand dieser Projekte soll die Lebensfähigkeit und Verwendbarkeit der CBDC bestimmt werden.

Im Folgenden stellen wir dir die spannendsten Pilotprojekte vor:

CBDC Währung in den USA

In den Vereinigten Staaten widmet man sich der Untersuchung des digitalen Dollars. In Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology sollen Arbeitsweise und Funktionsfähigkeit erprobt werden.

Dabei liegt der Fokus auf dem Potenzial der CBDC. Da der ganze Prozess jedoch sehr viel Zeit in Anspruch, nimmt können wir noch nicht mit einer baldigen US-amerikanischen digitalen Währung rechnen.

CBDC Währung in Russland

Bereits 2017 kündigte der russische Präsident Wladimir Putin einen Krypto-Rubel an. Besonders die verschlüsselten Transaktionen sind für ihn interessant. Die verarbeitete Blockchain-Technologie ermöglicht das diskrete Senden von Geldbeträgen. So können Sanktionen durch die internationale Gemeinschaft umgangen werden.

Bislang hält sich Russland jedoch bedeckt und lässt keine neuen Informationen hinsichtlich des Forschungsstandes der CBDC Währung durchblicken.

CBDC Währung in Europa

Innerhalb Europas wird verstärkt an den sogenannten Retail und Wholesale Währungen geforscht. Die CBDC Währung soll dann in einem digitalen Eurosystem eingebettet werden.

Im weltweiten Vergleich liegt Europa weit zurück. Es mangelt an eigener Innovation. Stellvertretend dafür steht Ulrich Bindseil, der Vertreter der EZB. Ihm macht bereits das Präsentieren eines digitalen Vortrags große Mühe.

Generell äußerem sich die Europäer eher selten über ihren Fortschritt hinsichtlich der digitalen Währung. Nun reichte der Verband Deutscher Banken allerdings einen Plan zur Umsetzung des digitalen Euros ein. Auf dessen Umsetzung müssen wir aber wahrscheinlich noch eine Weile warten.

CBDC Währung in China

China weist bis dato das größte Pilotprojekt rund um das digitale Zentralbankgeld auf. Infolgedessen wurden digitale Geldbörsen an zufällig ausgewählte Studienteilnehmer vergeben. So wurden wichtige Erkenntnisse über den digitalen Yuan gewonnen.

Da bis jetzt nur wenige Daten veröffentlicht wurden, kann nicht gesagt werden, wann der digitale Yuan als digitales Zentralbankgeld in China eingeführt wird.

Warum CBDC?

Die Testversuche der digitalen Zentralbankwährung in China und die globale Digitalwährung von Facebook haben die Europäische Zentralbank ins Handeln gebracht.

Europa, Kanada, die USA und Russland sehen in den privaten Anbietern eine Konkurrenz für die eigene Währung und möchten deshalb eine eigene offizielle CBDC Währung auf den Markt bringen.

Im Grunde geht es auch immer darum unabhängig zu sein. Mit Hilfe einer eigenen europäischen digitalen Währung kann der Überwachungs -und Sanktionsmacht der US-Regierung entgangen werden.

Wann kommt das digitale Geld?

Die Umsetzung der digitalen Währung kann noch sehr viele Jahre in Anspruch nehmen. Zwar wäre die technische Umsetzung ein leichtes, jedoch braucht die Organisation der Rahmenbedingungen in der europäischen Union viel Zeit.

Auf der anderen Seite wird jedoch schon ein gewisser Druck ausgeübt: in der Zwischenzeit launchen immer mehr private Anbieter eigens entwickelte Digitalwährungen. So auch Facebook, die ihre Währung Diem auf den Markt bringen wollen.

Unter diesen Umständen muss die EU zusehen nicht vom Markt verdrängt zu werden. Sobald eine Währung an großer Popularität gewinnt, könnte sich die Durchsetzung des E-Euros schwierig gestalten.

Welche Nachteile hat die Bargeldabschaffung?

Sicherlich gibt es viele Argumente, die für digitales Zentralbankgeld sprechen. Dennoch bringt die Einführung der CBDC und die Abschaffung des Bargelds einige Nachteile mit sich.

  • Die Bezahlmethode wird vorgeschrieben: In der Regel können Kunden wählen, mit welchen Mittel und welchem Anbieter sie zahlen wollen. Ein bargeldloser Zahlungsverkehr schränkt die freie Entscheidungsfähigkeit enorm ein.
  • Verlust der Kontrolle über Geld: Ohne Bargeldbesitz muss das gesamte Hab und Gut einem Finanzinstitut anvertraut werden. Somit entfällt bei Negativzinsen der Handlungsspielraum.
  • Datenschutz: Es kommt zur Erfassung und Speicherung sämtlicher Daten des Zahlungsverkehrs. Möglicherweise werden die sensiblen Daten sogar an Dritte weitergegeben.
  • Eingriff in Privatsphäre: Werden nur noch virtuelle Zahlungsmittel benutzt, können sensible Daten ausgelesen und an Werbefirmen verkauft werden.
  • Online-Kriminalität nimmt zu: Durch das ausschließliche Bezahlen mit digitaler Währung verlagert sich auch die Kriminalität in den Online-Bereich.

Wird der digitale Euro das Bargeld ersetzen?

Im Allgemeinen drängt die Welt auf ein digitales Zentralbankgeld. Die Einführung einer CBDC Währung könnte die Verwendung von Geld und das damit verbundene Wirtschaftssystem nachhaltig verändern.

Die Zukunft des Zentralbankgeldes bringt viele Vorteile mit sich. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass es das Bargeld ersetzen wird.

Das Bargeldverbot würde in die finanzielle Freiheit der Bürger eingreifen. Darüber hinaus bedarf es der Zustimmung aller Mitgliedsstaaten der EU. Dementsprechend ist der Ersatz des Bargeldes durch Zentralbankgeld eher unwahrscheinlich.

Was ist der Vorteil von digitalen Euro?

In Deutschland nutzt über die Hälfte der Bevölkerung primär Bargeld. Folglich herrscht hierzulande eine große Skepsis gegenüber der digitalen Währung. Dennoch bringt der digitale Euro einige nennenswerte Vorteile mit sich.

Zum einen unterliegt der CBDB Euro keinen starken Wertschwankungen wie etwa der Bitcoin. Zum anderen überzeugt die digitale Währung mit ihrer Fälschungssicherheit. Somit sind Verbraucher vor Verlust und Diebstahl geschützt.

Des Weiteren verringert sich das Risiko einer Bankpleite der Hausbank, da das Geld direkt von der europäischen Zentralbank kommt. Außerdem ermöglicht der digitale Euro eine nicht unerhebliche Zeitersparnis. Transaktionen im internationalen Raum können so viel schneller durchgeführt werden.

Zudem ermöglicht der Besitz des digitalen Euros ohne angebundenes Girokonto auch Menschen, die bis jetzt kein Konto führen konnten, die Möglichkeit digitales Geld zu besitzen. Nicht zuletzt wird außerdem angebracht, dass durch das Zentralbankgeld keine Daten an Dritte gelangen können.  

Welche Nachteile hat digitales Zentralbankgeld?

Trotz der vielen Vorteile weist das digitale Zentralbankgeld auch einige Nachteile auf.

So wird beispielsweise bemängelt, dass Zahlvorgänge durch die CBDC Währung vollkommen anonym ablaufen können. Dennoch kann es sein, dass Staaten im Verdachtsfall Daten offenlegen. Unter diesen Umständen müssen konkrete gesetzliche Rahmenbedingungen erlassen werden.

Des Weiteren führen Kritiker sogenannte Bank Runs als möglichen Nachteil an. Infolgedessen ziehen Kunden ihre gesamten Einlagen von ihrer Hausbank ab, um den Betrag auf die Europäische Zentralbank zu transferieren. Die Bank steht nun ohne liquide Mittel da. In diesem Fall muss das Guthaben auf den CBDC Konto begrenzt werden.

7. Aktueller Stand

Zum Schluss noch ein paar aktuelle Dinge. Was passiert dort draußen mit den Notenbankwährungen? 

China ist bereits seit 2014 dran und somit das erste Land, das mit am längsten an einer digitalen Zentralbankwährung forscht und auch schon in größeren Städten mehrere Pilotprojekte hat.

Auch in anderen Staaten wird die Einführung des Zentralbankgelds bereits vorgenommen. Bis dato nicht von den Big Playern, aber in einem Karibikstaat wird es beispielsweise bereits eingeführt. Die Marshall Islands gründen den Sovereign und sind hier bereits dran.

Ich befinde mich gerade in Brasilien. Dieses Land hat wirklich Motivation und auch Druck dahinter, da ihre Währung, der Real nicht gerade stabil ist. Deswegen will Brasilien schon 2022 den digitalen Real einführen.


Also es tut sich einiges weltweit bezüglich dieses Themas. Es ist nicht die Frage, ob digitale Zentralbankwährungen kommen werden. Es ist die Frage, wann und wie sie kommen werden. 

Wie es umgesetzt wird, das entscheiden auch wir Menschen mit. Deswegen bitte gerne weitergeben.

Ansonsten schön, dass du meinen Beitrag gelesen hast. Bitte abonniere auch unseren YouTube-Kanal. Vergiss nicht, das Glockenzeichen zu aktivieren. Dann bekommst du auch die Benachrichtigungen für unsere neuen Themen.

Ansonsten freue ich mich schon, dich am nächsten Freitag begrüßen zu dürfen.

Ich freue mich auch, wenn wir uns auf unseren Online-Geldsicherheitstrainings sehen. Unser Angebot und unser Service bieten noch viel mehr als unsere wöchentlichen Tipp-Videos. Also schmökere gerne rum. Den Link zum Report findest du unterhalb von diesem Beitrag.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Wenn du dir die Digitalisierung zu Nutze machen und online Geld verdienen willst, empfehle ich dir unsere beiden Artikel zum Thema mit Amazon Geld verdienen und ein AirBnB Business aufbauen.


Bis nächsten Freitag,
dein Thorsten Wittmann®

Damit du keinen unserer wöchentlichen Tipp-Videos wie diese verpasst, trage dich in unseren Verteiler ein:

Ähnliche Beiträge

Alles, was du über Banksicherheit wissen musst | Thorsten Wittmann

Alles, was du über Banksicherheit wissen musst | Thorsten Wittmann

Der ultimative Leitfaden, um dein Geld anzulegen | Thorsten Wittmann

Der ultimative Leitfaden, um dein Geld anzulegen | Thorsten Wittmann

Was ist Inflation? – Ultimativer Leitfaden zur Inflation

Was ist Inflation? – Ultimativer Leitfaden zur Inflation

Auslandskonto Meldepflicht

Auslandskonto Meldepflicht