Britische Lebensversicherungen

  • 8. März 2019

Britische Lebensversicherungen Hop oder Top?

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Soll man sie eher meiden? Soll man sie abschließen? Sind sie besser als die herkömmliche Kapitallebensversicherung? Ich werde dir verraten, ob ich selbst eine habe und ob ich dazu empfehlen würde, bzw. unter welchen Umständen.

Dieser Beitrag ist aufbauend auf dem Beitrag von letzter Woche zum Thema Lebensversicherung. Dazu empfehle ich dir definitiv auch das Video anzusehen, falls du es noch nicht gesehen hast. Dort findest du einigen Klartext, einige aufklärende Worte, auch gerade über die Gefahren von Lebensversicherungen. Jetzt sehen wir uns mal die Spezialvariante der britischen Lebensversicherungen an und was es mit diesen auf sich hat.

Was sind britische Lebensversicherungen? 

Zum einen: diese müssen ihren Sitz in Großbritannien oder in einem anderen Land des Commonwealth haben.

Es sind sehr erfahrene Lebensversicherer. Die älteste Lebensversicherung ist zumindest über 300 Jahre alt. Die älteste deutsche Lebensversicherung liegt „nur“ bei über 180 Jahren.

Die britischen Lebensversicherer haben viel mehr Aktienexpertise und generell mehr Kapitalmarktexpertise als die Versicherungen im deutschsprachigen Raum. Das ist schon mal ein großer Unterschied.

Der britische Lebensversicherungsbereich ist der größte in Europa, also es ist kein kleiner Bereich und es ist der drittgrößte weltweit. Also durchaus beachtenswert.

Welche Gesellschaften können hier für dich interessant sein? 

Falls du dir Lebensversicherer näher ansiehst, dann wirf vor allem einen Blick auf die „Canada Life“ und die „Standard Life“. Diese sind schon ziemlich lange am Markt. Falls die Versicherer bezüglich ihres Marktanteils nicht wirklich vorankommen, wie bspw. „Friends Provident“ oder „Clerical Medical“, kann es schon mal vorkommen, dass sie dann wieder am deutschen Markt verschwinden und die Verträge einfach noch weiter verwaltet werden. Aber diese genannten, „Canada Life“ und „Standard Life“, können hier sehr interessant sein.

Was ist der große Unterschied zu den deutschsprachigen Lebensversicherungen?

Ganz einfach! Es gibt tendenziell weniger Garantie, dadurch mehr Flexibilität und hiermit auch mehr Renditemöglichkeiten. In der Historie haben die britischen Lebensversicherer teilweise auch zweistellige Renditen erzielt und liegen von den Renditen her tendenziell über denjenigen im deutschsprachigen Raum. Sie sind vor allem in diesem Kontext auch nicht unbedingt so gemocht von den deutschsprachigen Lebensversicherungen.

Die 2 gängigsten Anlagevarianten der britischen Lebensversicherung

Es gibt einen Spielraum, wie die Briten ihre Verträge ausgestalten können. Aber die gängigsten Varianten sind die folgenden beiden.

1. Fondsgebundene Variante

Diese Variante ist durchaus vergleichbar mit der fondsgebundenen Lebensversicherung, nur das hier die Briten tendenziell etwas kostengünstiger sind. Es kommt natürlich immer auf die Gesellschaft an. Man kann frei wählen, wo man investieren will. Es gibt keine Garantien. Man kann hier frei auswählen, welchen Fond man von der jeweiligen Auswahl haben möchte.

2. With-Profits-Prinzip

Das ist eine Mischform zwischen der Kapitallebensversicherung und der fondsgebundenen Lebensversicherung. D. h. mit Garantien, aber auch mit einer freieren Kapitalanlage.

Bei diesen Verträgen gibt es zum einen ein Garantie-Konto. Hier wird also jedes Jahr ein Prozentsatz draufgeschlagen und diese Garantie ist zum Ende der Laufzeit garantiert, wenn man bis dahin durchhält. Es gibt aber keinen garantierten Rückkaufswert. Dadurch hat die Gesellschaft Flexibilität. Auch bspw., wenn es mal schlechte Jahre gibt, dass man diese wieder ausgleichen kann.

Zum anderen gibt es das tatsächliche Konto, das zweite Konto. Welches der beiden am Schluss der Lebensversicherungslaufzeit am höchsten steht, das wird dann gewählt. Also eine sehr charmante Möglichkeit, Garantien mit Rendite zu verbinden.

Also, wenn man die beiden Varianten fondsgebunden und With-Profits-Prinzip vergleicht, ist für den konservativeren Anleger das With-Profits-Prinzip interessanter. Für den chancenorientierten Anleger, der auch mehr machen möchte, mehr erreichen möchte, mehr Rendite, der kann sich dann dort austoben bei den eigenen Fonds.

Resümee

Wie ist das Resümee zwischen den beiden Versicherungen: deutschsprachige Lebensversicherer oder britische Lebensversicherer? Ich selbst habe keine von beiden. Es ist auch keine aktive Community-Empfehlung. Aber wegen folgender Gründe: Wenn man direkt in eine Anlage geht, in Aktien, in festverzinsliche Wertpapiere, in Immobilien, in Edelmetalle, in Kunst, oder was auch immer, dann hat man nicht einen Intermediär hier, der dann eben auch Kosten und Gebühren vorschlägt, wie bspw. bei den Versicherungen. Ich halte es definitiv für besser, wenn man direkt investiert. Ansonsten, wenn man wählen müsste, zwischen einer deutschsprachigen oder einem deutschen Lebensversicherer und einem britischen Lebensversicherer, dann würde ich die Briten definitiv bevorzugen. Sie sind tendenziell kostengünstiger, sie haben mehr Anlagemöglichkeiten und sie haben hier mehr Anlageerfahrung. Sie können also sehr interessant sein.

Eine Sondervariante, die sei hier noch erwähnt, das ist die betriebliche Altersvorsorge. Denn hier muss man eine Lebensversicherung wählen und von dem her, kann da ein britischer Lebensversicherer sehr interessant sein. Er kann seine Garantien und seine Kapitalmarktexpertise sehr, sehr gut ausspielen. Das kann also diesbezüglich sehr interessant sein. Also wenn du über eine betriebliche Altersvorsorge mit interessanten Steuervorteilen nachdenkst, dann schau dir auf jeden Fall auch die britischen Lebensversicherer an. Die sind von Preis-Leistung, von Kosten her und von den Anlagemöglichkeiten tendenziell den Deutschen überlegen. Also lohnt sich sicherlich mal einen Blick darauf zu werfen.

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