Cashflow – ein Interview mit Eric Promm

  • 9. Juni 2017

Heute unterhalten wir uns mit Eric Promm zum Thema Cashflow - passives Einkommen. Eric und ich kennen uns schon seit vielen Jahren.

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Thorsten Wittmann:
Lieber Eric, du bist in ganz verschiedenen Bereichen sehr erfolgreich.

Du bist hocherfolgreicher Cashflow-Unternehmer. Aus diesem Grund sehen wir uns heute zwei konkrete Tipps an, wie man mehr Cashflow und passives Einkommen im Leben umsetzen kann.

Du bist auch Veranstalter der Cashflow-Days, bei dem auch noch andere Speaker dabei sind. Du bist selbst Profi in dem Bereich. Was ist der Tipp, bei dem du sagst, der ist wirklich wichtig, den darf man nicht unterschätzen bzw. unbedingt zum Thema Cashflow und passives Einkommen umsetzen sollte?

Eric Promm: 
Mein Tipp, Thorsten, hat nur indirekt mit Cashflow zu tun bzw. zieht Cashflow nach sich. Im ersten Moment denkt man vielleicht, was hat das jetzt eigentlich mit Cashflow zu tun?

Im Nachhinein bewirkt es aber genau dies und es ist etwas von dem ich, wie auch du, ein großer Fan bin, und zwar handelt es sich hier um Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung. Wir sind ja beide Menschen, die - man kann wahrscheinlich sagen - Bücher fressen ... wir kommen ja beide kaum dazu etwas anderes zu lesen, weil wir noch so viel Persönlichkeitsentwicklungs- und Weiterbildungsbücher vor uns haben.

Und in diese Richtung geht auch mein Tipp. Was für mich persönlich den größten Unterschied gemacht hat, war das Finden eines Mentors. Ich habe überlegt, wo möchte ich hin und wer ist da, wo ich hin möchte. Dem bin ich dann so lange, man könnte sagen auf den Senkel gegangen, und habe einfach versucht den Mehrwert zu bekommen, den Mehrwert zu bringen und ihn zu bitten, mich zu coachen und mich als Coachee anzunehmen. Das ist oftmals nicht ganz einfach, weil das Menschen sind, die nicht gerade auf einen Coachee warten, denn sie sind ja bereits erfolgreich.

Da muss man sich oft ein bisschen etwas einfallen lassen. Da muss man auch mal anfragen und einfach dranbleiben, aber das hat für mich den allergrößten Unterschied gemacht. Ich habe mir einen Coach gesucht, der genau da ist, wo ich hin wollte.

Ich habe ihm gesagt: "Kannst du mir dabei helfen und was kann ich im Gegenzug für dich tun?"

Manchmal ist es mit Geld allein nicht getan, sondern man muss einfach ein bisschen mehr einbringen und gut zuhören, was er sagt. Man muss regelmäßig Kontakt haben und Dinge umsetzen. Das ist das, was wirklich den größten Unterschied in meinem Leben in dem Bereich gemacht hat und was mir  definitiv auch den größten Cashflow gebracht hat.

Das wäre mein wichtigster Tipp.

Thorsten Wittmann:
Toller Tipp, lieber Eric, und ich kann das zu 100 % bestätigen. Meine Erfahrung in den einzelnen Bereichen bestätigt, dass man sich die absoluten Top-Leute, mit denen man sich identifizieren kann, suchen sollte und von denen Eins-zu-Eins lernen.

Das ist immer nochmal ein Unterschied. Es ist wichtig Bücher zu lesen, aber dann auch noch mal eine Stufe höher zu gehen und Seminare zu besuchen oder Eins-zu-Eins Mentoring zu machen. Das ist wirklich wichtig und auch das schwierigste, vielleicht auch mal kostenintensivere, aber durch das Mentoring holt man sich dann Ergebnisse, die sonst einfach nicht möglich sind. Ich glaube, es ist bei dir ähnlich wie bei mir.

Ich kann mir vorstellen, dass auch du schon Mal mindestens fünfstellig oder vielleicht auch schon mal sechsstellig ausgegeben hast. Bei mir ist das der Fall und ich bereue keinen einzigen Cent davon. Denn das hat mich genau dorthin gebracht, wo ich heute bin und es hat sich gelohnt und definitiv Sinn gemacht, dort konsequent zu investieren.

Nun möchte ich auch noch etwas zum Thema Cashflow beitragen. Viele Menschen unterschätzen dies. Wir leben in einer Welt des Konsums und möchten möglichst viel Cashflow haben, damit wir uns viele Dinge leisten können, die vielleicht 3.000, 4.000, 5.000 oder sogar 10.000 € kosten. An was die Menschen beim Thema Cashflow fast nie denken ist, dass wir eigentlich gar nicht viele Dinge benötigen, um glücklich zu sein.

Ich war letzte Woche noch in Kuba und da haben die Menschen nichts, aber sie sind glücklich. Mein Eindruck war, dass die Menschen dort glücklicher sind als die Menschen bei uns im deutschsprachigen Raum und man muss wirklich sagen, dass die Menschen dort wirklich fast nichts besitzen.

Ich habe zum Beispiel ein Apartment von einem kubanischen Ehepaar besucht. Der Mann musste 4 Wochen suchen, bevor er Fliesen gefunden hat. Jetzt hat er die Fliesen für den Fußboden der Küche und braucht aber noch Fliesen für die Seite, da es die nicht mehr gab. Und die sollten dann vielleicht auch irgendwie zusammenpassen. Und er kann nicht wie wir sagen, ich möchte diese oder jene Farbe. Wir leben in einer Überkonsumgesellschaft und es ist schon normal, dass wir von allem sehr viel haben und das wir uns zu viel zulegen.

Ich persönlich habe hier meinen Rucksack und noch einen großen Koffer. Da ist alles drin, was ich brauche, inklusive meinem kompletten Büro. Meine komplette Firma ist sozusagen hier mit dabei, inklusive meiner kompletten Videoausrüstung. Das Wertvollste was ich besitze, ist gerade mein Macbook.

Ich besitze weniger denn je in meinem Leben und bin glücklicher denn je. Ich habe immer so ein Strahlen, wenn ich einfach bloß sehe, dass ich wenig besitze, weil dies einfach wenig Verpflichtung bedeutet. Es zieht keine Energie und auch Sie sollten sich bei jedem Besitzgut fragen:

"Bringt mir das Energie oder zieht mir das Energie?"

Das macht einen großen Unterschied und horten hat auch immer etwas mit Angst zu tun.

Cashflow ist wichtig und damit kann man die finanzielle Freiheit umsetzen, aber viele setzen es dann mit Statusdingen wie einem oder mehreren Autos um. So sind sie eigentlich nie wirklich frei und kommen nie dahin wirklich glücklich zu sein, weil sie immer mehr und mehr brauchen.