Das Geheimnis des Glücklichseins

  • 15. September 2017

Auf den Färöer-Inseln hatte ich ein sehr interessantes Gespräch, dass mich für den heutigen Artikel inspiriert hat.

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Ich habe mit einem Busfahrer auf dieser faszinierenden Insel gesprochen. Hier ist es, als wäre die Welt wirklich noch in Ordnung.

Es ist eine kleine, heile Welt. Es gibt sehr viel Natur, überall kleine Dörfer, die Hauptstadt Torshavn mit ca. 20.000 Einwohnern ist mit Abstand die größte Stadt hier. Insgesamt leben ca. 50.000 Einwohner auf dem kleinen Inselreich, das von Nord nach Süd ca. 50 km lang ist. Es ist alles sehr überschaubar und in 1,5 Stunden ist man von einem Ende zum anderen gefahren.

Gespräch mit einem Busfahrer

Ich habe also länger mit einem Busfahrer bei einer Busfahrt rund um die Inseln gesprochen. Ich habe ihn unter anderem gefragt, wie die Menschen hier so sind. Er antwortete genau das, was ich auch beobachtet hatte: Die Menschen hier sind sehr glücklich, denn es gibt wenig Kriminalität, man hat alles Notwendige, wenn man ein Dach über dem Kopf hat. Wir sind eine tolle Community unter uns und es ist alles da, was man zum Leben braucht.“

Man hat wirklich gemerkt, dass auch der Busfahrer selbst zufrieden und glücklich ist. Er hat alles, was er braucht, auch wenn das Busfahren vielleicht nicht die anspruchsvollste Tätigkeit ist. Er ist trotzdem glücklich mit seiner Familie.

Was ich hier viel beobachtete, war, dass die Menschen eins sind mit der Natur. Hier ist die Welt noch in Ordnung und nicht so verdorben wie in vielen anderen Ländern. Hier kann man gut leben und man merkt auch, dass man nicht besonders viel braucht, um glücklich zu sein.

Was brauchen Sie, um glücklich zu sein?

Man braucht ein Dach über dem Kopf und eine Tätigkeit. Auch wenn es nicht die beste und anspruchsvollste Tätigkeit ist, kann man trotzdem glücklich und zufrieden sein mit dem, was man hat.

Man muss sich nicht immer mit Anderen vergleichen und denken, dass der Nachbar besser ist, weil er ein schöneres und größeres Auto besitzt, das wir eigentlich gar nicht benötigen. Wir müssen Dinge nicht wegen dem Ego kaufen. Wir müssen nicht immer die neueste Technik haben oder andere Dinge, die uns einen hohen Status bringen.

Die Menschen hier auf den Färöer-Inseln haben das eben nicht und sie sind einfach zufrieden, mit dem was sie auf einem ordentlichen, aber eben nicht auf höchstem Niveau haben. Es ist einfach sauber und die Dinge sind in Ordnung. Hier hat man, was man zum Leben benötigt. Nicht mehr und nicht weniger.

Dinge, die nicht eingetroffen sind

Und so sollten auch Sie sofort mehr Dankbarkeit und mehr Glück in Ihr Leben aufnehmen. Sie sollten dankbar für die Dinge sein, die man nicht sieht, die nicht eingetroffen sind.

Nehmen wir mal ein Beispiel: Sie sind von einem Ort zum anderen geflogen. Normalerweise steigen Sie aus und schauen, dass Sie durch den Zoll kommen. Sie holen Ihr Gepäck, aber wir können auch dafür dankbar sein, dass das Flugzeug nicht abgestürzt ist. Sie sind dankbar für Dinge, die eben nicht passiert sind.

Sie sind dankbar, dass wir keinen Krieg haben. Sie sind dankbar, dass Sie und Ihre Familie gesund sind. Es ist oft so, dass wir solche Dinge wie Gesundheit und Frieden als Selbstverständlichkeit hinnehmen, aber es gibt viele Menschen, die unter unmöglichen Zuständen leben. Menschen, die in einem Land leben, in dem Krieg herrscht oder die sehr krank sind. Und wir können dankbar sein, dass das nicht der Fall ist. Wir können dankbar sein, dass wir jeden Tag aufstehen können und hier sind. Wir sind gesund und glücklich.

An und für sich ist es wie eine Art Denkfehler, weil wir Menschen normalerweise nicht daran denken, was wir nicht haben. Wenn wir das aber tun, können wir ganz einfach glücklicher sein.

Es ist Trugschluss, dass viel Geld uns sehr glücklich macht. Es ist ein Baustein, der definitiv die Zufriedenheit zu einem bestimmten Punkt erhöht, aber Geld ist nicht die Lösung der Probleme. Es gibt andere Probleme die wir versteckt noch nicht sehen können.

Also sollten wir glücklich sein für das, was wir haben und für die Dinge, die nicht eingetroffen sind.