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Genussschein – Einfach erklärt und Negativbeispiel Prokon

​Was genau ist ein Genussschein in seiner Definition und warum muss man aufpassen, dass man hier nicht viel Geld verliert? 

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Wir schauen uns hierzu ein konkretes Fallbeispiel an, das uns warnen soll, wie einfach man damit Geld verlieren kann und was man sonst über Genussscheine wissen muss.

Genussschein - was ist das?

Ein Genussschein ist eine verbriefte Form eines Genussrechtes. Es ist eine deutsche Konstruktion, im deutschsprachigen Raum vertreten und kommt ein bisschen den Namensaktien gleich.

Es ist eine Zwischenform zwischen Eigenkapital und Fremdkapital, d.h. Sie haben kein Mitspracherecht. Beispielsweise gehört Ihnen das Unternehmen nicht direkt. Es ist aber auch nicht so, wie bei einer Anleihe, dass man einfach nur Geld gibt und ein paar Prozent Zinsen bekommt, während das Unternehmen frei gestaltet oder agiert, wie es das möchte.

Es ist also Mezzanine, d.h. es ist eine Zwischenform in der Finanzierungsvariante.

Was Ihnen noch bewusst sein muss, Sie haben keine Mitsprache im Unternehmen, d.h. Sie können nicht mitbestimmen, was dort passiert. Sie müssen darauf vertrauen, dass gut gewirtschaftet wird. I.d.R. werden Sie nachrangig bedient.  

Daraus folgt, dass im Insolvenzfall als Worst Case Szenario, es bis zu einem Totalverlust gehen kann. Das muss Ihnen bewusst sein, wenn Sie hier investieren.

​​Fallbeispiel Prokon

Im ​diesem Fallbeispiel sehen wir uns „Prokon“ an, der prominenteste Fall. Hier wurden über 1,5 Milliarden Euro eingesammelt und das Szenario trat genau so ein. Der Ausgang ist immer noch etwas ungewiss, Verluste sind jedoch vorprogrammiert.

Viele Prokon-Anleger waren sich vermutlich eben nicht bewusst, dass ihnen von den Windparks an sich, rein rechtlich nichts gehört, weil es ein Genussrecht ist.

Es ist keine Aktie, wo einem dann wirklich auch das Betriebsvermögen gehört. Vergessen Sie hierbei niemals, dass es bis zu einem Totalverlust gehen kann, damit es Ihnen nicht wie den vielen Prokon-Anlegern ergeht.

Seien Sie also vorsichtig. Sie müssen wirklich viel Vertrauen in die Unternehmenslenker haben und die Hintergründe kennen, ansonsten kann das Ganze sehr böse enden.

Reines Eigenkapital ist da in der Regel deutlich besser gestellt und man wird auch nicht mit nur ein paar Prozent abgespeist.

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