Riester-Rente Lüge? Ein kaum bekanntes K.-o.-Kriterium

  • 17. Mai 2019

Die Riester-Renten-Lüge mit Beitrag Nr. 2.

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Die Riester-Renten-Lüge. Das sehen wir uns im heutigen Tipp-Beitrag von Faszination Freiheit an. Dies hier ist Beitrag Nr. 2.

Wenn du das Video 1 nicht gesehen hast, bitte schau dir die Basics an, bzw. wenn du nicht genau weißt, was Riester ist, dann bitte unbedingt Video 1 genau ansehen.

Jetzt sehen wir uns an, für wen ist Riester wirklich interessant und welcher große K.o.-Faktor vielen Menschen gar nicht bewusst ist und der sehr wichtig ist, wenn du einen Riester-Vertrag hast oder einen abschließen möchtest.

Das ist die Frage, wen bringt Riester im Rentenalter in den schönen Süden oder ist es dann später ein Flop? Das hängt zum einen davon ab, für wen ist Riester wirklich interessant? Das sehen wir uns im ersten Teil an. Und dann was kann dabei auch wirklich schief gehen? Hierzu haben wir ein paar Variablen.

Wie die Berechnung grundsätzlich aussieht, sind wir auch schon beim ersten Mal durchgegangen. Wir sehen uns das Beispiel vom ersten Beitrag hier noch mal an.

Fallbeispiel 1: Durchschnittsverdiener

Riester Fallbeispiel 1

Die Person in diesem Beispiel verdient jährlich 21.600 € Brutto und hat einen Eigenbeitrag von 864 €. Davon muss man noch die Zulagen abziehen. Somit beträgt der Eigenbeitrag 689 €. Sie hat noch ein wenig Steuerersparnis. Also insgesamt hat sie eine Förderquote von 26 %. Das heißt ganz vereinfacht, auf 100 € Beitrag hat sie noch 26 €, die durch den Staat bezuschusst werden. Also 74 €, die sie effektiv einbezahlt. Aber eigentlich gehen 100 € in den Vertrag. An sich eine schöne Geschichte, die Rente ist jedoch später komplett steuerpflichtig. Das muss man dann in Kauf nehmen, also komplett 100 %.

Fallbeispiel 2: Gutverdiener

Riester Fallbeispiel 2

Dann sehen wir uns mal Beispiel Nr. 2 von Stefan Gutverdiener an. Der liegt bei 60.000 € brutto. Also d. h. der hat einen guten Verdienst. Der würde über den 2.100 € Maximalbeitrag liegen. Deswegen zahlt er den Maximalbeitrag von 2.100 € abzüglich seiner Zulage. Er ist Single, also keine Familienzulagen. Und dann sieht man hier, dass er eine Förderquote, in dem Fall von über 42 % hat.

Das ist ziemlich gut. Wenn man also den Beitrag auf 100 € bemessen rechnet, hat er ca. 58 € Eigenbeitrag und der Rest wird bezuschusst. Also 100 € gehen in den Vertrag rein.

Das ist schon eine ordentliche Förderquote. Warum? Weil er einen sehr hohen Steuersatz hat und dann natürlich auch viel steuerlich geltend machen kann. Von dem her bei ihm sehr interessant bezüglich der Förderquote.

Fallbeispiel 3: Kindersegen

Riester Fallbeispiel 3

Dann haben wir hier die Ute Kindersegen. Das ist das Beispiel Nr. 3. Die hat sehr viele Kinder, die in der Beitragsberechnung mitberücksichtigt werden.

Sie wäre nach Abzug der ganzen Zulagen sogar insgesamt im Minus. Aber im Minus kann sie jetzt nicht sein. Sie bekommt natürlich nichts vom Staat, sondern dann gilt der Sockelbeitrag von 60 €. D. h. sie zahlt 60 € ein, bekommt aber 900 € Zulagen. Das ist eine Förderquote von über 94 %, fast 95 %. D. h. von 100 €, die sie einzahlt, in dem Fall sind es jetzt 60 €, aber zum Veranschaulichen der Förderquote einfach 100 €, werden 95 % vom Staat bezuschusst. Und das ist natürlich eine tolle Geschichte.

Deswegen halte ich nicht viel von Schwarz-Weiß-Denken. Man kann nicht sagen, Riester sei allgemein nicht gut oder Riester sei richtig gut. Es kommt auf die Situation an.

Es ist ein großer Unterschied, ob die Förderquote bei 25 % liegt oder wie hier bei knapp 95 %. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Und diese Ute Kindersegen, die sollte natürlich Riester machen. Dann ist es auch egal, welchen Vertrag sie macht. Sie hat da eine tolle Förderung. Hier lohnt es sich definitiv das Ganze zu machen.

Der nächste Punkt, wo wir dann noch Riester machen, sind Fondssparpläne mit der 100 % Beitragsgarantie. Denn hier hat man die Möglichkeit auch noch Fondsrenditen, die ja durchaus angenehm sein können, 6, 7, 8 % vielleicht mehr, einzuholen.

Aber diese Beitragsgarantie ist auch gleichzeitig Fluch und Segen. Segen, weil die Beiträge garantiert sind. Nichtsdestotrotz nach Inflation und Währungsreform wissen wir es auch nicht. Da haben wir auch viele Videos auf unserem YouTube-Kanal. Da kannst du auch gerne reinschauen. Da klären wir auch über solche Inhalte sehr intensiv auf. Du kannst natürlich gerne den YouTube-Kanal abonnieren.

Der Fluch ist gleichzeitig das Lock-In-Risiko! Erst mal zum Verständnis: Wenn wir eine Garantie haben, müssen die Anbieter natürlich dafür sorgen, dass diese Garantie und die eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen. D. h. die investieren nicht 100 %. Das musst du wissen. Die investieren also keine 100 % in Investmentfonds. Die investieren festverzinslich, weil die vermeintlich ohne Risiken sind, zumindest keine Schwankungsrisiken in normalen Zeiten haben. Aber die Anbieter erhalten kaum Zinsen darauf. Das macht es schwierig. Die Förderquote ist in der Regel sehr gering und die festverzinsliche Quote sehr hoch. Und das ist das Problem.

Wenn jetzt Folgendes passiert, die Aktien gehen richtig in den Keller, dann werden die Anbieter sozusagen nervös, sagen, oh wir müssen jetzt umschichten in festverzinsliche Dinge beim Tiefststand. Und wenn dann die Zinsen noch weiter runter gehen, oder es sogar Negativzinsen gibt, was durchaus passieren kann, wird es vielleicht einige Menschen da draußen überraschen, dann hat man ein Lock-In-Risiko. Die Fondsanbieter müssen das gegebenenfalls einfrieren; und dann gibt es nur die eingezahlten Beiträge zu Rentenbeginn. Das kann schlimmstenfalls passieren.

Wenn dann Inflation und Währungsreform dazu kommt, was wir historisch auch schon immer hatten, kann es sogar bis zu einem Totalverlust-Risiko gehen. Das ist vielen Menschen da draußen nicht bewusst. Das haben wir bei jedem Riestervertrag einfach durch die Ausgestaltung von den Varianten dort draußen. Hier noch mal Video 1 ansehen. Das sollte man wissen, das solltest du berücksichtigen.

Das ist der Grund, dass Riester auch bei unseren Kursen etc. nicht näher vorgestellt wird und keine klare Kaufempfehlung ist! Das sollte man wissen, wenn man einen Riestervertrag hat oder einen abschließen möchte. Also sei dir dessen bewusst und überlege dir gut und weise, was du machen möchtest.

Wir wissen nicht genau, was die Zukunft bringt. Das weiß man immer erst hinterher. Von dem her, berücksichtige es einfach.

Wir möchten bei uns in der Community alles immer möglichst neutral ansehen, das haben wir jetzt getan. Im Klartext-Riester-Report, da findest du das ausführlich erläutert auch in schriftlicher Form. Das ist ein Artikel für das PT-Magazin, das angefragt hatte zu diesem Thema für einen Artikel. Den Report kannst du dir unterhalb von diesem Beitrag downloaden. Da findest du alles ausführlich, komplett kostenfrei.

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Solche Informationen, die wir hier durchgegangen sind, werden kaum diskutiert im Riester-Bereich. Finde ich persönlich sehr, sehr schockierend. Deswegen wie gesagt, teile, like, kommentiere das heutige Video. Abonniere den YouTube-Kanal, das Glockenzeichen nicht vergessen. Dann bekommst du auch die Videos. Trage dich auch unterhalb von dem Beitrag dort im Klartext-E-Letter ein, damit du kein Tipp-Video verpasst. Denn dann bekommst du jedes Freitagsvideo zugespielt.

Ansonsten, bis nächsten Freitag. Es grüßt dich ganz herzlich.

Dein Thorsten Wittmann®

Hier findest du unsere Links:

Riester-Report downloaden: https://thorstenwittmann.com/riesterreport

Video zu Riester 1: https://youtu.be/rcDp48_Gt1Q

Video zu Riester 2: https://youtu.be/snnLn7cEc2Q

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