Riester-Rente – Warum 95 % aller Verträge Schrott sind

  • 26. April 2019

Die Riester-Lüge und warum 95 % aller Verträge Schrott sind, ob die Riester-Rente wirklich geeignet ist für die Altersvorsorge oder nur ein Flop?

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Was wir uns heute ansehen in Teil 1, ist erstmal, was ist Riester genau und welche Varianten gibt es? Welche solltest du unbedingt meiden, die dir aber gerne von Versicherungen und Banken aufgeschwatzt werden?

Was ist Riester? 

Riester ist eine steuergeförderte Altersvorsorge, speziell für Deutschland bzw. wenn du in Deutschland steuerpflichtig bist, dann kann Riester grundsätzlich interessant für dich sein. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen.

Wovon ich übrigens nichts halte, das ist Schwarz-Weiß-Denken. Das machen sehr viele bei Riester. Die sagen entweder „Riester ist super! Muss man unbedingt machen!“ oder „Riester ist absoluter Schrott. Auf keinen Fall. Sollte man definitiv nicht machen.“ Wie so häufig liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Es ist auch situativ. Man kann nicht generell sagen, dass man Riester gar nicht machen sollte. Für den einen ist Riester möglicherweise sehr gut geeignet. Für den anderen überhaupt nicht.

Dann ist auch sehr wohl die Frage, wie man es macht. Und da gibt es große Unterschiede. Das werden wir uns in diesen beiden Videoteilen zum Thema Riester genauer ansehen. In den folgenden Wochen gibt es dann den Teil 2 zu Riester.

Nachtrag - Hier ist das Video zum zweiten Teil zur Riester-Rente: https://youtu.be/snnLn7cEc2Q

Was ist Riester genau? 

Wie bereits gesagt ist Riester eine steuergeförderte Altersvorsorge.

D. h. es gibt zum einen Zulagen, die jeder bekommt, wenn er den vollen Beitrag einzahlt. Das sind bis zu 175 EUR pro Person. 185 EUR waren es bei Kindern früher. Für Kinder, die seit 2008 geboren worden sind, sind es 300 EUR pro Jahr, die oben auf den Vertrag draufkommen.

Zudem kannst du den Beitrag in der Steuererklärung angeben. Dadurch kannst du noch steuerliche Vorteile generieren. Also je höher dein Steuersatz ist, desto eher wirst du hier noch steuerliche Vorteile generieren können. Das kann man dann bei einem Riester-Rechner berechnen.

Beispielberechnung Riester-Rente

Beispiel Riester-Rente

Jetzt sehen wir uns mal ein Beispiel an, wie eine Berechnung aussieht, damit du auch selbst deinen Beitrag grundsätzlich berechnen kannst.

Es werden max. 4 % des Bruttojahresgehaltes gefördert, bis zu einer max. Grenze von 2100 EUR.

In diesem Beispiel haben wir ein Bruttojahresgehalt von 21.600 EUR x 4 %. Das sind 864 EUR pro Jahr, die max. gefördert werden. Dann bekommt man die volle Zulage. Das ist also der Jahresbeitrag.

Dann gibt es bspw. noch je nach dem zu versteuernden Einkommen noch eine Steuerersparnis, die man berechnen muss. Im Riester-Rechner ist das grundsätzlich ganz einfach. Dann haben wir hier eine Förderquote, in dem Fall von knapp 26 %. Das bedeutet ganz vereinfacht, von 100 EUR werden vom Staat 26 EUR bezuschusst. D. h. effektiv 74 EUR Eigenbeitrag, 26 EUR gibt’s als Zulage in Form von Steuerersparnis noch dazu.

Ob sich das Ganze rechnet, ist nicht ganz einfach zu sagen. Unter anderem auch weil es in die Zukunft betrachtet ist. Denn die Riester-Rente ist später, wenn die Rente dann ausgezahlt wird komplett steuerpflichtig. Also nicht nur die Gewinne.

Wenn man bspw. 100 EUR einbezahlt hat, bekommt man 120 EUR ausbezahlt. 20 EUR Gewinn. Dann sind diese 20 EUR bspw. mit Abgeltungssteuer bei Fonds steuerpflichtig. Die komplette Rente wird also 100 % besteuert.

D. h. wir wissen ja später nicht den eigenen Steuersatz, Spitzensteuersatz, wie dann die Rente berechnet wird, da wir die spätere Rente nicht genau kennen und auch die sonstigen weiteren Einkünfte. D. h. wir wissen es nicht genau. Tendenziell je höher die steuerliche Förderquote, desto besser.

Der Vorteil ist natürlich, dass man über Jahre und teilweise über Jahrzehnte hinweg mit diesem steuerlichen Vorteil und den Zinseszinseffekt, der potenziell nach oben verläuft, eher diese Vorteile generieren kann. Dies macht Riester in diesem Kontext sehr interessant.

4 Riester-Arten

Ob Riester sich für dich lohnt, hängt natürlich auch davon ab, welche der 4 Arten man wählt.

Wir sehen uns diese 4 Riester-Arten mal kurz an.

  • Riester-Lebensversicherung,
  • Riester-Banksparplan
  • Wohn-Riester, also über einen Bausparvertrag
  • Riester-Fondsparplan, in dem Fall geht man über einen Anbieter, der aus dem Vorbereich kommt, bspw. die Union oder die DVS, die bspw. bei Riester das Ganze anbieten.

Der Riester-Fondsparplan ist hier eine ganz klare Empfehlung, denn man hat bei Riester sowieso eine Beitragsgarantie, d. h. es muss von den Anbietern 100 % der Beiträge garantiert werden. Deswegen haben auch die meisten Verträge gar nicht die Möglichkeit, von sich heraus wirklich gute Renditen zu erzielen. Die alternativen Banksparpläne, Bausparen und auch Lebensversicherungen sind sehr niedrig verzinslich. D. h. man hat zwar eine Beitragsgarantie, die hat man mehr oder weniger bei diesen Angeboten dann sowieso. Nach Inflation und Währungsreform sind diese auch gefährdet.

Dazu haben wir weitere Videos, also schmökere gerne bei unserem YouTube-Kanal etwas herum. Wir haben ja viele kritische Informationen, auch gerade zu eben solchen Papierwerten, denn es ist leider eben nichts anderes als ein Stück Papier und kein realer Wert dahinter. Bei einem Fondssparplan hat man noch die Möglichkeit, dass man wirklich in reale Unternehmen investiert.

Dann ein wichtiger Tipp, geh direkt, geh nicht über eine Lebensversicherung. Die lassen sich ihre großen Glaspaläste durchaus sehr teuer bezahlen. Geh dann direkt zu den beiden Gesellschaften, ich habe zwei Stück mal genannt. Da kannst du mal einen Blick dort reinwerfen, wir sind neutral.

Ich verrate dir aber trotzdem, auch diese haben, und das sehen wir uns im zweiten Teil an, ein K. O.-Kriterium. Deswegen gibt es auch in unserer Community oder auch in unseren Kursen keine konkrete Riester-Empfehlung. Genau aus diesem Grund. Das sehen wir uns dann näher an. Für wen Riester interessant ist, welche Faktoren du im Auge behalten musst und in welchen Situationen es ungünstig ist, das sehen wir uns im zweiten Teil davon an.

Dieser Beitrag ist übrigens entstanden, während ich mit meinem Team einen Artikel für das PT-Magazin geliefert habe. Du findest den kompletten Artikel, u. zw. den Klartext-Riester-Report, unterhalb von diesem Beitrag. Den kannst du dir da komplett kostenfrei downloaden.

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Ich freu mich, wenn wir uns nächsten Freitag dann wiedersehen.

Bis bald.

Dein Thorsten Wittmann®

Hier findest du unsere Links:

Riester-Report downloaden: https://thorstenwittmann.com/riesterreport

Video zu Riester 2: https://youtu.be/snnLn7cEc2Q

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